Band 
Erster Theil.
Seite
682
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6Z2 Valdani.

helmus, Herzogs von Acquitanien, in der Augurstinerkirche St. Marcus zu Mailand eine Tafel fin-det, worin die H. Jungfrau Maria mit gedachtemWilhelm vorgestellt sind. Er malte für die KircheSt. Felix zu Pavia den Tod der H. Maria, worinman die Jahrzahl i 663 . findet. 7 o»-re x. 267.

valdani (Alexander), von Lugano , malteverschiedene Aliarblätter für die Kirchen zu Pavia ,Como u. s. w. Sartori II.

valder (Gerard), von Straßburg gebürtig,arbeitete fast beständig an dem kaiserl. Hofe zu Wien ,und blühete um 1670. Giulianelli halt ihn füreinen Edelstcinschneider. Vielleicht ist er einer vondem Geschlechte der walrher, die in diesem Lex.angeführt werden.

valderanus. S. Aesculanus.

valdes (Don Johann de), Maler, Bild-hauer und Banmeister von Sevilla , lernte dieseKünste aus eignem Genie, und seine Werke glei-chen in keinem Stücke der Arbeit anderer Meister,obwohl sie alle ihre Schönheiten an sich haben.Ohne sein Vaterland zu verlassen, Rom oder Vene-dig gesehen zu haben, schuf er sich eine eigne Ma-nier, und brachte jene Wissenschaften auf einen ho-hen Grad der Vollkommenheit. Man findet in sei-nen Gemälden eine schöne Färbung, reiche ComsPosition, zierliche Ordonanz, sehr correcke Zeich-nung , vonrcflichen Geschmack, edle Gedanken, undungemeine Geschicklichkcit im Ausdruck der Leiden-schaften. Er war Director der Academie zu Seville,und st. 1691. 60. I. alt. S. Lerrere su lapirruraVI- 519. ^e/a§co 19/,.

valdor (Johann), Kupferstecher von Lüttich ,arbeitete um i6§o. zu Paris , und ahmte in seinenLandschaften den Wenzel Hollar nach. Er zeichnetedie Siege Ludwig Xlll. und etzte einige Stücke da-von selbst. Dieses Werk hestehet aus §9. Platten,und ist zu Paris 16Z9. in Folio gedruckt. G. Rous-selet, L. Vorstermann u. s. f. haben nach seinenZeichnungen gestochen. Seine Blätter werden aufL6. geschätzt. Sara».

— — (Ludwig), etzte Landschaften nach I.Fouquieres. W. Hollar hinwieder hat nach ihmgearbeitet.

— — ( ), Stahlschneider, der um i 65 o. zu

Paris arbeitete. S/. /e III. i 3 i.

valdugia (da), Beyname vonGaudentiusFerrari.

vaIee (Alexander), französischer Kupferstecher.Don ihm kennt man (»688.) das Bildniß des Car-dinals von Guise u. s. w. In itiin. zeichnete undetzte er die Reise Heinrich IV. nach Metz , samt de-nen in dieser Stadt gehaltenen Feyerlichkeiten auf»9. Blätter. 6a»ste/iim.

— — (Marin de la), Baumeister und Aufse-her der Gebäude in Diensten der Königin Christina in Schweden . I. Marot, H. David u. s. w. ha-haben nach ihm gestochen.

— — (Simon), französischer Kupferstecher,lernte bey dem ältern Peter Drevet, und blüheteum 1720. Er arbeitete in des Crozat Sammlung,und einige andere Blatter nach de Troy, Cazes,Rigaud u. s. f. Sara».

valegi 0 (Joh. Franz). S. valesio.

— — (Joh. Jacob), Kupferstecher von Verona ,arbeitete um 1670. nach B. Campi, Titian , P. Fa-rinako u. s. f. Sanste/ü'«-. Vielleicht ist es I. I.Caraglio.

Valence (Johannde), Schüler von Raphael,der in dem Catalog von Crozat's Zeichnungen S. 86.angeführr ist, bedeutet vermuthlich J.B. Juanez,der aber eher für dieses großen Künstlers Nachah-mer, als für einen eigentlichen Schüler kann gehal-ten werden.

Valentin (Moses), geb. zu Colomiers in derfranzösischen Landschaft von Brie 1600., kam sehr

Valerien.

jung in Simon Vouets Schule, und gieng wenigeZeit hernach in Italien. Er folgte zu Rom der da-mals beliebten Manier des M.A. Merigi, und ar-beitete viel für den Cardinal Franz Barberini, derauch dazu verhalf, daß ihm die Tafel des H. H.Processus und Martian für die St Peterskirche zumalen anvertraut wurde, ein Bild, welches sehrgeschätzt wird. Valentin erhitzte sich bey heißerSommerszeit eines Tags mit vielem Trinken undSchmauchen, badete zur Abkühlung in kaltem Was-ser, und zog sich hierdurch eine innerliche Entzün-dung zu, woran er nach wenig Tagen starb. Inseinen Gemälden stellte er gewöhnlich Musikgesell-schaften, Spieler, Soldaten und Zigeuner vor; erhielt sich beständig an die Natur ; seine Arbeit istleicht, die Färbung kräftig, und seine Figuren wohlgeordnet; er drückte alles sehr stark aus, suchteaber selten das Zierliche in seinen Gemälden anzu-bringen, und wegen seiner allzufertigen Hand fehlteer oft wider die Richtigkeit in der Zeichnung. Va-lentin folgte zuweilen Poußins, seines vertrautenFreundes Manier; dannzumal arbeitete er in einemnatürlichen und markigten Styl. St. Bandet, O_.Boel, E. Rousselet, I. Boulanger, Gagnieres,kisibene u. s. f^ haben nach ihm gestochen. st'^r-

§e-i5ville.

Valentin ( ), Schwarzkunststecher, arbei-

tete um 1766. zu London nach B. West u. s. f.

Valentin»' (Peter), römischer Maler, wirdvon T'ti in Beschreibung der Kirche St. Carlo aCatinari angeführt. Er lernte seine Kunst bey I.Maria Morandj. Sa^co/i II. i 36 .

valenrinianus, römischer Kaiser, war ne-ben vielen andern Wissenschaften auch in der Male-rei) und in der Bildkunst wohl erfahren,

Valentins ( ), von Orta, malte drey

große Tafeln für die Kapelle des H. Grabes zu Darrallo. Sarto/r II.

Valenz« (Vittoria da). S. v. vittoria.

valeri (Anton), Baumeister, gab die Zeich-nung zu dem Altare der H. Jungfrau in der Kirchedes H. Abtö Egidius, zu Rom . Koma mttrca emoster-ra.

valerian» (Joseph und Dominicus), vonRom , bemalten die Decke der großen Kapelle in derBarfüßer-Carmeliterkirche zu Venedig mit Verzie-rungen und Figuren. Dann sehr schöne Dekoratio-nen für die dasige Schaubühne. Beyde arbeitetenauch in den konigl. Pallästen zu Turin und Sturpinigi. Diese Künstler gestanden, daß sie die indergleichen Arbeit erlangteGeschicklichkeit dem MarcRicci zu verdanken hätten. I. Baptist Grone warihnen in diesem Werke behilflich. ^a»rttr p. 63 1.

— — (Joseph), Maler von Aquila, wolltein dem Colorit den Sebastian del Piombo nachah-men , bediente sich aber in den Schatten allzuvielder schwarzen Farbe; und da er das Große in sei-nen Werken suchte, verfiel er in's Plumpe. Als eraber nachher in den Jesuilerorden trat, und bey die-sem Anlaße die Gemälde zu Rom sah, milderte erseine Manier, und brachte sie auf das Natürliche.Er starb zu Anfang des X VII. Jahrhunderts in ho-hem Alter zu Rom, und ward in der Kirche Jesus begraben. Von seinen Werken siehet man in gleichgeineldter Kirche und in St. Spirito in Sassia.Mathan hat nach ihm gestochen. Sa§/io»i p. 78.

— — (Julius), geb. zu Bologna » 663 ., lerntedie Malerey bey Carl Cignani, und arbeitete in sei-ner Geburtsstadt. Er hatte eine gu»e Kenntniß vonden Zeichnungen und Gemälden berühmter Meister,und wußte die durch Alter und andere Zufälle ver-dorbenen Gemälde auszubessern und in den vori-gen Stand zu setzen. 6r«arie »tr.

Valerien (Frere), französischer Barfüßer-mönch, (Necoller) baute um 16/48. die schöne Treppeseines Klosters zu Lyon. st. i. st. Vr-o».