Band 
Erster Theil.
Seite
669
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Toccagno.

Toccagno; Deyname von C. piazza.

Tocque (Iol). Ludwig», treflicherBildnißma-lkr zu Paris, lernte bey Niclaus Berlin . Er ward1734 - Mitglied der königl. Acadeinie und bekleidetein derselben seit 1744. die Stelle eines Raths. To.c-que behauptete, nach Rigaud und Largilliere's Ab-sierben, den ersten Rang unter den Bildnißmalerndieses Königreichs. Die Kayserin Elisabeth ließihn nach Petersburg kommen, ihr Bildniß zu ver-fertigen, welches Schmidt von Berlin in Ku-pfer bringen sollte, und in dieser Absicht gleichenBeruf erhielt. Diele trefliche Arbeit machte beydenKünstlern Ehre. Tocque starb zu Paris 1772.76. I. alt. Balechou, Daulle, N. Dupuis, Willeu. s. w. haben auch nach ihm gestochen.

Todeschi. S. Tedeschi.

Todt (Peter Paul de), Bildhauer zu Rom ,lernte bey Paul Romauo. Er arbeitete mit seinemLehrmeister an den zwölf aus Silber verfertigtenStatuen der Apostel, die vor Plünderung der StadtRom auf dem Altare der päbstlichen Kapelle zu se-hen waren. Seine Geschicklichkeit in der Bildhauer-kunst erwies er an den Grabmälern Pins II. u. III.die er in Gesellschaft seines Mitschülers Mclausdella Guardia verfertigte. Beyde blüheten umden Anfang des X VI. Jahrhunderts. /5Mrr1I.Zg2.

Toedrebeer(Franz Julius), geb. zu Zelle imFürstenthum Lüneburg »575., lernte die Bildhauer-kunst bey Weymar Hcyneman zu Draunschweig der» 5 g 3 . starb, und bey Eberhard Wulf zu Hildes-heim . Er arbeitete mit vielem Ruhm an verschie-denen deutschen Höfe», besonders an den Altcnbur-gischen, Weüuarischen und Mcklenburgischen. In1604. ward er Bürger zu Leipzig , wo er »6(»8.starb. — Sein Sohn, Christian Julius, arbei-tete in gleicher Kunst und mit gleichem Ruhm.Larpzovs Leichenpredigr.

Toepur (Ludwig), von Mecheln in Trabantgebürtig, gieng in Italien , wo er seinen Familien-Namen in die dasige Landessprache übersetzte, undzu Venedig j)o;zoserrato, oder nach dem Orteseines gewöhnlichen Aufenthalts da Trevigi ge-nannt wurde. Er arbeitete mit dem Ruhm einesgeschickten Landschaftmalers, und fand daselbst sei-nen Landsmann und Kunstgenossen Paul Brill .Toepur übertraf diesen in Verschießen, die er mitgutem Geschmack verfertigte. Er pflegte in seinenLandschaften schöne Lüfte, dünne und röthlichteWolken, Morgen- und Abendrolhen, Regen, Wir-belwinde, Ungewitter, Figuren, Thiere u.s f. an-zubringen; er malte auch einige geistliche Geschich-ten in Oel , und mit gelber Erde in Fresco. Des-camps, der ihn (II. 21Z.) anführt, sagt, manfinde auch von ihm Jahrmärkte, Küchcnstücke u. s. f.Er lebte noch »6vss z» Trevisa, welcher Ort mitseinen Gemälden geziert ist, und starb daselbst inmännlichem Alter. E ^-adeler hat Landschaftennach ihm geetzt. )Wo//ssll. 85 .

Tofani (Philipp), Kunstgießer zu Rom um17^0., arbeitete nach den Modellen von PeterBracci u. s. f-

Tofano ( ). S. Christoph Lombardino.

Toffan» (Ambrostus) S. Tossani.

Tognone; Beyname von A- vincenrino.

Tol (Peter van), holländisches Maler, vonwelchem in der Galerie des Palais Royal zu Paris ein Küchenstück steht. 6e/ai5 p. 47g.

Toledo (Johann dc), Michels Sohn undSchüler, Maler von Lorca in dem KönigreicheMurcia gebürtig, studirte zu Rom nach M- A. Cer-quozzi und Angelus Falcone, besonders aber dieAntiken und die beßten neuern Feldschlachtenmaler.Nach einiger Zeit kam er in Spanien zurück, undmalte erstlich zu Granada Schlachten, See - undNachtstücke; hernach, als er nach Madrid kam,legte er sich auf das Geschichtmalen, worin er un-

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gemein glücklich war. Verschiedener Kirchen, wieauch die vornehmsten Palläste, zeugen von seinemfruchtbaren und erhabnen Genie. Er starb in die-ser letztern Stadt » 665 . 5 ss I. alt. »20.

Toledo (Joh. Baptist da). S. Monnegro.

Toll (Dominicus van), malte moderne Figu-ren. Ederlein beschreibt in seinem Catalog zweyauf Holz gemalte kleine Bilder, die in der Galerievon Salzdahlum gezeigt werden.

Tolomeo; Beyname von D. Rainaldi. S.den Art. T. Rainaldi.

Tolosano; Beyname von I Baron.

Tolosmeo oder Sotosmeo. S. Ser-rignano.

Tomajuoli (Josepk), neapolitanischer Ma-ler, lernte anfangs bey Jacob de! Po, hernach beyFranz Solimena . Man siehet einige historische Ge-mälde von ihm in den Kirchen seiner Gcbunsstadt,worin man eine gute Zusammensetzung und Har-monie bemerkt. i)o»remci III. 71g.

Tomar (Matthäus), Maler, dessen Blain-ville (III. ZgZ.) gedenkt, wird von seinem Ueber-setzer für I. E. Tbomann gehalten. Es ist aberglaublicher, das es den Matthäus Stom odervielleicht Stomer bedeute.

Tomasino (Philipp). S. Thomaßin.

Tomasoni de Toncordia (Johann), einvon venetianischen Voreltern abstammender Präger,lernte in seiner Jugend die Wölfische Philosophieund Mathematik. Er trat darauf in den Soldaten-stand, den er aber nach geendigtem Kriege verließund zum königl. Landmesser in Böhmen bestelltwurde. Endlich begab er sich », 56 . nach Wien ,und ward Professor der Mathesis in der kaiserlichenAdelichen Eavoischen Academie. Er ward aucherster Lehrer der bürgerlichen Baukunst, der Optikund der P-rspectiv bey der königl. Maler- undBild-Hauer-Academie zu Wien , wo er »765. -ji- I- altstarb. Pelzei ll. »66.

Tomaßiiri (Marc). S. A. Alignini.

Tourbe ( . la), genannt Stopper, geb zuAmsterdam »6»6. Er reiste sehr jung und kamnach Rom , wo er in die niederländische Schilder-beut aufgenommen wurde, und wegen seines be-ständigen Tobackrauchens obigen Beynamen bekam,la Tombe malte italienische Gesellschaften, vor-nehmlich aber Erztgräber, antike Grotten, Grab-mäler und Ruinen der alten Stadt Rom ; diesezierte er mit geistreichen Verschießen und vielenwohlgezeichueten Figuren angenehm. Er starb inseiner Gcburtsstadt 1676.— Sropper hatte einenBruder, der ein Liebhaber von Malercyen und Ku-pferstichen war; Rembrandt , sein Freund, etztedessen Bildniß. II. 25 c».

Tomberg (Wilhelm), Glasmaler von Gouda ,lernte sieben Jahre zu Utrecht bey Wcsterhout, undhernach zu Herzogcnbusch bey Anton Vandyks Va-ter. Tomberg erhielt den Auftrag, die berühmtenFenstcrgemälde der St Johannskirche zu Gouda ,die » 655 . durch den Hagel sehr beschädigt wurden,wieder auszubessern, welches er aber mit sehr mit-telmäßiger Kunst verrichtete. Er st. »676. 7). I.alt. Tomberg behauptete, daß seil dem Absterbender Gebrüder Erabeth die Glasmalcrkunst verlorengegangen; allein er irrt sich, indem selbige langeZeit hernach sowohl in England als in Deutchland(wiewohl nicht mehr mit so lebhaften Farben alsman sie in obgedachter Kirche findet) geübt wurde.Die eigentliche Ursache, warum diese Kunst insAbnehmen gekommen, ist die Kostbarkeit und Ge-brechlichkeit dieser Gemälde, welche zugleich dieKirchen und Zimmer verdunkeln. Die Beschreibungvorbemeldter Kirche nennt ihn Daniel Tomberg.OeLcamxL I. »26.

Tome (Lucas de), Maler von Siena , lerntebey Berna. Er arbeitete sehr viel i» seiner Ge-O. q q q 2