Band 
Erster Theil.
Seite
676
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K16 Trezzv.

Künstlern ihre Arbeit sehr erleichtern. Er blühet«um lS/o. Die Erfindung, in Diamant zu graben,wird von I. P. Lamozzo u. a. Schriftstellern demClemens Birago, des Terzzo Landsmann, Zeit-genoß und Mitarbeiter an dem spanischen Hofe zu-geschrieben. Eben diese Kunst muß auch den Antikennicht unbekannt gewesen seyn. Lippert fuhrt in sei-ner Sammlung fünf dergleichen gegrabene Steinean, von denen er versichert, daß sie alle Merkmaledes höchsten Alterthums tragen. Sa/-ir»«cci 8ec. 4.

Trezzo (Jacob da), Edelstein- und Stahl-schneider ; blühet« um die Mitte des XVI. Jahrhun-derts zu Mailand . Röhler I. S. 33 . giebt einenStich nach einem treflichen Medaillon dieses Künst-lers , der die Brustbilder Ferdinands Gonzaga, Gu-*>ernators zu Mailand , und seiner Gemahlin Jsark.lla Capua vorstellet, und (VII.2 ) das Brustbildder Königin Maria von England . III. 292.

Der gleiche Schriftsteller führt ihn II. 62s. unterdem Namen Jac. d'Uvanzi an.

Trisni. S. Train».

Triarre. S. Irrste.

Tribilia (Franz). Die verständige Architektur,welche den Wassergehalt«! des öffentlichen Palla-stes zu Bologna bedecket und zieret, ist von diesesKünstlers Erfindung, ^rro-o.

Tr 1 b 0 1 0 (Niclaus Pericoli genannt). DiesenBeynamen gaben ihm seine Mitarbeiter, weil er fie(zufolge des von seiner Kindheit an bey ihm ver-spürten unruhigen wilden und ungestümen Wesens)beständig plagte. Aus eben dieser Ursache, ward seinVater, ein Zimmermann, genöthigt, bey Treibungseines Handwerks ihn durch harte Arbeit zu zähmen.Tribolo lernte darauf die Zeichenkunst bey NanniUnghero , und das Bildhauen bey Jacob Sansovi-no. Er gelangte in dieser so wohl als auch in derBaukunst zu einer solchen Geschicklichkeit, daß erfür Päbste, Könige und Fürsten Palläste und Kir-chen aufführte, auch Brunnen und Statüen verfer-tigte. Er st. 2565 . 65 . I. alt, und wurde in derDarfüßerkirche zu Florenz begraben. ^arari Iil.394.

Tricher du Lresne (Raphael), französi-scher Edelmann, ward auf Unkosten des Königsnach Rom gesandt, wo er die Maler- Bilbhauer-und Baukünste studirte. In » 65 ». gab er die Ab-handlung des Leonhard da vince von der Male-rey samt desselben von R du Fresne verfertigtenLebensbeschreibung zu Paris in Druck. DiesemWerke find die drey Bücher von der Malerey, und«iu« Abhandlung von der Bildhauerkunst von LeoBaptist« Alberri, nebst dessen Leben mit FigurennachM.A. Bouonaroti, N.Poußin und C. Errardbeygefügt. D» Fresne schrieb auch Regeln überdas Ebenmaaß und die Perspektiv. Lr-arrentr.

Trichter. S. Trechter.

Trich-Trach. S. L. Gandolfo.

Triga (Jacob), Maler zu Rom , von welchemman sehr viele historische Stücke in den dasigenKirchen findet, lebte um 1710. Tliti.

Trippel (Alexander), von Schafhausen ge-bürtig, kam als ein Instrumentmacher mit seinemBruder, einem Maler, nach Koppenhagen, wo erdie Bildhauerkunst bey Wiedevelt erlernte. Er ar-beitete seither zu Dresden , und erhielt auf dasigerAcademie einen Preis; hierauf hielt er sich einigeZeit zu Paris auf. Endlich nahm er sich 1776. vor,seine Studien zu Rom fortzusetzen, wozu er durchhohe Gönner in der Schweiß aufgemuntert und un-terstützt wurde. Ein ruhender schweizerischer Her-cules , in der Proportion von 4^ , zeigt viele Kennt-niß seiner Kunst. Sein Bruder erhielt 1767. aufder Akademie zu Koppenhagen den Preis gegen eilfMitbuhler, durch Verfertigung eines Gemäldes,welches die Salbung Salomons vorstellte. Er starbaber ein Jahr hernach erst 22. I. alt. äSn.

(Joh. Heinrich) von Schafhausen in

Trochi.

der Schweitz , mahlte kleine Gegenstände mit Ver-stand und außerordentlichem Fleiße. Seine beßteArbeit kam an den kaiserl. Hof nach Wien . Er warauch in der Perspecliv und Meßkunst sehr geschickt,st. aber 1708. bloß 25. I. alt Füßl» III. 74.

Trippes. S. B. Flamael, seinen Schüler.

Triff, no (Joh. Georg), berühmter Dichter undBaumeister, aus einem adelichen Geschlechte vonVizenza gebürtig. Er verfertigte die Risse zu einemsehr schönen Landhaus« zu Criccolo an dem Fluß«Astego im Venetianischen, woran Andreas Palla,dio die ersten Grundsätze der Baukunst erlernte.Tristino st. i 55 o. 72 I. alt.

Tristan (Ludwig), aus einem Dorfe nahe beyToledo gebürtig, lernte bey Dominicus Greco,den er in der Richtigkeit der Zeichnung sowohl alsin dem guten Geschmack übertraf. Seine vornehm,sten Gemälde sind das H. Abendmahl in dem Spei-sesaal des Klosters Silla unweit Sevilla , welchesihm mit 200. Dukaten bezahl» wurde; einen Almoesen austheilenden H. Ludwig in dem Kloster des H.Petrus Martyr , und die Tafel des großen Altarsin der HieronymiteniNonnrnkirche, welche für seinMeisterstück gehalten wird. Er st. zu Toledo 1649.

54. I. alt. 84.

Triva (Anton), Maler von Reggio , lerntebey I. F. Barbieri, genannt Guerrino. Derselbeward in Erfindung, Zeichnung und Colvrit ein tref,licher Meister, und arbeitete sowohl mit der linkenals mit der rechten Hand. Trios verfertigte einigeGemälde für die Kirchen zu Venedig . Dann stander an dem churfürstlichen Hofe zu München , wo er2699. 7Z. I alt starb. Er radrrte eine keusche Su-sann«. Von seiner Schwester Flaminia findetman in der Nonnenkirche der Schule de Zoppi zuVenedig ein Gemäld, welches die H. Dreyfaltigkeitvorstellt. Beyde werden von Boschini S. 628. und536 . sehr gelobt.

Trivellin» (Franz), geb. zu Bassano 1660.lernte bey Joh. Baptist Volpato, der über seinegroßen Fortschritte eifersüchtig ward. Allein, dader Schüler die Manier der Baffanen nachahmenwollte, griff er es so schlecht an, daß seine Gemäldetrocken und hart schienen, indem er die starke An-lage ihres Colorits verfehlte- Indessen verliebte sichein Halbkenner, der etliche Gemälde der Baffanenbesaß, so sehr in Trivellin,'» Arbeit, daß er seineOriginale gegen diese vertauschte. Dieser Malerward in den letzten Jahren seines Lebens blind,und st. um 2733. ^ercr p. 265.

Trivio (da), Beyname von Bartholomö daUrbino , des Bramantes Lazzari Lehrmeister.

Trivisano oder Trevisan» (Angelus),geb zu Venedig 1669. übte in seiner Jugend dieTanzkunst; hernach lernte er die Malercy bey An-dreas Celesti. Er arbeitete in seinem Vaterland mitdem Ruhm eines guten Geschichts- und treflichenBildniffemalers. Man stehet von ihm viele Bilderin den Kirchen zu Venedig . Das Colorit in seinenhistorischen Tafeln ist gemanirt, falsch und unange-nehm, und fällt ins Rothe; aber die Ausarbeitungist schön. Eines von seinen beßten Werken ist dieVertreibung der Verkäufer aus dem Tempel, inder Kirche, St. St. Cosma und Damianus. DieserKünstler st. 1746. /ÄLL» 1 '. II. k. 2 x. 1.

(Camillus), Maler zu Venedig ; arbei-tete mit Marc Torbido. Er wird von vasar» indem Leben des Liberale angeführt.

Trochi (Alexander Maria), geb. zu Bologna » 653 . lernte bey Johann Viani, in dessen Schuleer die ganze-Lebenszeit seines Lehrmeisters blieb. Erzeichnete sehr richtig und kopirte die Gemälde deralten Künstler mit vielem Fleiß und Genauheit.Trochi malte in Oel und Fresco Figuren, Bildnisse,Perspektive, Thiere, u. s. f. Man stehet von ihm inder St. Paulskirche die i 5 . Geheimniste des Rosen-kranzes, welche das Altarblatt der Capelle Bonvist