Band 
Erster Theil.
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702
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702 Verveer.

«in Verzeichniß von den Kupferstechern dieser Nationenthalten; dieselben haben den G. vertue zumVerfasser. Abhandl. v. Rupferstichen S. 108.

Verveer (Heinrich Hubert), von Dortrecht,kam 16^6. in die dasige Malergesellschaft. Er ver-fertigte zwar einige ziemlich gute Gemälde, wirdaber beschuldigt, daß seine Färbung allzustark insSchwarze falle. Sein Hauptfehler bestand darin,daß er zwar viele Arbeit anfieng, aber wenige da-von ausführte. /i^er/er-Mau» III. 48 .

veruIinus. S. Averolino.

Vervoore (Joseph), geb. zu Antwerpen 1676.,lernte bey Peter Rysbrach. Er malte Landschaftenmit Figuren. Ke-«- p. 55 .

— — (Michel), der Vater, Bildhauer zuAntwerpen , von welchem man in einer Kapelle derKirche St. Jacob, die der Familie Candele zu-ständig ist, einige Verzierungen und ein Grabmal,die Kreuzerhöhung vorstellend, siehet. Er verfer-tigte auch die Statüe der H. H. Johann und Paulfür die gleiche Kirche; dann die Beichtstüle, Getä-fel und Basreliefs der Jesuiterkirche; einen Theildes Calvarienbergs in der Dominicanerkirche u. s. f.Man siehet auch von seiner Bildhauerarbeit in denKirchen zu Ath, zu Brüssel, zu Brügge u. s.f. —Michel Vervoort der Sohn, malte den schönenPlafond und zehn andre Stücke in dem Musiksaalezu Antwerpen . <ie DercaM-?!.

veru; i 0 (Franz), Maler, lernte bey AndreasMantegna und arbeitete viel in seiner GeburtsstadtDincenza um i 5 vo. III. 807.

Verrvilt (Franz), geb. zu Rotterdam um 1600.Cornelius de Bojo war sein Lehrmeister in Land-schaften , den sein Schüler bald übertraf, Verrviltwußte seinen Gemälden besondere Anmuth zu geben;er zierte die meisten mit altem Gemäuer und unge>mein gutem Geschmacke. In Figuren ahmte er desPoelemburgs Manier nach, und man kann sie fastnicht von einander unterscheiden. /-e-cExr II. 28.

verzollt (Joh. Anton), genannt Sodoma,Maler von Siena , studirte einige Zeit die Werkedes Jacob della Fönte. Derselbe arbeitete auf ho-hen Vorspruch für Julius II. in dem Vatican , undda er Leo X. ein Gemäld schenkte, machte dieserihn zum Ritter. Sodoma malte für die geistlicheBrüderschaft von St. Sebastian di Camolia eineKirchenfahne, welche gewisse Kaufleute von Lucca mit 3 oo. Goldsgulden bezahlen wollten. Er warein sehr seltsamer Kopf, der in seinem Haus aller-hand Thiere hielt: Dächse, Affen, Meerkatzen,Federvieh u. s. w. die allerhand Spiele machen muß-ten. Ferner war er großer Liebhaber von Pferden,von denen er viele zu Florenz, Pisa, Siena und der-selben Gegenden unterhielt; mit diesen aber verdarber viele Zeit, und wandte so große Unkosten darauf,daß er im Alter in mangelbare Umstände gerieth undi 554 - 70. 1 . alt im großen Spithale zu Siena seinLeben beschließen mußte. Von vasari wird erzwar für einen schlechten Maler, der ohne genüg-same Fundamente arbeitete, gehalten; indessen ver-fertigte er doch zuweilen, nach eben dieses Schrift-stellers Zeugniß, Gemälde, welche alles Ruhmswürdig sind, und Balthasar Peruzzi hielt ihn füreinen der größten Meister im Ausdrucke der Leiden-schaften bey Sterbenden und in Ohnmacht Sinken-den. Man rühmt auch überhaupt an seinen Wer-ken die Schönheit und Annehmlichkeit der Gesichts-mienen. ^arari III. 527.

verzoll,' (Tiburtius), von Eamerino, lerntebey Hieronvmus Lombardi und bey Amon Calcagni.Er verfertigte 1689. eine metallene Pforte an derKirche zu Loretto, woran viele Abtheilungen vonGeschichten des alten Testaments zu sehen sind, undan vielen a. O sehr schöne Basreliefs von gegoß-ner Arbeit. Sa/cttm«ccr 8ec. I V. ?. 2. p. i 54 .

vesanzio (Johann). S. Sanzio.

vesenrino (Andreas). S. vmcenrmo.

Vffenbach.

veshuring. S. verschuuring.

vespasi'ano (Andreas), ein Sachwalter zuNeapel, lernte bey Salvator Rosa und malte zuseiner Belustigung einige Landschaften, die er vonBernhard Domenict mit Figuren staffiren ließ.Er lebte um 1700. Domemcr 111. 253 .

vespino ( ), malte in einer Kapelle der

Pfarrkirche St. Stephan in Broglio zu Mailand den H. Carl Borromäus in Erzbischöflicher Klei-dung, und in der nächst darbey gelegenen KircheSt. Bernhardin die Bildnisse der H. H. AmbrosiuSund Carolus mit einigen scherzenden Engeln. Inder Erzbischöflichen Galerie findet man einen Leich-nam Christi von seiner Arbeit.

vest. S. G. pfrund, seinen Schüler.

vestner (Georg Wilhelm), geb. zu Schwein-furth 1677., lernte zu Nürnberg die Zeichenkunstbey I. Daniel Preißler ; und weil er vorhatte, sichauf das Stahlschneiden zu legen, fuhr er bey Metz-ner, einem geschickten Bildhauer, fort zu studiern;endlich unterrichtete ihn sein Vetter ein MedailleurNamens Uhl in dieser Kunst. Nach einer weitläu-figen Reise kam er nach Nürnberg , und machte sichdurch seine Arbeit so berühmt, daß er zum Chursbayerschen, Bischofwürzburgischen und Nürnbergi-schen Medailleur und Münzgepräge-Schneider an-genommen wurde. Seine Arbeit besteht in unzäh-lich vielen Stücke» von allerley Größen, an welchenman insonderheit die ungemeine Aehnlichkeit derBildnisse bewundert, welche vestner durch einevon Remond Falz erfundene und zu vestners Zei-ten noch nicht überall bekannte Kunst zu Standebrachte. Er st. 1740. und hinterließ einen SohnAndreas der ,712. geb. und dem Vater sowohl inder Geschicklichkeit als in seinen Bedienungen folgte.Lochner IV. Vorrede.

vor» von Manrua. S. Dom. Feri.

verraj 0 (Joh. Franz Bembo genannt), Fresco-maler, arbeitete zu Rom unter der Regierung LeoX . Die Werke, die er in in seiner Jugend verfer-tigte, zeigen, daß er mit der Zeit ein treflicherMeister geworden wäre; er starb aber allzufrühzei-tig. vasari in der Lebensbeschreibung des polydorCaldara von Earravaggis.

Vetter (Hans). S. Hans Dsnnauer.

verti (David de), ein Deutscher, malte seheschöne kleine Figuren, und arbeitete in den Nieder-landen , vermuthlich um die Mitte des XVII.Jahr-hunderts. Sandrarr II. 78.

veyrier (Christoph), Bildhauer von Trets inProvence gebürtig, lernte bey seinem Oheime Pe-ter puger. Er ist fast nirgend als in seinem Va-terlande bekannt, weiter niemals ins Ausland kam.veyrier verfertigte einen Theil von seines Lehrmei-sters Arbeit: Man siehet davon zu Marseille , zuAix und bey verschiedenen Privatpersonen dieserProvinz. Er machte Bilder, die auch große Mei-ster nicht verläugnen würden. Dieser Künstler st.168g. 5 g. I. alt. öarclo» II. 188.

veyrh. S. veirh.

vezzani (Jacob), Kupferetzer, wird vonGandellini angeführt.

vezzo (Virginia di). S. S> vouer, ihrenEhemann.

vffenbach (Joh. Friedrich Armand), Schöffund des Raths zu Frankfurth am Mayn, Kunst-liebhaber; sammelte sehr viele Original-Handzeich-nungen, Gemälde, Statüen u. s. f., wovon man «inengedruckten Calalog von 63 . Oktavs , siehet, nachwelchem dieses Kunstkabinet nach dem Absterben desBesitzers 1771. öffentlich verkauft wurde. Ob^e-meldte Zeichnungen waren in zwey großen Foliobanrden vorhanden, worzu Uffenbach die Titulblätterselbst zeichnete.

— — (Philipp), Maler von Frankfurt am