Band 
Erster Theil.
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675
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T r a u t m a n >1.

der ihn als einen arme» Jungen zum Farbenreibenangestellt hatte, und malte unter seiner Aufsichteinige historische Bilder; hernach aber lernte er beyGottfried Waels das Landschaftmalen, und über-traf seinen Lehrmeister darinn, indem er seine Ge-mälde mit geistreichen Figuren in Skrozzi's Ge-schmacke zu zieren wußte. Travi lebte 55 . I. undst. zu Genua 1668. Er hinterließ Söhne, dieauch Maler waren, aber mit schlechtem Erfolg ar-beiteten. §ox,a,rr p. 24».

Traurmann (Joh. Georg), Maler von Zwey-brücken, setzte sich zuFrankfurth am Mayn. SeineGemälde stellen angenehme Gesellschaften vor, wo-rin er den Gottfried Schalken nachzuahmen suchte.Sein Pinsel ist zart und markigt. Er st. 1769. 85 .I. alt. Aemr/ p. 90.

Trebuchees ), Bildformer der in Wachsarbeitete, blühete zu Paris um 1770.

Treccia. S. T- Terzi und I. Trezzo.

Trechter; Beyname von T. Duytling.

Tremblet (Bartholomö), französischer Bau-meister, lebte um 1620. zu Paris Michel l'Asnehat sein Bildniß in Kupfer gestochen.

Tremblin ( ), franz. Architektur Maler,

arbeitete um 1748. zu Paris .

Tremiglione (Alexander), Bildhauer undBaumeister zu Venedig , zeichnete und führte denBau der Vorderseite an der Kirche St. Moses undzierte sie mit Statuen von seiner Arbeit. Er bauteauch den Pallast Fini an dem großen Kanal und dieKirche Ct. Thomas, von welchen die Vorstellungenin des L. Carlevarys Sammlung zu finden sind.Dieser Künstler blühete um 1680.

Tremaillere (Peter Carl), geb. zu Cholletin Poitou i7«Z. Der ältere I. Baptist Vanloo warsein Lehrmeister. Treinoillere gewann etliche Preisein der Academie zu Paris und erlangte die gewöhn-liche Pension, die der König junge Künstler, welchevergnügliche Proben ihrer Geschicklichkeit zeigen,gemessen läßt. Er gieng daher in Italien , wo ersich sechs Jahre aufhielt. Dieser Maler hatte einenedeln und großen Styl. Man bemerkt in seiner Com-position Zierlichkeit und Genie, Richtigkeit in derZeichnung, und schöne Auswahl in den Stellungen.Er lebte eine allzukurze Zeit, als daß man von demganzen Umfange seiner Talente ein richtiges Urtheilfällen könnte. Eine schwächliche und langsam ab-nehmende Gesundheit verhinderte ihn gegen dasEnde seines Lebens die nöthige Studien fortzusetzen.Man gewahrt auch in seinen letzten Gemälden eineschwache Färbung. Einige von seinen Werken fin-det man bey den Carthäusern und in dem Hotel vonSoubize, zu Paris . Die Kirche St. Maria degliAngeli alle Tcrme zu Rom besitzt von diesem Künst-ler eine Kopie nach Franz Vanni Bilde in der St.Petcrskirche, welches Simon den Zauberer vorstellt.Man findet auch Arbeiten von ihm in den den Kir-chen zu Lyon. Tremoillere st. zu Paris 1709. Eretzte selbst zwey Blätter von den sieben Werken derBarmherzigkeit, nach seiner eigenen Erfindung undetliche Stückenach A.Wateau. Fessard, Ravenet,u. s. f. haben nach ihm gearbeitet. ci'^»-§e»5ur7/e.

Trenro (Anton da), studierte unter FranzMazzuoli, genannt Parmesan, und würde eintreflicher Maler geworden seyn, wenn ihn sein Lehr-meister nicht zum Formschneider gezogen hätte, ^ndieser Kunst machte er sich durch verschiedene Blät-ter berühmt, die er nach seinem Lehrmeister undandern Malern mit drey Stöcken in dem Geschmackedes Hugo da Carpi arbeitete. Er blühete um i 53 o.S. die Art. Mazzuoli und Tarpi .

(Joseph da). S. H. da Gazuolo.

Treu (Catharina), geb. zu Bamberg 1747.war eine geschickte Mahlerin von Blumen undleblosen Gegenständen. Sie arbeitete zu Mannheim ,und ihre Gemälde kamen in England und in andere

Trezzo. 675

Lander. Ein Bruder von ihr Malte Landschaften/und ein anderer Geschichte und Bildnisse.

Treu (Martin) deutscher Kupferstecher, lebttum r 54 c>. Man findet sein Monogramm bey ChristS. Zig.

Trevigi (Darius da), lernte bey JacobSquarcione und war um i 5 oo. ein geschickter Ma-ler. TöräoA l. 68.

oder Treviso (Hicronymus da),

Schüler Titians, gelangte durch seine ungemeineNaturgaben gar bald darzu, daß er mit besondererZartheit nach Raphaels Manier zu Genua, Bolo-gna und Trient in Oel und in Fresco malte; mansiehet auch von seinen Werken in einer Kapelle derKirche St. Salvator zu Venedig . Als ihm zuBologna ein anderer Maler aus Partheylichkeit vor-gezogen wurde, ward er darüber verdrüßig und giengauf Einrathen einiger seiner Freunde in England,wo Heinrich VIII. ihn sehr gnädig empfieng undmit einem Gehalt von 400. Thalern zu seinem Hof-maler und Kriegsbaumeister annahm. In dem un-glücklichen Kriege zwischen Frankreich und Englandverlohr er r 544 - in der Belagerung der Stadt Bou-logne in der Picardie durch einen Kanonenschußsein Leben. I. 214.

(Ludwig da). S. Toepur.

Trevio (da), Beyname von B. Burrinone.

Trevisani (Franz), geb. zu Capo d'Zstriaan den Gränzen von Triest i 656 . lernte die An-fange der Kunst bey seinem Vater Anton, einemgeschickten Baumeister, hernach bey einem gewissenniederländischen Maler, und endlich bey ÄnronZanchi, den er anfänglich nachahmte. Don Ve-nedig gieng er nach Rom , wo er für viele öffentlicheGebäude arbeitete, und den günstigen Anlaß hatte,einige trefliche Gemälde nach Correggio und PaulVervnese sür den spanischen Gesandten zu kopiren.Sei» Gönner, der Cardinal Flavius Chigi, wirkteihm bey dem Pabste den Christusorden aus. Unterseinen vielen und sehr schönen Kirchengemäldenbefinden sich auch der Prophet Baruch in der KircheSt. Johann von Lateran, und seine Werke wur-den an alle europäische Höfe begehrt. Er war in allenArten seiner Kunst geübt; malte Geschichte, Bild-nisse, Architektur, Seestücke , Landschaften, Thiereund Blumen. Trevisani starb zu Rom 1746. undward in der Kirche St. Giovanni della Malvabegraben. G Maßt, I. Chereau, B. Sintes, P.A. Kilian, u. s. f. haben nach ihm gestochen. 71 ?«-rro IV. 99.

Trevisano (Angelus). S. Trwisano.

Treviso (Georg da), genannt Rafaello, eintreflicher Maler, zierte 1427. den Ieitthurm desPallastes des Hauptmanns zu Padua .

Trevir (Robert), engl. Baumeister, zeichnetedie von Christoph Wreen erbaute St. Paulskirche zuLondon , die I. Simon etzte. Man hat auch davoneine Kopie von P. Schenck zu Amsterdam .

Trezzi (Aurelius), baute um 1590. die Pfarr-kirche St. Stephans in Broglio und die Carmeliter-kirche St. Carlo zu Mailand . LaMaäa.

Trezzo (Cosinus da>, berühmter Bildhauer,Giesser und Edelsteinschneider, arbeitete sieben Jahrefür Philipp II. in Spanien und verfertigte den kost-baren Tabcrnackel der Kirche im Escurial, wozu erlauter kostbare Steine, die in dem Königreich selbstgefunden werden, gebrauchte; man ließ ihm auchdie besondere Ehre wiedersahren, daß sein Namein der daran befindlichen Zucignungsschrift, gleichnach des Königs gesetzt wurde. Trezzo grub fer-ner für diesen Fürsten das spanische Wappen ineinen Diamant. Er wird für den ersten gehalten,der sich unterstand, Figuren in diesen, bis auf seineZeiten unbezwinalich gehaltenen Edelstein zu graben.Auch erfand er verschiedene Werkzeuge von Drcch-seleisen, Rädchen, Feilen, u. s. f. die den heutigenRrrr