6go Vaart.
dam und London . Der Churfürst von der Pfalz ließ durch ihn kostbare Gemälde in den Niederlan-den aufkaufen. — Tyssens Bruder malte schöneLandschaften mit Figuren und Thieren nach Berg-hems Geschmacke. III. 36 i. u. 066.
V.
vaarr (Johann van der), geb. zu Hatlem
1667., malte zu London Bildnisse und Geschichte,und starb daselbst 1721. I. Smith, P. Pelham,W Faithorne, B. Lenü u. s. w. haben nach ihm ge-stochen. Er selbst hat auch in Schwarzkunst ge-arbeitet.
Vabeele (P), Medailleur in Holland um1670. Lizor giebt verschiedene Stiche von seinenMedaillons.
vabrio. S. vaprio.
vacario (Andreas), hat, neben Andern,, einZeichenbuch von 24. Blättern nach I. Franz Valesioseetzt.
vacca (Andreas), Bildhauer von.Carrara ,verfertigte 1723. die Statue St. Johann des Täu-fers für das Taufgefäß des auf dem bischöflichenPlatze zu Pistoja stehenden Batkisterio. LeyßlerBrief XU.
— — (Cesar), «in Römer, lernte die Kunstin Musiv zu arbeiten bey I. Baptist Calandra.Don seinen Werken siebet man in der Kirche St.Laurentius außer den Mauern der Stadt Rom .7 -tr.
— — (Flamlnius), geb. zu Rom um i 538 .,lernte bey Rinccn; Roßi. Derselbe zierte viele Kir-chen, Platze und Brunnen mit Statuen, und würdenoch viel mehre» verfertigt haben, wenn er nichtseine meiste Zeit mit Ergänzung antiker Werke zuge-bracht hätte. Flamimus arbeitete für Sixt V. und für den Großherzogen von Florenz . Er starbzu Rom unter der Regierung Pabst Clemens VIII .und ward in der Kirche St. Maria rokonda begra-ben , wo man ein Monument mit seinem Drustbildefindet. Seine Grabschrifl wird von Reine,; S.»22. angeführt. Seine wichtige historische Nach,richten von den Alterthümern zu Rom , hat der P.Montfaucon in seinem Diario Italic» übersetzt,geliefert. S. I. Sciarano. FaZ/rom p. 67.
vaccaro (Andreas), geb. zu Neapel i 5 g 8 .,lernte bey Hieronymus Jmparato. Derselbe folgteAnfangs des M. A. Merigi Manier; aber aufEin,rathen des Ritters Stanzioni verließ er diese nacheiniger Zeit, und stndirte nach Guido Reni . Erarbeitete Vieles in seiner Geburtsstadt, worunterdie Darstellung der H. Jungfrau im Tempel in dergroßen Kapelle der Kirche Pieta de Tuxchini füreines seiner beßtcn Gemälde gehalten wird. vac-caro st. 1670. Domemci III. i 3 b. — Ein andrerAndreas vaccari oder vaccaro, von Rom odervon Genua gebürtig, malte eine Abnehmung vomKreuze mit einem sehr schönen und kräftigen Colorik.Guarienri berichtet, er habe dieses Gemald inder Kirche St. Maria di Lorelto della Nazione ila-liana zu Lissabon gesehen. Er lebte um 1870. I.Camerata hat nach einem dieser Künstler für dieDresdner-Galerie (II. 56 .- ein Devotionsstück,und I. L. Valesio ein Zeichenbuch von 24. Blätterngestochen.
— — (d'Andrea), Beyname von AndreasFalcone.
— — (Dominicus Anton), geb. zu Neapel
1681., lernte bey seinem Vater Loren; und beyFranz Solimena . Er war ein trcflicher Maler,Bildhauer und Baumeister, der mit größtem Ruhmin diesen drey Künsten arbeitete, vaccaro lebtenoch 1740. und hatte zween Söhne: Ludrvig, derseinem Vater in bemeldten Künsten mit gleicher Ge-schicklichkeit nachfolgte; und Andrea«, der sichallein auf die Baukunst legte. Domenrcr III. 479.
— — (Franz), Maler von Bologna , lerntebey Franz Aldani. Derselbe arbeitete Vieles in den
Vajani.
Kirchen und Pallastcn der Stadt Bologna und dor-tigen Gegenden. Neben Anderm malte er in Frescodie Verzierungen eines Altars in der Kirche St.Vitalis. vaccaro schrieb ein Buch von der Per-spectiv, zu welchem er die Kupferplakten selbst ra-dirte, und eignete es dem Rathsherrn Beccatelli zu.Er blühete um 167». und begab sich aus seinemVaterland« hinweg; von tiefer Zeit an weiß mannichts mehr von ihm. /ekma xittrrce III. 2^2.
vaccaro (Loren;), geb.zuNeapel i 655 ., lernt«bey Cosmus Fonsaga. Er legte sich auf die Bau-und Bildhauerkünste, in welchen er viele und sehrschöne Werke verfertigte. Zuweilen übte er sichauch in der Malcrey, worin er seinen vertrautenFreund Solimena nachahmte. Dieser treflicheKünstler ward 1706. durch zween Meuchelmörderauf feinem Landgute Torre del Greco mit Flinten-schüssen getödtrt. Er hat auch nach F. Baroziou. s. w. gretzt. SoEmcr III. 467.
— — (Niclaus), Maler von Nsapel, lerntebey feinem Vater Ilndreas, bey Salvator Rosa ,und zu Rom bey Niclaus Poußin. Er malte nachdieser letzten Manier Fabeln und Bacchanalien mit1 hohen Figuren. Man siehet auch in Kirchen,Pallasten und Privatbanken, von seinen historischenGemälden in Oel und Fresco. Eine Sängerin,in die er verliebt wurde, bewog ihn, seine Kunsteine geraume Zeit hintanzusetzen, wodurch-er sichaber unglücklich machte; in solchem Zustande starber 1709. 7H. I. alt. /)o»re»rcr III. 162. u. 2^2.
vaccellin, (Ca-etan), Kupferstecher von Ca,stello St. Giovanni, im Gebiete von Bologna , geb.um 174«., lernt« die Zeichenkunst bey dem jüngernHercules Graziani; hernach ward er auf Unkosteneines Gönners nach Florenz zu Carl Faucci in dieLehre gethan. Daselbst etzke er für des I. AllegriniVerlag die Bildnisse einiger berühmter Florentiner;St. Joseph und St. Franciscus de Paula nach S.Conca u. s. w. vacellin, kam 1768. „ach Bologna zurück, wo er, erst 22. I. alt schon schöne Probenseiner Talente zeigte. ?e/rr'-ia x-üt-ice III. 240.
vadd er (Ludwig de), geb. zu Brüssel um , 56 o.,war ein großer Landschaftsmaler. Derselbe be-trachtete oft auf dem Felde das Aufgehn der Sonne,welche die Dünste und Nebel vertreibt, und die Fer-naugen allgemach entdeckt. Seine Gemälde sindsehr natürlich; er wußte die mit Dünsten angefüllt«Luft wohl vorzustellen. Seine Bäume sind von gu-tem Geschmacke, wohl ausgearbeitet, und ihr Wie-berschein zeigt sich auf eine angenehme Weise in denWassern, womit er feine Landschaften zierte. Erhat nach seinen eignen Zeichnungen geetzr. Der-cam^r I. 236.
vaenius. S. veen.
vaesbrug (Johann). S. Verbrugh.
vaga (Perino del), Beyname von p. Buo-nacorsi.
vaggelIi (Bartholome). S. M. S- Benz».
Vagheri (Angelus). S. F. EamiHiani.
Vagb» (Thomas). S. VN Eastrucci.
Vajani (Alexander oder Horaz (, genannt/iorrenrins, arbeitete zu Mailand , wo er mit unge-meinem Fleiß 'drey Biider für den Hauptaltar derKirche St. Bernhardus verfertigte. In der KircheSt. Antonius sicher man von ihm die Ausgießungdes H. Geistes, und in der Kirche St. Bernhardinsein« Geißelung Christi; ein Gemäld, welches fürein Werk des altern Palma angesehen würde, wennman nicht auf dem Saum des eisernen Handschuhes,der auf dem Boden liegt, dem Namen des vajaniläse. Man siehet ferner von ihm in der Barfüßer-kirche die H. Jungfrau mit den Stiftern des Corme-literordens, und in der Kirche St Petrus, Chri-stus auf einer Wolke sitzend; auf dem Grunde stehenvier Jungfrauen. Diese, Künstler matte auch Spie-ler, Raufer u. s. f-, worin er die Leidenschaftenfehr lebhaft abbildete, und mit einer guten Zeich-