658 Taube.
vielem Vergnügen zeigte. Er st. l6/si. 75.I. alt.§<,/?»E P. l 5 t. ^
Taube (der). S. Sordo.
Taucher( ), deutscher Kupferstecher, ar-beitete im XVII. Jahrhundert, vermuthlich zuBerlin .
Tavella (Carl Anton), einer der bessten Land-schaftsmaler seiner Zeit, war von Genua gebürtig,wo er mit einer geschmacksvollen Manier für Lieb-haber und Standespersonen arbeitete. Als seinRuhm zu Mailand, Bergamo, Brescia und Cre-mona bekannt wurde, bekam er von allen diesenOrten häufige Arbeit, die er zu jedermanns Ver-gnügen verfertigte. Er folgte den Manieren desPeter Mulier, genannt Tempesta, den er in derHarmonie übertraf, und des Caspar Dughet, ge-nannt Poußin, aus welcher Mischung sehr schöneLandschaften, mit angenehmen Lagen, zierlichenWasserfallen, und mit vielem Verstand und Ge-schmack angebrachte Figuren entstanden. Viele vonseinen Gemälden wurden zu Auszierung der Pallästein Spanien und England gesandt. Er starb inseinem Vaterlands 1728. n» IV.
227. und VI. 206.
Taverna (Johann oder Julian), treflicherEdelstein- und Cristallschneider von Mailand , blü-het« um i 54 o- S. den Art. tkuiliano.
Tavernier (Franz), französischer Geschichts-maler, verfertigte 1699. das sogenannte Mayge-mäld für die Cathedralkirche zu Paris , die Ver-läugnung Petri vorstellend. Er ward 1704. Mit-glied der königl. Academie, 1714. derselben Secre-tar, und st. 1725. 6r<e» r» p. 176.
— — (Melchior), mittelmäßiger Kupferste-cher und Kunsthändler von Antwerpen gebürtig,arbeitete zu Paris um >620., wo er königl. Kupfer-drucker war Man hak von ihm einige kleine Blät-ter nach Daniel Nabel, verschiedene Landkartenu. s. f. Er verkaufte auch in seinem Verlage Holz-schnitte von dreyerley Stöcken, die Licht und Schat-ten ausdrücken. Man vermuthet, er sey der Vaterd»s berühmten Reisers I. Baptist Tavermer.Sana».
Taunay ( ), französische Kupferetzerin,
gab um 17H0. sechs kleine Grotesken, nach desjün-gern C. N. Cochins Zeichnung u. s. w.
— — ( ), malte um 1760. zu Paris Bild,
nisse in Email.
Tavolaccino. S. A. Amerighi.
Tavolltto (Richard), Jacobs, eines kunst-reichen deutschen Bildhauers Sohn, der sich zuMailand haushablich niederließ, heyrathete, unddiesen Richard erzeugte, welcher die Malerey beyCamillus Procaccino erlernte, und hierin so vor»treflich wurde, daß Ferdinand II. ihn nach Wien berief, wo er ihm Gelegenheit gab, seine Talentezu üben. Nach vielen Jahren kam Tavolino mitgroßem Reichthum, Geschenken und Freyheitsbrie-fen (die er aber aus Bescheidenheit niemals sehenließ) begabt, nach Mailand zurück. Er war eingütiger Mann, der seine eigne Arbeit wenig, ande-rer aber desto höher achtete. Richard st. 1678. undsetzte das Kloster St. Bernhard zu Erben seinesVermögens ein. 6»a»/entr.
Tavora (Heinrich de), von Santara in Por-tugal gebürtig, trat in den Dominicanerorden, undward Prior des Klosters Evora , wo man drey Ge-mälde von seiner Hand zeigt, die wegH, ihrer Vor-treflichkeit bewundert werden. Er ward nachherErzbischof zu Goa, und st. daselbst 1282. Lcüa» li»Libü'ot/r. Fernst. Orei. / 5 -nech'c.
Tauplt». S. den Art. I. du Goulon.
Taurini (Richard), berühmter Bildhauer undFormschneider zu Rouen in der Normandie , lerntebey Albert Dürer . Er verfertigte die Dildhauerarrbeil der Chorstühle in der Hauptkirche St. Justinszu Padua , welche biblische Geschichten vorstellen,
Tedeseo.
und woran er 22. Jahre soll gearbeitet haben. Fer-ner zu Mailand, wo er 35. Chorstühle in der Doiu-kirche mit hölzernen Basreliefs, welche die Lebens-geschichten des H. Ambrostus und seiner Nachfolgerin dem Erzbisthum enthalten, nach Modellen desFranz Brambilla zierte. Richard malt« auch denSchutzengel für die Pfarrkirche St. Maria secreta.
— Sein Sohn Johann arbeitete in gleichen Kün-sten. Von ihm ist das Schnitzwerk der Chorstülein der Kirche Madonna di S. Celso zu Mailand .
T-omaLZo p. »6g.
Tauriscus, antiker Silberarbeiter von Cyzi-cus, wird von plinius (h. XXXV. n.) angeführtund gerühmt. — Ein andrer Tauriscus, malte dieBildnisse einiger berühmter Männer des Alter-thums. — Ein dritter Tauriscus wird in dem Art.Apollonius angeführt.
Taylor (D. Brook), Engländer, schrieb überdie Perspectiv eine Abhandlung, die auch ins Fran-zösische übersetzt ist.
— — (Johann), englischer Kupferstecher,lebte um 1620. Man hat von ihm die Bildnisse derKönige von England.
— -- (Jsaac), Kupferstecher, der um i/ 5 o-
zu London arbeitete; unter seinen Blättern ist vor-nehmlich die flammändischeCollation nach van Herpbekannt. — Nach R. Taylor schabte I.
Faber ein Bildniß.
Tchemesorv (E.), Russischer Kupferstecher,arbeitete um 1760. zu Petersburg .
Tearino. S. Tiarino.
Tebaldi. S. Tibaldi.
Tecraeus. S. den Art. Angelion.
Tedesc 0 (Emanuel). S. h?. Manuel.
— — (Friedrich), malte 1295. das Chor derDominicancrkirche St. Augustin zu Padua . SeineManier gleicht Giotlo's seiner. Sonett».
— — (Jacob), genannt Lapo, deutscherBaumeister, arbeitete um »220. in Italien . — SeinSohn Arnolph ist in dem Art. da Lapo zu suchen.
— Ein andrer'Jacob del Tedesco, Maler zu Flo-renz , lernte bey Dominicus Ghirlandajo. Er ar-beitete um i-i8o. in der Kirche St. Maria novellazu gedachtem Florenz , mit Franz Granacci undBenedict Ghirlandajo. Lotta»-» III. Z-j.
— — oder Todesco (Johann), geschickterBildhauer zu Bologna , arbeitete um 1600. in ver-schiedenen Kirchen dieser Stadt in Marmor, inStucco und gebackner Erde. ^rcoro. — Ein an-derer Johann Tedesco, Maler von Verona , lerntebey Andreas Voltolino und bey Ludwig Dorigny.Er verfertigte einige historische Gemälde für die Kir-chen seiner Geburtsstadt, welche die Geschicklichkeitdieses Künstlers genugsam anzeigen. Er lebte um1718. A. Scacciati hat nach ihm geetzt. /h-r-Lo
rot. und ^§§rrr»tn p. 18.
— — (Lorenz), Bildhauer, von welchem manauf dem Hauptaltare der Kirche St. Spirito inSassia zu Rom zween aus Holz geschnitzte Engelstehet. 7 M.
— — od de Bramante (Peter Johann),verfertigte um 1267. verschiedene Statüen von Mar-mor für die Kirche St. Reparata zu Florenz . Lal-ch»«cc» 5 ec. II. p. 80.
— — (Rochus). Von diesem Künstler siehetman in der Schule St. Johann des Evangelistenzu Venedig ein Gemäld, welches, wegen seinerfleißigen und schönen Behandlung, in großemWerth gehalten wird. §auL-,vr»o p. 19V. 3.
— — (Wilhelm), deutscher Baumeister, ar-
beitete zu Arezzo um 1174- Er baute um diese Zeitmit Bonanno einen runden Glockenrhurm zu Pifa,der, obschon er sich bey t? auf eine Seite neigt,gleichwohl so fest ist, daß er »och heul zu Tage inWesen und unbeschädigt zu sehen ist. I.
89. — Ein andrer Wilhelm Tedesco, den man