Band 
Erster Theil.
Seite
657
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Lasnrere.

Tas niere (G-), Kupferstecher, arbeitete mitdem Grabstichel und setzte sich zu Turin , wo er umden Anfang des XVIll. Jahrhunderts starb. Erverfertigte vieleBlätter nachDominicus Piola, undnach des I. F. Daroncello Zeichnung auf 21. Bl.den königl. Pallast Veneria samt denen darin be-findlichen Gemälden von Jagden und Fabeln nachJohann Mel. Dieses Werk bildet ein in Folio,das 167/s. zu Turin gedruckt ist. Man hat auchvon ihm die Bildnisse der Grafen und Herzogenvon Savoyen nach der Zeichnung von F. I. del'Ange. AaE/.

Tassara (Joh. Baptist), aus einer vornehmenFamilie von Genua gebürtig, lernte bey I. An-dreas Ferrari und bey Joachim Apareto. Er arbei-tete Vieles für seine Verwandte, und verfertigte einöffentliches Gemäld, welches anzeigte, daß mansich Vieles von seiner zukünftigen Geschicklichkeitversprechen könne; aber die i 65 /. eingerissene Pestvereitelte alle diese Hoffnung. Xo/uam p. ,72.

Tassare ( ), französischer Bildhauer, ar-

beitete um 1770. zu Paris .

Tassare (Peter Joseph), Maler zu Brüssel ,hat verschiedene Blatter nach Rubens , Maratti,Poußin, Vandyk u. s. f. in Kupfer gebracht. Aa§a».

Tassinari (Joh Baptist), von Pavia , malteum ,6,2. verschiedene Altarblättcr für die Kirchenseiner Geburlsstadt, Am-tost II.

Tasslni (Marc), Edelsteinschneidcr zu Florenz ,lebte daselbst um ,496. Man findet seinen Namenan einem Grabmahl, welches er in obigem Jahrefür sich und seine Familie in der Kirche St. MariaNovell « aufrichten ließ. p. 125. Xot. (2.)

Tasso (Augustin, Buonamico genannt), Ma-ler von Perugia, lernte zu Nom bey Paul Brill .Er kam ,610. mit dem Ritter Ventura Salimbenenach Genua , wo sie gemeinschaftlich große Ge-mälde verfertigten. Tasso war besonders in See-stücken und Landschaften vortreflich. Er arbeitetezu Livorno und zu Rom , wo er rös-j. 79. I. altstarb und ward in der Kirche St. Maria del Popolo begraben. Titi gedenkt der Arbeit dieses Künstlersjn Beschreibung der Pallaste Rotpigliosi und despäbstlichen in Monte Cavallo. j)asseri/il machetein sehr häßliches Bild von dem moralischen Charac-ter dieses Künstlers.

— — (Jordan), geb. zu Perugia um 1)82.

legte sich auf die Mathematik und Baukunst. Ertrat in den Servitenorden und bediente als Priestereine kleine Kirche Madonna de Monturreno, ge-wöhnlich Monterono genannt, die er nach seinerErfindung erneuerte. Diese begnadigte Paul lll.mit einem Ablasse von so vielen Lagen als ein gros-ses Gefäß mit Sande, welches er über den Bodender Kirche ausstreute, Körner in sich faßte. Jordangelaugte auf ein Alter von mehr als 100. I. undstarb um 1H90. p. 60.

— — (Leonhard del), Bildhauer von Florenz ,lernte bey Andreas Contucci, genannt Sansovino.Derselbe verfertigte für die Nonnenkirche St. Claraein marmornes Basrelief, welches zu einem Allar-blatt dient, und die Statüe des H. Sebastians vonHolz in der Kirche St. Ambrostus, zu Auszierrung des Grabmals dieses Künstlers. Er blüheteum die Mitte des XVl. Jahrhunderts, öottarrII. 175.

— — (Marc Domim'cus und Julian), Ge-brüder, berühmte Bildhauer in Holz. blüheten um1480. zu Florenz . Sie zierten die Balken und De-cken zweyer Zimmer des dasigen Stadthauses mitsehr schöner Arbeit. — Jn des Tribolo Lebensbe-schreibung führt Vasari einen Zimmermann diesesNamens an, der auf Empfehlung eines Ministers,von Großherzog Cosinus l. zum Hofbaumeister an-genommen wurde, ob er gleich in dieser Kunst nichtdie geringste Wissenschaft besaß. — Baptist Tasso,und sein Sohn Domim'cus, arbeiteten um ib 5 o.in der Bildschnitzkunst. - In dem Art. Carora

Tavarone. 657

findet man auch einen Bildschnitzler dieses Namens,der nach des Michael Angelo Zeichnungen arbeitete,und vermuthlich einer dieser letztgenannten seynwird. Aorta» I. HHZ. — Von diesem Familienna-men waren ferner Bernhard,/,, Baumeister zuFlorenz um ih^o. Nach seinem Angeben wardder neue Markt und das Portal der Kirche St.Romolo erbaut; und Joseph, Maler von Aßisund Schüler des Bernhard,,, Gagliardi. Dieserhat einige Aehnlichkeit mit Joseph Tast.

Tassone (Joseph), römischer Maler, kam inseinem Dreißigsten nach Neapel , wo er seine üb-rige Lebenszeit verblieb. Derselbe malte schöneViehsiücke, in welchen er die Wollen der Schaafesehr natürlich vorzustellen wußte. Man hat auchviel große Compositionen von seiner Hand. Erstritt beständig mit Niclaus Roßi um den Vorzug,da beyde in verschiedenen Stücken einer über denandern siegten. Tassone starb ,707. 84. I. alt.Dome»//» III. 55 g.

Tassoni ( ), Maler von Modena , unter-

hielt eine genaue Freundschaft und Briefwechsel mitGuido Reni. Er vcrheyrathete sich zu Corinaldo ,gab seine Kunst auf, und lebte auf einem sehr an-genehmen Landgut, welches er mit seinem Weibebekommen hatte. Ma/vafta II. 76.

Tara (Michel genannt), weil er stark stam-melte, lernte die Malerey bey Bernhard», Barba-telli. S. Baldinucc, in dieses letzter» Lebensbe-schreibung.

Tatorac (V.). S. den Art. rJ. Laron.

Takt, (Jacob), genannt Ga/rsovino, wiesein Lehrmeister Andreas Contucci. Jacob warvon Florenz gebürtig und erlangte frühzeitig die Zu-neigung seines Lehrmeisters, der an dem jungenTart, ein erhabenes Genie, auch eine leichte, zarteund angenehme Manier, den Marmor zu behan-deln , entdeckte. Er hatte vielen Umgang mir An-dreas del Sarto ; sie giengen öfters mit einanderüber ihre Zeichnungen zu Rath. Julian da St.Gallo nahm ihn mit sich nach Rom , wo Tarn' denLaocoon in Wachs poußirtc und in Erzt goß; auchübertraf er hierin alle seine Kunstgenossen, und hattekeinen Seinesgleichen in Ausbesserung antiker Sta-tüen. Er ahmte in seinen Gewändern die Zartheitnach, welche er in Betrachtung der Natur bemerkthatte; gab seinen Figuren gute Stellungen, undwich in denselben das Steife mit großem Verstandaus. Dieser Künstler arbeitete mit vielem Bey-fall in den Bau- und Bildhauerkünsten zu Florenz ,Rom, Verona, Padua und endlich zu Venedig ,wo er als geschickter Baumeister die Aufsicht überdie Gebäude des St. Marcusplatzes erhielt. DieBibliothek dieses Pallastes ist von seiner Kunst, undwird von Palladio, einem tüchtigen Kunstrichtcr,für eines der kostbarsten und zierlichsten Gebäude,die seit Wiederherstellung der Künste aufgeführtworden, gehalten. Sansovino starb zu Venedig ,57«. 91. I. alt. Die Werke dieses treflichen Künst-lers sind so zahlreich, daß man kaum begreifen kann,wie ein einzelner Mensch so viele und so vollkommneArbeit verfertigen könnte. TeMmnxa.

Tavarone (Lazarus), Maler von Genua ,lernte bey Lucas Cambiasi, und erwarb seine Gunstdurch Aufmerksamkeit und Fleiß in Befolgung sei-nes Unterrichts. Ais Cambiasi an den Hof inSpanien berufen wurde, nahm er den Tavaronemit sich dahin, wo er nach des Lehrmeisters Abster-ben noch neun Jahre arbeitete und mit großemReichthum in sein Vaterland zurückkehrte: Hierward er von seinen Milbürgen freudig empfangen,die sich vielfältig bemüheten, von seiner Arbeit, dievornehmlich in Frescogemälden bestand, etwas zubekommen. Er hatte diese Kunst mit vielem Fleißstudirt, und darin eine große Fertigkeit erlangt;malte aber auch Verzierungen, Bildnisse und Ge-schichte in Oel . Dieser Künstler sammelte in denruhigen Tagen seines Alters zu seiner Belustigungauf 9000. Zeichnungen, die er den Liebhabern mit