Valerio.
valeris. S. vincentino.
valerius, antiker Baumeister von Ostia ,baute die Schaubühne zu Rom . M»i«5 H. XXXVI.L. i 5 .
valesio (Dionysius), von Parma, der um17Z0. lebte, etzte neben Anderm einen H. Georg, derden heidnischen Göttern zu opfern gezwungen wird,nach P. R. (vermuthlich Peter Rotari). Diesesgroße Blatt ist dem Cardinal Quirini zugeeignet.
— — (Joh. Franz), Bildnißmaler und KurPfcretzer zu Bologna um 1600. Er arbeitete nachL. Carraccio, P. Fäcini u. s. f. A. Vaccario hatnach Ihm ein Zeichenbuch von 24. Blättern und F.Colignon eines von ig. Blattern geetzt. Sein Werkwird von dem Abt von Marolles auf 6i. Stückegeschätzt. Dieser Künstler wird auch vonBoschitti,und in: Roms moclerns angeführt.
— — (Johann oder Johann Ludwig), von
Bologna , war anfangs ein Fecht-, Tanz- undLau-renmeister; hernach half er seinem Bruder, einemgutem Schreibmeister, und zierre seine Schriften mitsehr schönem Laubwerke. Damit er nun in dieserArbeit desto besser fortkommen konnte, bat er denLudwig Carraccio, daß er ihm Löwen, Adler, Ge-nien und andere Figuren zeichnete, um sich dersel-ben nach Gelegenheit bedienen zu können. Nach die-sen siudirte valesio beständig; fieng an in Minia-tur zu malen, darnach in Kupfer zu etzen, und end-lich versuchte er es auch in Del. Durch Vorspruchseiner Freunde und durch seine Wohlredenheitbracht' er es so weit, daß er seine Arbeit in Sälen,Plafonds und Kirchen anbringen konnte, mußteaber auch die Schande erfahren, daß eines seinerschlcchtgerathenen Gemälde in der Dominikaner-kirche zu Bologna bey Nachrszeit von den Mönchenmit Kalk ausgelöscht wurde. Er gieng darauf nachRom , wo er die Kunst des Kardinal Ludovist, nach-herigen Gregor X V. erlangte, der ihn zum Aufse-her seiner Gärten, Galerien, Kleiderkammer», s.f.machte, valesio lebte in großem Glück und An-setzn , und starb endlich unter dem Pontificat UrbanVIII . um 1640. Unter seinen Etzarbeiten findetman eine Sammlung von Einsiedlern in 00. Bl.,worin er die Sadelers nachgeahmt, Oapillon setztihn auch unter die Formschneider, sowohl im Hell-dunkel als mit Schrafierungen. II. iZg.
valerraf ), Architecturmaler, arbeitetein der berühmten Carthause zu Pavia , wo er diehistorischen Gemälde eines Carl Tane, ChristophSrorer, I. Baptist Earlone, Hercules procacrcini, Carl Franz hJuvolone, Daniel Crespi u. s. w.mit seinem Pinsel verzieren half. Ane-tosi II.
valerre ( . . la), treflicher Künstler in Mu-sivarbeit und erhabnen Figuren von feinen Steinen,hielt sich um 1/10. an dem Hofe zu Cassel auf, undwird von Uffenbach (I. 5 o.) angeführt.
valerro (Franz), etzte Friesen, Verzierungenvon Architcckur u. s. w.
valk (Gerard), holländischer Kupferstecher, ar-beitete um das Ende des XVIl. Jahrhunderts mitdem Grabstichel und in Schwarzkunst nach G. Knel-lcr, B. Graat, M. Musscher, A. Ostade u. s.f.Man hat auch viele Bildnisse von seiner Hand inLarrey's Geschichte von England. LaLau.
— — (Jcremias). S. Falk.
— — (Peter d«), S. valks.
— — (Simon). S. den Art. Adrian vander venne, seines Schülers.
valkaerr (Wernher van den), geb. zu Amster-dam um 1080., lernte bey Heinrich Golzius. Mansiehet von ihm einen St. Johann in der Wüste mitlebensgroßen Figuren, worunter die aufdemVor-grund stehende meist Bildnisse sind; er hat sich auchselbst darin abgebildet. Der H. Johannes ist vonschöner Proportion, wohl gemalt und in der Manierseines Lehrmeisters; man findet darauf die Jahrzahl
Valkerk. 6gZ
162Z. valkaert etzte auch einige Blätter von sei-ner eignen Erfindung; neben Andern eine schlafendeund von Satyren überraschte Venus, mit 1612.bezeichnet. l. 291.
valkemburg (Egidus van). S H. vattder Borchr, seinen Schüler.
— — (Friedrich van)> wird für Lucas Sohnund Schüler gehalten. Er malte Geschichte, vor-nehmlich aber Landschaften, und verfertigte 1612.die Ehrenpforte, die dem Kaiser Matthias zu Nürn-berg aufgerichtet wurde. P. Jselburg hak sie nach-her in Kupfer gestochen. Friedrich starb daselbst162Z. Doppelmayr S. 216.
— — (Heinrich von), Maler von Augspurg,
kam nach Venedig , wo er sich in AntomVaßilacchi'sSchule geschickt machte. Er sandte von da ausviele Gemälde seines Lehrmeisters in Deutschland ,welche daselbst theuer verkauft wurden. Nach des-sen Tod erbte Valkemburg viele Zeichnungen, wo-mit er seine Erfindungen bereicherte. Er kam nachAugspurg zurück, erlangte durch seine Arbeit einengroßen Ruhm und blühete um 1V28. 226.
— — (Lucas Und Martin vatt), von Mecheln
gebürtig, malten Landschaften in Wasserfarben.Sie arbeiteten in ihrer Vaterstadt und zu Antwerpen bis i 566 . da sie wegen entstandenen Unruhen sichnach Aachen und Lüttich begaben und die schönstenStädte dieser Gegenden und längs der Maas ab-zeichneten. Als die Ruhe in ihrem Vaterland wie-der hergestellt war, kehrten sie dahin zurück. Lucaswar nicht allein in Landschaften, sondern auch inkleinen Figuren, besonders aber in kleinen Bildnis-se» in Oel vortreflich. Diese letztere Gattung gefieldem Erzherzog Matthias so wohl, daß er ihn nachLinz berief und viele Arbeit verfertigen ließ. Ecstarb auf seiner Heimreise 1620. und hinterließ et-liche Söhne die in dieser Kunst berühmt wurden. —Martin, sein Bruder starb zu Frankfurt am MaynihZH. I. i49-
valkenburg (Theodor), geb. zu Amsterdam 1676., lernte bey Kuilenburg und bey Michel Mus-scher. Sein Vater war Schulmeister zu Campen,wo Theodor Gelegenheit fand, mit dem Bürger-meister Hermann von Vollenhoven, einem SchülerPhilipp Konings bekannt zu werden; dieser unter-richtete ihn aus besonderer Zuneigung in der Far-benmischung. valkenburg arbeitete hernach unterJohann Wecninp, und folgte dessen Manier in Ab-bildung zahmer und wilder Thiere und Dögel; auchmalte er gute Bildnisse. Er arbeitete in Geldernund Overyssel, that darauf eine Reise nach Deutsch-land , und hielt sich einige Zeit bey dem BaronKnobel. nachmaligen Bischof zu Eichsiadc, in Karzenellcnbogen auf. Der Prinz Ludwig von Baden ,welcher seine trefliche Arbeit sah, bot ihm vergeblichein Gehalt von 2000. Reichsthalern an, indem val-kenburg gesinnet war seine Reisen weiter fortzuse-tzen und Italien zu besuchen; vorher gieng er aufEinralhen seines GönnerS nach Wien , wo er einGemald für den Fürsten von Lichtenstein verfertigte,welches ihm mit i 5 u. Ducaten bezahlt wurde; undfür eben diesen Fürsten malte er noch drey Stückevon gleicher Größe, da er indessen in Tafel undBedienung frey gehalten wurde, valkenburg än-derte nun sein Vorhaben , und gieng wieder in icinVaterland zurück. Hier arbeitete er einige Zeit fürWilhelm III. König in England; nach dieses Für-sten Absterben bot ihm der Preußiiche Gesandte eineHofmalerstelle zu Berlin an, die er abermals aus-schlug, und sich so unglücklich verheyrathete, daßer gezwungen wurde, um seinem bösen und zänki-schen Weide zu entfliehen, nach Surinam zu reisen;allein die dasige Luft war seiner Gesundheit so wid-rig , daß er nach zweyen Jahren in sein Vaterlandzurückkehren mußte, wo er 172» starb. Seine Ge-mälde werden noch heut zu Tage in hohem Preisebezahlt. P. van Gunst, I. Houbraken n. s. f. ha-ben nach ihm gestochen. r.a/r Ooo/ II. 477.
valkert (Wernher van). S. valkaert.
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