Band 
Erster Theil.
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670
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670 Tome.

burtsstadk und durch das ganze Florentinische. Umter seinen Gemälden bemerkt man besonders die Ka-pelle der Familie Dragvmanni in der Kirche St.Dominicus zu Arezzo , die von Tome mit einemAltarblatt in Oel und vieler Frescoarbeit stattlichgeziert ist. Er lebte um das Ende des XI V. Jahr-hunderts. I. 202.

Tome (Narcissus), ward zu Anfang des X VI II.Jahrhunderts zu Toledo für einen geschickten Ma-ler/ Bildhauer und Baumeister gehalten. Gleich-wohl stehet man an der Kapelle der Cathedralkircheel Transparente genannt den elendesten Geschmack/sowohl in der Architektur als in der Malerey. DasSonderbarste hierbey ist/ daß bey Aufdeckung die-ses herrlichen Werks viele Feyerlichkeiten, Stier-gefechte u. s. w. angestellt wurden. Dieses Werksoll 2av,ooo. Ducaten gekostet haben. p. A. dela prieme I. 55 .

Tomes ( ). S. H. N). Toms.

T 0 mezz 0 lr (Dominicus) / von Verona / lerntebey Gabriel Brunelli von Bologna , und erlangtedurch dessen Unterweisung eine große Geschicklich-keit. Er verfertigte schöne Bildhauerarbeit / worun-ter einige Statüen der venetianischcn Regenten sei-ner Geburtsstadt gezählt werden: Diese waren vor-mals auf dem sogenannten Hcrrenplatze aufgerich-tet/ wurden aber auf Befehl des Raths zu Venedig weggenommen. Tomezzoli arbeitete mit seinemLehrmeister an Auszierung der Kapelle des H. Ro-senkranzes in der Kirche St, Anastasta, wo die Bil-der des Glaubens / der Hoffnung und zweyer Engel/von seiner Hand find. Er blühete um 1680. ^0220148. — Um 1762. lebte auch ein geschickterBildhauer von dieser Familie zu Verona .

Tomkins (Wilhelm) / Perspcctivmaler, warum 1770, Mitglied der königl. Akademie zu London .N.L-Mochek schön. Wissenschaft. XI V. 65 .

Tommas, (Joseph)/ vonPesaro, malte fürdie Kirche S. S. Vincentius und Anastafius zuRom den Hinschied des H Josephs auf eine Altar-tafel. 7 )ti.

T 0 in masini (Philipp). S. Thomaßin.

— — (Thomas). S. M- Anassasio.

Tompson (Richard), englischer Schwarz-kunststecher, arbeitete um r68v. nach P. Lely, I.van der Vaart, R. Cole u. s. f.

Toms (Peter). S. den Art. E. Burch.

— — (W. H.), etzte 1708. neun Blatter vonenglischen Schiffen nach Zeichnungen von C. Lem-priere. Er arbeitete auch nach T. Badeslade undG. Winstanley.

Tonducci (Julius), und Jacob Bertucci,Maler von Faenza, arbeiteten zu Ravenna , wo siean dem Gewölbe der Domkirche Et. Vitalis dieBilder vieler Heiligen in zierlichen Kleidungen ab-bildeten, wobey man folgende Inschrift stehet:Opus Aacob Lertucci öc Au/ir Tonirtccit kaventi-vorum , pari votu k. i5iö. r y. 5g.

Toneilt (Joseph), geb. zu Florenz 1668.,lernte bey Jacob Chiavistelli und bey Thomas Aldro-vandini. Er malte in seiner Geburtssiadt das Ge-wölk der Kirche St. Maria de Candeli, den Vor-saal des grvßherzogl. Pallastes, und ein Decken-stück in dem Pallaste der Familie Salviati, mitArchitecturstücken. Als Chiavistelli gegen das Endeseines Lebens erfahren mußte, daß der Ruhm seinesSchülers ihm viele Arbeit entzog, gerieth er hier-über in Eifersucht und tiefe Schwermuth. ftnn--ie»ti p. 445. im Art. Rmaldo Borri.

Toni (Anqelus Michael), geb. zu Bologna 1640 , war erstlich ein Schreibmeister, nachwärtsein Miniaturmaler; endlich malte er große undkleine Tafeln in Oel, worin er die Manieren be-rühmter Meister so treflich nachzuahmen wußte, daßsie für Originale jenseits der Gebirge verkauft wur-den. Erstarb in seinem Daterlande 1708.

Torelli.

Tons ( ), treflicher Landschaftsmaler zu

Brüssel , arbeitete unter seinem Lehrmeister Bern-hard van Orlay an den Jagden, die dieser fürKaiser Carl V. malte. / 5 -Mrerr II. 229.

Toorenvliet. S. Torenvlier.

Toornenburg (G.), holländischer Land-schaftsmaler, von welchem man westliche mit Far-ben ausgearbeitete Zeichnungen in den Kabinettenseiner Landsleure siehet. IVer,Mau.

T 0 p 0 lin 0 ( ), ein ungeschickter Bildhauer,

der sich gleichwohl Vieles auf seine Kunst einbildete,und hierdurch seinem Meister M. A. Buonaroti öf-ter» Anlaß zum Lachen gab. III. 780.

Torbido (Baptist d'Angeli genannt), Malervon Verona, lernte bey Titian und bey seinemSchwiegervater Franz Torbido, von welchem er,nebst dem Beynamen, alle seine Kunstsachcn erbte.Er arbeitete Vieles und mit gutem Geschmack inOel, in Miniatur und al Fresco, in den StädtenVerona und Venedig . In der Kirche St. Euphe-mia zu Verona siehet man von ihm ein Gemäld,welches den von seiner Blindheit geheilten ApostelPaulus vorstellt. Dieses Bild ist wohl zusammen-gesetzt, mit einer großen aber unrichtigen Maniergezeichnet, das Colorit schön. Torbido blüheteum i 56 o. Er etzte auch nach Raphacl, Titian ,B Campi, Parmesan u. s. f. Unter seinen Stichenfindet man 3 o Landschaften, die er gemeinschaftlichmit Baptist vincentino verfertigte. Kisto^II. n 5 .

— — (Franz), genannt de! Mors, Malerzu Verona , lernte bey Stephan da Ievio und beyGiorgion, den er im Colorit und in der Zartheitnachahmte. Er arbeitete in seinem Vaterlande beyLiberale, der ihn als einen Sohn liebte, und zuseinem Erben einsetzte. Torbido wird für einen ge-schickten Maler gehalten. Man zahlt unter seineschönsten Werke das Gewölb der größten Kapelleder Hauptkirche zu Verona , die er nach Zeichnungenvon Julius Romanus ausführte. Es sind auch vonihm viele Gemälde zu Venedig und in Friaul , be-sonders vortrcfliche Bildnisse. Er st. 1522. 82. I.alt. /'osLa 19.

— — (Julius d'Angeli genannt), Baptist«Bruder, malte, wie dieser, mit einer angenehmenManier und gutem Geschmacke. Zuweilen arbeiteteer mit Paul Caliari auf frischen Kalk, als in demPallaste Lrevisani zu Murano u. s. f. Die Compo-sition von der Einnahme der Stadt Cassa, einemBilde, welches man in der Sala dell Scrutinio desSt. Marcuspallastes zu Venedig von ihm siehet,ist voll Feuers. Julius arbeitete auch in denBau- und Bildhauerkünsten : Die Staküe des auf-erstandenen Heilandes in der Kirche St. Maria Zo-benico, oder Giudcnico, wird für ein sehr schönesWerk von ihm gehalten. In einigen Handschriftenseines Zeitalters, wird ihm mehrere Geschicklichkeitzugeschrieben, als ihm pozzo 47. zueignet.

— — (Marc d'Angeli genannt), Baptist«Sohn, malte mit einer starken Färbung in Oel undFresco verschiedene Werke, die in seiner Geburts-stadt Verona zu sehen sind. Er arbeitete mit sei-nem Vater und ward nicht weniger, als er, be-rühmt. Man findet Gemälde von ihm, die manbeynahe mit Raphaels vergleichen darf. Marcmalte auch zu Venedig , wo man in den KirchenSt. Dartholomaus, St. Leo und bey den Jesuiten von seinen Werken findet. Er starb zu Rom in sei-nen Jünglingsjahren. Seine Blätter nach Ra-phael, I. Romano, Titian u. f. f. werden auf 20.geschätzt. /'c-LLo 48.

— — (Marc Anton), Medailleur zu Rom ,lebte um 1610. und scheint, sowohl der Zeit alsdem Namen nach, einige Verwandtschaft mit Obi-gem zu haben.

Torelli (Bernhardin oder Benvenuto). E.den Art. B- Chiarmi.