Band 
Erster Theil.
Seite
674
JPEG-Download
 

674 Tossicani.

S. i 38 . unter denjenigen Künstlern angeführt, wel-che in der Carthause zu Pavia arbeiteten.

T 0 sslcan 1 (Johann), Maler von Arezzo , lerntebe» Thomas da Lapo, genannt Giottino. Er ar-beitete in dem ganzen Florentinischen nach der Ma-nier seines Lehrmeisters. Tossicani malte die Ka-pelle Luccerelli in der Pfarrkirche zu Arezzo , und indein bischöflichen Pallaste die Verkündigung, nebstden H.H. Jacob und Philipp. Aber dieses Alles istdurch die Lange der Zeit verzehrt, und durch neuereKünstler übermalt. Er lebte um iZho. üaMmiccr.

Touche ( .. de la), Baumeister zu Paris umi/6o. wird in dem Verzeichniß der Künstler, die inden Gegenden dieser Hauptstadt gearbeitet haben,angeführt.

Tour (G. de la). S. Ampringer.

— — (Moritz Quintin de la), war um 176».einer der beßten Bildnissemaler zu Paris , undbracht' es in Pastel weiter als alle seine Vorgän-ger. I. G. Schmidt, l'Epicie, l'Armefstn, Wille,Petit, u. s. f. haben nach ihm gestochen.

— — (de la), Baumeister, gab die Zeichnun-gen zu dem neuen Gebäude des Klosters St. Mar-tin des Champs zu Paris , u. st. um 174b. L-rce.

Tournap (Elisabeths Claras des Kupferste-chers I. rsl. Tardieu Ehefrau, arbeitete auch selbstin dieser Kunst nach I. F. be Troy, C. Hutin,Dumesnil, Jeaurat , u. s. f.

Tournelle( ), Kupferstecher zu Paris um1700. arbeitete nach H. Rigaud , u- s. w.

Tourues (Johann d«), Buchdrucker zu Lyon um ihho. Man schreibt ihm einige Holzschnitte zu;aber Papillon sagt (l. 21h.): Alle Holzschnitte,die man in den Bücher» dieses I. de Touruesfinde, seyen von B. Salomon.

l Tournheisen. S. Tbourneiser.

Tournier ( ), Gcschichtsmaler von Tou-

louse , lernte bey Moses Valentin. Verschiedenevon seinen Werken sind in der Kapelle der schwar-zen Büssenden. So z. B. eine Abnehmung vomKreuz in der St. Stephanskirche, und einige an-dere bey den Dominicanern und an dem Grabmahledes H. Thomas in seiner Geburtsstadt. Er etzteeinige Marienbilder nach G. Reni, Siegeszeichennach Polydor Carravaggio, verschiedene antikeGefäße nach C. Errards Zeichnungen, u. s. w./c (omte III. 174.

Tourniere (Robert), Maler von Caen inder Normandie , lernte bey Frere Luc de la Haye,Carmeliterordens, einem sehr gemeinen Maler Erkam jung nach Paris , wo er des Bon BoulogneSchule besuchte, und ward 1702. Mitglied derkönigl. Akademie. Tourniere ward 1721. akade-mischer Rath und 170h. Professor adjunct. In17hl). gieng er in seine Geburtsstadt zurück, wo er,7^2. 76. J> alt starb. Eines von seinen öffentli-chen Gemälden ist in der Abteykirche St. Genevieve zu sehen, und stellt die Genesung Ludwig X V. vor.Er malte Bildnisse und Geschichten in kleinem For-mat, mit einer sehr fleißigen Manier, worinn erDouw und Schalken nachzuahmen suchte. Manstehet von seiner Hand die Familie des Fernster-Generals Lallemand, ein Bild von mehr als 20. Fi-guren; des Kanzlers von Pontchartrain, desMünz-directors von Launay, u. s. f. Dann eine Susanna,einen H. Stephanus, den Kämmerling aus Moren-land, u. a. Werke, theils Bildnisse, theils Ge-schichten, die durchgehends allgemeinen Beyfall er-hielten. P. Drevet, F. Chcreau, I. Daullö, I.Sarrabat, u. s. f. haben nach ihm gestochen,

Tc> u ssp n (I.) Maler. Der Kunstverleger G.Altzenbach ließ durch M. Somer einige Heiligen-bilder nach ihm stechen.

Toutin (Johann), Goldarbeiter von Cha-teaudun, erfand 1622. die Schmelzfarbenmalerey,

Travi.

worin er auch andere unterwies, die diese Kunst zurVollkommenheit brachten. Er etzte Muster sür Gold-schmiede und Musivarbeitcr. — Sein Sohn Hein-rich verfertigte sehr schöne Arbeit in dieser Kunst;unter diese zahlet man vorzüglich des Darius Fa-milie nach le Brun, die er auf eine 6" breite Platteschmelzte. Man bewundert an diesem Bilde dasColorit, die Gesichtszüge, und alle den schönenAusdruck des Urbildes, welche Tourin vollkom-men nachzuahmen wußte. — Um gleiche Zeit mach-ten sich in dieser Kunst berühmt Dubie, ein Gold-arbeiter, der in den Galerien des Louvre wohnte,und Markiere von Orleans, der zu Blois arbei-tete.

Tourv (van der), ist der Familienname vonA> van der Rabel.

Tozzo (Joh. Baptist del). S. Tapanna.

Tradaldese oder Traballesi (Franz), einFlorentiner aus des Michel Ghirlandajo Schule,malte zu Rom, Florenz , und in verschiedenen an-dern Städten. Er arbeitete in allen Gattungen derMalerey, vornehmlich aber in Bildnissen. — Der-selbe hatte drey Bruder: Barrholoins genanntGobbo, ein Maler; Felix, ein Bildhauer undGicffer, und M'claus, ein geschickter Gold-schmied : Dieser arbeitete zu Paris , und trat nachseiner Ehefrauen Tod in den Dominicanerorden. —Sie harten auch fünf Schwestern, alle Malerinnenund Nonnen in dem Kloster St. Catharina zu Flo-renz . Alle lebten um 1600. Laistmrtcci 8ec. IV.

Traballesi (Julian), Maler und Kupferste-cher zu Floren; um 17(10. malte in der PfarrkircheGt. Andreas zu Siena eine Rundung auf frischenKalk. Er etzte auch, neben Andern», eine Beschnei-dung nach G. Reni; dann verschiedene Blätter nachden berühmtesten Gemälden zu Bologna und imFlorentinischen, die von Gandellim umständlichangeführt werden, /.ettcr-e 5» /Ätm-a V. » 52 .

Tradare (Jacob), Bildhauer von Mailand ,verfertigte das Bildniß Martin V. in Marmor,welches daselbst über dem Portale der Cathedral-kirche zu sehen ist. Er lebte um 1420. /.atrracka.

Traencker (Johann), war schon um 1710.bey noch jungen Jahren ein geschickter Civil- undKriegsbaumeister zu Berlin . Marperger.

Träger. S. Troger.

Trains (Franz), von Florenz , wird für denvorrreflichsten, geistreichsten und lebhaftesten Schü-ler des Andreas Orgagna gehalten. Seine Gemäl-de in der Dominikanerkirche zu Pisa bezeugen sol-ches, als worin er seinen Lehrmeister, im Coloric,Harmonie und Erfindung übertraf. Er blühete umi 38 o. /^a5M'i I. 187.

Tramazino (Franz), etzte 1H61. nach einerZeichnung von I. Baßi den Plan der alten StadtRom und einen feyerlichen Einzug in diese Stadt; einBlatt, welches sehr selten geworden ist.

Tranach (.. von), Kupferctzer, dessen ver-meintes Zeichen Tbrist S. loh. anführt.

Trans mandus, italienischer Maler, wirdvon Bruno in seinen Geschichten der sächsischenKriege angeführt. FrmrstL.

Transone (Ascanius della Ripa). S. Ton-

divi.

Travani (Anton und Joh. Franz), beydeStahlschneider zu Rom . Anron schnitt ib 65 . eineSchaumünze mit dem Brusibilde der Königin Chri-stina von Schweden . Aus dem Revers siehet maneinen Phönix mit der Devise: Makelos, einWort, welches die Gelehrte ihrer Zeit nicht zu er-klären wußten. Löhier V. S. igb. giebt davoneinen Kupferstich. Von Joh. Franz, der um ibhh.blühete, hat man neben Andern, das BrustbildAlexander VII .

Travi (Anton), genannt da Sestri, einerSradt im Genuesischen, lernte bey Bernhard Strozzi,