Torri.
Perspectiv, ausser seinem Vaterlande, Und lebteum i 655 . Die Beschreibungen der Stadt Venedig gedenken dieses Künstlers an verschiedenen Stellen.^k/a§i»i p. 6Z7.
Torri (Bartholome). S. Torre.
7- — (Joseph), Baumeister, verfertigte dieZeichnungen, nach welchen die schöne Theresianer-kirche St. Gabriel zu Bologna um 1700. erbautwurde. Vermuthlich baute er die kleine und schöneKirche der Kapuzinerinnen von der unbeflekren Em-pfänglich zu Mantua . ^§co5o. < 7 aLo/r.
— — (Julius), Baumeister zu Bologna um1700^ Mit seinen Zeichnungen wurden die KirchenSt. Tomaso di Mercato und St. Christinn aufge-führt. ^Lc 050 .
Torricelki (Joseph Anton ), Edelsteinschneirder in der großherzogl. Galerie zu Florenz , schriebeine Abhandlung von seiner Kunst, die aber nichtgedruckt ist. Er bediente das Haus Mcdicis bey4 « Jahren so wohl mit gegrabnen Steinen als mitBildhauerarbeit. Von dieser letztern Gattung ver-fertigte er aus einem harten Steine, Naremma siVoltsrrs genannt, der anfänglich 84. Pfunde wog,ein Bildnch in Lebensgröße, welches nach seinerAusarbeitung auf sechs Pfunde abschmolz. Unterfeine Werke zählt er selbst in oben angeführter Hand-schrift als eines der seltensten ein Bildlich desGroßprinzen Ferdinands - welches er mit natürli-chen Farben in einen Edelstein schnitt. Er verfer-tigte, nebst Gcfässen, Trinkgeschirren, Theetassen,u. s. f. auch Tabakdosen von feinen Steinen, worandie Gewinde aus dem Steine selbst gemacht sind,und erfand eigne, zu dieser Arbeit dienliche Werk-zeuge. Man glaubt er habe eine gewisse GattungEdelsteine, Giuggielle genannt, die man aus demSt. Gotthardsberge gräbt, zuerst verarbeitet.Dieser Künstler st. 1719. 07. I. alt. — Sein SohnTajeran studierte die Zeichenkunst bey Thomas Rediund Benedict Luti, das Poßiren bey I. B. Fog-gini und Peter le Gros, und endlich das Edelstein-schneiden bey seinem Vater. Cajerans Meisterstückist eine Minerva, die er in einen Agath schnitt. —Er unterrichtete auch seinen Sohn Joseph in dieserKunst, der seine Geschicklichkeit durch vielfältigeProben an den Tag legte. 6Äckr'E//r x. 85 .
-( ), zierre das Chor der Kirche zu Ma-
ria-Einsideln in der Schweiz mit Gemälden.
Torriggiani (Torriggiano, oder Peter),Bildhauer von Florenz, studirte unter des Bertoldo Aufsicht nach den Statüen und ander» Seltenhei-ten des prächtigen mediccischen Gartens auf demSt. Marcusplatze zu Florenz : Allein sein Neid undBosheit gegen einige seiner Mitschüler beraubtenihn dieser Vortheile; er gerieth mit M. A. Buona-rott in einen Streit, und schlug ihm das Nasenbeinein, wovon vieler die Merkmale Lebenslang tragenmußte. Torreggiani flüchtete sich hierauf nachRom , und arbeitete neben andern Künstlern indem Thurme Borgia. Einige Zeit that er Kriegs-dienste, kehrte aber wieder zu seiner Kunst, undkam in England, wo er für das Grabmal HeinrichVIl. eine Belohnung von ioon. Pf. Sterl. erhielt,und gieng darauf in Spanien . An allen diesenOrten verfertigte er Statüen aus Holz, Marmorund Erzt. Da er einst einem spanischen Edelmannunter Verheißung einer reichen Belohnung ein Ma-rienbild verfertigt hatte, dieser aber ihn mit zweengroßen Sacken voller Marevedis, die zusammenkaum Zo. Ducaten ausmachten, bezahlte, zerbrachTorriggiani dieses Bild im Zorne, weswegen ihndie Inquisition zum Tod verurtheilte; er st. aber zuEevilla an einer freywilligen Aushungerung i 552 .
III. 5 r.
-(Vincenz), Architektur- und Ornament-maler von Bologna; arbeitete um 1745 - zu Rom ,wo der große Saal der Erzbrüderschaft des ent-haupteten St. Johannes von ihm geziert ist. -L-et-tere 5» irr IV. 020.
Tossani. 67z
Torriglia (Anton). S. I B. Gblso.
Torri sank ( Sebastian ). S. Torreggianr.
Torrira. S. Turrira.
Torrsni (Angelus), Baumeister zu Rom .Nach seinem Angeben, ward die Kirche St Gio-vanni della Pigna von Grund auf wieder erbaut.Torroni baute auch gegen das Ende des XVII.Jahrhunderts die kleine achtekichte Kirche St. Ma-ria Porka Paradisi.
Torsicani. S. Toßicani.
Torso. S. T- da Monza.
Tortebae (Franz>,geb. zu Paris 1626. lerntebey Simon Vouet , seinem Schwiegervater, undward ein berühmter Bildnissemaler. Er etzte auchnach den Carrachen, S. Vouet, u. s f. und gabStiche zu de Piles Maleranatomie nach Vesalius.Torrebar ward i 663 . Mitglied der königft Aka-demie und st. 1690. — Sein Sohn Johann er-langte den Ruhm eines geschickten Bilduissemalers,und ward 1699. in die Akademie aufgenommen.G. Edelink, A. Trouvain, u. s. f. haben nach ihmgestochen. 6r-eri-r.
Torrelli (Bernhardin ). S. BarrholomöThiarinl.
-(Joseph), geb. zu Brescia 1662., ward
von seiner Neigung zur Malerey so weit gebracht,daß er ohne andere Unterweisung sich mit gutemErfolg in der Zeichnung und Colorit übte. Diesenoch weiter zu vervollkommnen, gieng er bis nachNeapel , und studirte aller Orten nach den beßtenMeistern. Nach seiner Zurückkunft fand er dieMauern seiner Vaterstadt für seine weitläufigen Er-findungen viel zu enge; er kam deswegen nach Ve-nedig , wo es ihm nicht an Gelegenheit mangelte,seine Geschicklichkeit zu zeigen. Äverokdo thut S.207. von ihm rühmliche Meldung.
Toctiroli (Jöh. Baptist) von Cremvna,malte Altarblätter für die dasigen Kirchen St. Do-minikus und St. Paulus. La-to/i T. II.
Torrs (Vincenz). S- I- E. Maruscelli,seinen Lehrmeister.
Torrorel (I.) S. I- Perifin.
Tortorino (Franz), ein trcflicher Edelstein-und Crystalschneider zu Mailand , ward in seinerKunst mit den Antiken vcrgliechen, und seine Arbeitist in hohem Werthe. In dem Cabinette des Mar-chese Albrar.tes zu Lissabon fand man, neben andernseltnen geschmttnen Steinen, eine große Schüsselvon Bergcrystall mit vielen Figuren, die, in Ge-genhalt der antiken Stücke, diesen weder in Zeich-nung noch in gutem griechischen Geschmacke wei-chen durfte. Er verfertigte, auf Befehl Philipp II. sehr viele Figuren zu Auszierung der Heiligthümerin der Kirche des Escurials. Dieser Künstler lebteum das Ende des XVIl. Jahrhunderts.
Toschini (Johann), Bildhauer von Venedig ,blühete um 1690. Er wird von verci S. 289. an-geführt.
Toselli ( ), Gebrüder und Bildhauer zu Bo-logna . Man siehet von ihrer Arbeit in den dasigenKirchen Et. Petronius und der Kapuziner, ^coro.
Tosi (Peter Franz), Maler von Bologna ,lernte bey I. Baptist Bertusio. Er malte das Al-tarblatt der Kirche St. Jesajas, worinn die Gott-heit, mit Engeln umgeben, abgebildet ist. — SeinSohn Jacob Maria arbeitete in Miniatur. Inseinem Zwölften überreichte er dem Großherzogevon Florenz bey dessen Durchreise zu Bologna eineSchrift, worinn alle in seiner Vaterstadt geübteKünste und Handwerke nebst dem auf dem Titel-blatt vorgestellten Bildnisse dieses Fürsten gemaltwaren, welches dieser sehr gnädig aufnahm. Ma/-van'a I. 269.
Tossani (Ambrosius), Maler, wird von Torre