Band 
Erster Theil.
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672
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672 Toro.

wußte dir Farben so zuzubereiten, daß sie den Mars mor einen Zoll tief durchdrängen. die ArtikelJacob Bailly und Job Anron Galli, genanntHpadarmo. Aettere n« /a D'ttnra I. Zo8.

Toro. S. Tboro.

Torre (Anton), Maler von Verona , soll dieauf frischen Kalk gemalte Geschichten berühmterPaduaner männ- und weiblichen Geschlechts in demobern Rathssaale dieser Stadt verfertigt haben.Aonettr.

-(Bartholome), Edelmann von Arezzo ,

lernte bey I. Anton Lappoli, und zu Rom bey Ju-lio Clovio. Neben dem Miniaturmalen liebte erdie Anatomie; aber der häßliche Geruch der Todtemkörper, die er nachzeichnete, verursachte seinen früh-zeitigen Tod indem er um i 554 - 25 . I. alt starb.

III. 388 .

-(Flaminius), eines Hackenmachers Sohn,

bekam daher den Beynamen degli Ancinelli. Der-selbe lernte in seiner Geburtsstadk Bologna bey I.Cavedone und bey Guido Nein. Diesen kopirte ersehr wohl, malte aber auch treflich aus eigener Er-findung in Pallästen und Kirchen zu Bologna ; in-deß verwechselte er doch diese Schule an des SimonCankarini. Er arbeitete mit starker Anlegung undfrischer Behandlung der Farben und des Pinsels,etzte auch nach den Carrachen, G Reni, u. s. f.Bereits hatte er den Saal der Grafen von Fava,welchen die Carracci gemalt haben, abgezeichnet,in der Absicht selbige in Kupfer zu bringen, alser durch einen frühzeitigen Tod, der ihn in Dien-sten des Herzogs von Modena 1661. übereilte, hier-an verhindert wurde. A- Labiale hat nach ihmgestochen. Ma/vaAa II. -jg8.

Torre (Ciccio d. i. Franz della) S. den Art.Tarl Garofalo.

-(Franz Bernhardinl, sehr berühmter Sil-berarbeiter zu Mailand , blühete nm 1600. Von sei-ner Arbeit sieht man in der Nonnenkirche Vicchiab-bia daselbst ein hohes Gacramenigehäus, theilsvon getriebener, theils von gegoßener Arbeit, wo-ran man die meisterhafte Zeichnung mid Ausführunghöchlich bewundert. In der Cathedralkirche ist diefilberne Skatüe des H. Carol Borromäus, ein Ge-schenk der Goldschmiede zu Mailand , von Torre'sHand. Dieser Künstler verfertigte auch für vieleandere Kirchen dieser Stadt sehr schön ausgearbei-tete Gefässe. S. F. Verrova. Torre.

-(Johann della), genannt Giovaniello

di Beinaschi, Maler von Neapel , lernte bey I.Baptist Beinaschi , dem er mit Untermalung seinerWerke vielfältig an die Hand gieng. Man siehetauch in der Kapelle der Kirche Montesanto ein Al-tarblatt von seiner Arbeit. Er blühete um das Endedes X VI. Jahrhunderts. OoMem'cr III. 281.

-(Joh. Baptist), Baumeister zu Bologna ,

erneuerte i/z/o. die ganze Kirche Madonna di Sa-liers nach seinen eignen Zeichnungen, in corinthisscher Ordnung, ^rcoro.

-(Julius und Peter Anton della). S. Torri.

-(Peter Andreas), Bildhauer von Genua ,

lernte bey I. Dominicus Capellini und bey I. Bap-tist Bissoni. Er arbeitete in Elfenbein und Holz,wovon seine Kruzifixe hochgeschätzt werden. Torrewar an einer Verwundung lange Zeit kränklich,und diese beföderte endlich seinen Tod, der 16Ü8.erfolgte. §ox?ra»r x. 2sZ.

-(Theophilus) Maler von Arezzo , lernte

bey Bartholome Torre. Er malte auf frischen Kalkund ersetzte seine etwas unrichtige Zeichnung miteiner fertigen Hand und guter Färbung. Man findetin seiner Geburtsstadt Säle, Kammern und ganzeHäuser von seiner Hand gemalt. Er blühete umr 58 o. tZuarierrti.

-( ), Priester von der Congregation der

Missionen, gab um - 73 ». die Zeichnung zu der

Torri.

neuen Kirche dieses Ordens zur H. Dreyfaltigkeitzu Rom. «»tr'ca e --rocier-ra.

Torreggiani (Alphons), Baumelster, ver-fertigte die Zeichnungen und führte den Bau derschönen Noviziatskirche der Jesuiten S. Jgnatiuszu Bologna , der Jesuiterkirche zu Rimino, desCollegiums dieses Ordens und des Pallastes Ca-vriani zu Mantua . Er lebte noch i/ho. ^§co§o.

— — — — (Bartholome), genannt beiRosa, Maler zu Neapel, lernte bey Salvator Rosa und ahmte ihn so genau nach, daß man Mühe hat,ihre Arbeit zu unterscheiden. Man findet in seinenLandschaften und Seestücken Figuren von der Handseines Lehrmeisters; es ist auch glaublich, daß die-ser ihm in seiner Arbeit geholfen habe. Einigevon seinen Gemälden sind von Anton de Wael mitFiguren geziert. Torreggiani lebte um 1680. undst. jung. DoEmcr III. 261.

— — — — (Horaz), Baumeister zu Rom um 1600. Man schreibt ihm den Bau des Pallasstes S. Calisio zu. DA. Er ist vielleicht der obenangeführte H. Toriani.

— — — — (Sebastian) von Bologna ,lernte zu Rom bey Wilhelm della Porta. Er be-diente unter Gregor Xlll. und Sixt V. die Stelleeines päbstlichen Gießers, und verfertigte Cheru-bine, Statüen, Kreuze, Leuchter, Laubwerk, u s. f.von Erzt für die vornehmsten Kirchen zu Rom .Torreggiani erfand die Formen von Gips, welchefür diese Arbeit sehr leicht und bequem sind. Er st.zu Rom i 5 g 6 . Unz-Asm p. 2ie.

— — — — (Lorreggiano). S. Torrigsgiano.

Torrellino; Deyname von I. de Giorgi.

Torrenrius (Johann), Maler von Amster-dam , ward durch seine zwar schöne und mit gros-sem Fleiß ausgearbeitete, aber wegen ihren unzüch-tigen Gegenständen höchstärgerliche kleine Gemäldeund durch sein ruchloses Leben, welches er auchandern vermittelst gefährlicher Lehrsätze einzuflößensuchte, bekannt. Er ward deswegen zu Harlem eingezogen und zu einer zwanzigjährigen Gefangen-schaft verurtheilt; entgieng aber durch den Vor-sprach des englischen Gesandten und anderer Stans despersoncn dieser Strafe, erhielt auch die Erlaub-niß nach England überzugehen, wo er aber durchseine schlimme Aufführung die Verachtung auchdieser Nation auf sich zog. Torrenrius kam dar-auf in Holland zurück, hielt sich heimlich zu Am-sterdam auf, und starb daselbst 16/,0. 5i. I. alt-Seine Gemälde wurden aller Orten aufgesucht unddurch des Henkers Hand verbrannt; daher stehetman keine andere Gemälde mehr von seiner Arbeitals leblose Gegenstände: Offene und beschlosseneBücher, Sanduhren, Blumentöpfe, Tapeten,Vorhänge, Schreibzeuge, Federn, u. s. f. die mitso vielem Fleiß und Zartheit ausgearbeitet sind,daß sie Alles übertreffen, was in dieser Art jemalsgefertigt worden. OercamM I. 58 i.

Torres (Don Matthias de), Maler von Espi-nosa de los Montcros, lernte bey Franz Hcrrera.Er ward in dem Helldunkel und in der Zeichnungeiner der beßten Künstler in Spanien . Ferner findetman in seinen Geschichten, Feldschlachten undLandschaften, eine glückliche Einbildungskraft,worinn er seines Lehrmeisters Manier folgte. Erst. zu Madrid r/n. 8v. I. alt. l^.o 2Z1.

-(Clemens de), spanischer Maler, wird

von d Argensville unter die Schüler des Mu-rillos gezählet.

Torri (Anton oder Peter Anton), ein Bologne-ser aus des Franz Albani Schule, malte in demdasigen Kloster St. Francisc zwo Geschichten desH. Antons von Padua in Fresco. Er arbeitete mitandern Malern in der Kirche der Geburt Christi ,wo eine Geburt der H. Maria von ihm zu sehen ist.Seine Geschicklichkeit zeigte er besonders in der