schrieb eine Abhandlung von der Malerey, die 161g.zu Floren; gedruckt ist. Lottmr III. 499.
vasari (Lazarus), von Arezzo , malte anfangsnur kleine Figuren; da aber Peter della Franceecain diese Stadt kam, stiftete Lazarus mit ihm ver-traute Freundschaft, und ließ sich von ihm im Groß-malen auf frischen Kalk unterweisen. Von feinenWerken siehet man in den Kirchen zu Arezzo , Pe rugia , Montepulciano u s. f Er hatte eine unge-meine Gabe, Bewegungen und Leidenschaften ge-nau vorzustellen, vasari st. i > 52 . 72. I. alt undward in der Pfarrkirche zu Arezzo begraben.
§arr II. 371.
vascellini (Cajetan). S. vaccellini.
vasc 0 ( ), Portugiesischer Maler, ward in
dem ganzen Königreiche wegen seinen vielen undkreflichen Gemälden der große vasquez genannt.Alle königlichen Pallaste, Klöster und Kirchen wur-den auf des Königs Befehl mit seinen Werken ge-ziert. Aus seiner besondern Manier kann manmuthmaßen, er habe in des Perugino Schule stusdirt, indem er mit großer Richtigkeit nach der Weiseder damaligen Zeiten zeichnete, und seinen Figurennach Erforderung ihrer Leidenschaften anständigeStellungen gab. Er wußte auch seine Bilder mitschönen Architekturen und sehr natürlichen Land-schaften auszuschmücken. Seine meisten Werke be-stehen in heiligen Geschichten. Der Marchese diValenz« besaß von ihm acht Gemälde, welche dasLeben der H. Jungfrau Maria vorstellten. Aus al-ten Schriften hat man entdeckt, daß vasco um1^80. gelebt habe. Sttarientr.
— — (Johann), ein schlechter und einfältiger,dabey aber einbildischer Maler zu Neapel , lerntebey Franz Solimena , und diente seiner zahlreichenSchule zur Kurzweil. Er lebte noch 1742. in ho-hem Alter. Oanrenrcr III. 667.
vasco ni (Philipp), römischer Baumeister,etzte den Plan und die Aussicht des Spikhals vonSt. Gallicano zu Rom nach Ph. Rauzzini Baukunst;die Maschinen des H. Grabes und der 4 ». Stundenin St. Damaso, 1728. aufgeführt nach A. Mauri.Er zeichnete und ehre auch die Platten zu einemBüchlein: 6. /iranr»! iVIsnusl« öl /)rckitettura,welches 1718. zu Rom wieder aufgelegt wurde.
vasco nio (Joseph), ein Römer, machte sichmit einer fleißigen Manier, die des G. Reni ähn-lich zu seyn scheint, in Oel und Fresco so wohl inals auüer seinem Vaterlande berühmt. Er war um1667. Mitglied der Academie von St. Lucas. Sna-p. 2Z8.
Vase au. S- den Art Adam.
va selli (Alexander), von Rom, lernte beyHiacynlh Brandt und blühet« um 1680. Er maltenach den Cartons seines Lehrmeisters das Gewölbund die Tafel des Hauptalkars in der dasigen KircheSt. Giovanni della Malva. D'tr.
v asi (Joseph), Architektur - Kupferstecher ausSicilien gebürtig, arbeitete um 1760. zu Rom nachF. Fuga, A. Galilei u. s w. Er hat die schönstenAusfichten dieser Stadt in etlichen Theilen geetzt.Man hat auch von ihm einen Prospect, ab demBerge Ianiculus anzusehen, auf sechs großen Blat-tern.
vasini (Clarice), geb.zu Bologna 17Z0., übtedie Malerey und Bildhauerkunst. Man siehet vonihrer Arbeit in den Kirchen dieser Stadt, wo sieauch Ehrenmitglied der Academia Clementina wurde,xrttrice III. arg.
vasquez (Alonso), Maler von Ronda nahebey Sevilla, lernte bey Ludwig Vargas, dessen gu-ten Geschmack und westliches Colorit man in denWerken seines Schülers leicht erkennt. Seine Fi-guren sind sehr angenehm, zuweilen nur allzuleb-haft vorgestellt, und fallen oft gar in's Lächerliche.Er war in der Zeichnung vortreflich, und verstand
Vateair. Egg
die Anatomie sehr gründlich, wie män solches ausverschiedenen nackten Figuren, die man bey einigenPrivatpersonen findet, erweisen kann. Die Ge-wänder malte er sehr wohl, besonders den Sammt,vasquez st. i 65 u. 61. I. alt. / 5 eiarco 86.
vasallo (Anton Maria), Maler von Genua ,lernte bey Vincenz Malo, den er bald, in der Zeich-nung sowohl als in dem Colorit erreichte. Er ar-beitete fast in allen Theilen der Kunst, als in großenund kleinen Figuren. Geschichten, Bildnissen, vier-füßigen , fliegenden und kriechenden Thieren, Blu-men , Landschaften u. s. w. Wegen der angeneh-men Manier, womit er alle dieß malte, konnte ernicht Allen, die seine Arbeit suchten, nach Verlan-gen entsprechen. Seine zur Schwermut!) geneigteund zärtliche Leibesbeschassendeik, bracht' ihn in derBlüthe seiner Jahre in kränkliche Umstände, wes-wegen ihm eine Luftänderung angerachen wurde;er begab sich zu dem Ende nach Mailand , starb abernach weniger Zeit daselbst. Dieser Maler blühet«UM i 65 u. ääx-ram p. 227.
— — (Ioh. Anton), von Genua , lernte beyLucian Dorzoni. Er malte sehr meisterhafte Bild-nisse, womit er viel verdiente, und solches wiederauf Wohlleben und kostbare Kleider, womit er seinerKunst Ehre zu machen suchte, verwendete. Ausseiner frühzeitigen Geschicklichkeit konnte man sicheinen noch größern Fortgang in seiner Kunst ver-sprechen ; aber er starb in blühendem Alter um i 65 o.§0jvrani p. 148.
vasse (Anton), Bildhauer von Seine in Pro vence , lernte zu Paris bey Edm. Bouchardon. Erarbeitete in dieser Hauptstadt, wo von seinen öffent-lichen Werken zu sehen sind: Ein ovales Basreliefan der Treppe des Hochaltars der Cathedralkircbe;die Statüe und die Verzierungen der dasigen Ka-pelle U. L. F. die Zierrathen des großen Kabinetsund der Galerie im Hotel von Toulouse ; die Bildshauercubeit an dem großen Portale der Kapuzinesrinnenkirche u. s. w. Man siehet auch von seinerArbeit in dem Lusthause Neuilly in den Gegendenvon Paris , vassö war ein guter Zeichner in ver-schiedenen Gattungen besonders aber in Seestü-cken, Freuden- und andern öffentlichen Festanlaßen.Er starb zu Paris 17Z6. 53 . I alt. — Sein cf ohn,Ludwig Claudius, arbeitete in gleicher Kunst.Er ward Professor der k'nigl. Academie und wohntein den Galerien des Louvre. Dieser Künstler ver-fertigte neben Andern« das Grabmal des KönigsStanislaus, welches zu Nancy in der Kirche N. D. zu sehen ist, und st. 1772. 56 . I alt. Matthat ein gedrucktes Verzeichniß von seinem Kabinet.C. von Mechel, Chenu u. s w. haben nach ihm ge-stochen. 177Z. IS. Z.
vasseur (I. C- le), französischer Kupferste-cher, lebte um 1720. Man hat von ihm Blatternach Rubens , le Moine, Boucher, Krause, Met-tay, Dietrich u. s. w. Laran.
vaßilacchi (Anton), genannt Aliense, geb.zu Milo, einer kleinen Jnsul des Archipels i 556 .,lernte bey Paul Caliari Er arbeitete sehr wohlund Vieles nach seines Meisters Manier; da eraber vernahm, daß dieser von ihm sagte, er würdeso lang ein großer Maler seyn, als er sich seinerZeichnungen bediene» konnte, ward Aliense dar-über aufgebracht und verkaufte dieselben auf öffent-lichem Markt in geringem Preise, worauf er an-fieng nach Tintorer zu stuoiren und sich mir natür-lichen und z erlichen Stellungen berühmt;» machen.Er zeichnete wohl und nach verschiedenen Manieren,worin er neben Anderm den Lucas Cambiasi zuwei-len nachahmte- Die Auferstehung in der KircheSt. Martialis zu Venedig enthält sehr viel Schönes,und die Erfindung ist sinnreich. Man siehet auchvon ihm eine Anbetung der Weisen in dem Saal«der X. worin man ungemein schöne Kopfe findet.Dieser Künstler st. 1629. rn Venedig , und wardin St. Vitale begraben. Liäo//? II. 209.
vareau. S. wareau.