Uggiönt.
Mäyn, lernte bey Adam Grimmer, uttd ahmte inseinen Werken die alten deutschen Meister nach. Inder Predigerkirche daselbst siehet man auf einem Al-tare die Himmelfahrt Christi von seiner Hand; erbemalte auch den BrückenthurM mit artigen Erfin-dungen. Sonst übte er sich in der Alchymie undin allerhand nützlichen Wissenschaften. Er st. ik jv.Gandrarr I. 29Z.
Uggionk oder Ugloni(Marc), Mailänder ,lernte bey Leonhard da Vince, und malte mit einersehr angenehmen Manier um r 5 oo. Man findetvon seiner Arbeit in der Kirche St. Maria dellaPace zu Mailand den Hinscheid der H. Jungfrauund die Hochzeit zu Cana; dann einige Gemäldein der Carthause zu Pavia. lll. n.
Ughl (Gabriel), Johann Loccayäm', FranzGuadagni, Gerard Si'lvani, Matthäus ^igerri,Cosmus Lotn' und Julius Parigi, bekannte undunbekannte Baumeister zu Florenz , verfertigtenum 1622. Zeichnungen zu Erweiterung des großher-zoglichen Pallastes genannt Poggio Jmperiale un-weit Florenz ; und weil die Zeichnungen von Locca-pani und Allvani meist gleich waren, so verei-nigten sie sich gemeinsam, ein Modell zu verferti-gen, welches hernach gedachtem Parigi auszufüh-ren anvertraut wurde. Sa/stmnccr XIV. 186.
— — (Ludwig), unternahm um 1720. die Ge-mälde und Verzierungen des herzogt. Pallastes zuVenedig , auf 5 o. Platten in Kupfer zu stechen,und mit gehörigen Erklärungen herauszugeben.
Ugolini (Anton), Maler von Bologna , ar-beitete zu Siena , wo er für die Servitenkirche einenSt. Andreas verfertigte. Er malte auch einige Ta-feln zu Auszierung des Oratorium St. Leonhard.Ae/LÜra/nttrrce lll. 29g.
Ugolino vonSr'ena; lernte bey Cimabue,und behielt dessen Manier hartnackigt bey, unge-achtet er sah', daß des Gwtto seine beliebter war.Er malte in vielen Städten Italiens , besonders zuFlorenz , wo das andächtige Marienbild, Madonnadel Pilastro auf dem Platze Or sän Michele, vonseiner Arbeit ist; und weil solches nachher vieleWunder wirkte, ist dieser Ort mit vielen Gelübdenangefüllt. Ugolino kam auf ein hohes Alter, undst. räZg. Fottarr 1. 67. u. 6/rnrta p. iZ.
— — (Andreas), genannt pisano, Bild-
hauer und Baumeister aus der Schule des Giotto,verbesserte die zu seiner Zeit noch übliche gothischeManier in der Bildhauerkunst nach Anweisung eini-ger antiken Werke; daher er für einen der größtenMeister gehalten, und an viele Orte zu den vor-nehmsten Arbeiten berufen wurde. Seine Landes-leute nennen ihn den Wiederherstellet des guten Ge-schmackes in der Bildhauerkunst. Er verfertigteviele Statüen für die Kirche St. Maria del Fiore,und eine metallene Pforte an der St Johannskirchezu Florenz , die er 1ZZ9. vollendete. An diesemWerke halfen ihm Lippo Dim und piero di Ja-copo, zween Goldschmiede. Nach seinem Ange-ben baute man 1ZZ7. die St. Johanns-Kirche zuPisa , und fand bey Grabung des Fundamentesden Sarg des H. Hakto, Bischofs dieser Stadt,der 1Z7. Jahre zuvor dahin geleget ward. Vgo-lino arbeitete Verschiedenes für den Herzog vonAthen, damaligen Beherrscher der Stadt Florenz ,an Festungen und Pallästen. Zu Venedig verfer-tigte er um 1Z00. mehrere Statüen an der Vorder,feite der St. Marcuskirche, und das Modell desZeughauses. Er st. 75. 1 . alt. I. 148«
— — (Jacob di Vanni d'), Baumeister zuSiena , verfertigte die Zeichnung, und unternahmden Bau des berühmten Brunnens Gaja, der i ZZ/j«auf dem Marktplätze dieser Stadt aufgerichtet, undhernach von Jacob della tQuercia -418. mit Bild,Hauerarbeit prächtig geziert wurde« /'eccr.
— — (Ninus), Bildhauer von Pisa , lerntebey seinem Vater Andreas, dem er an Verfertigungder gemeldten metallenen Pforte behilflich war.
Ei ant. 'foA
Man findet in den Städten Florenz, Pisa sind Nea-pel Statüen von seiner Hand, die eine gewisse Zart-heit und eine Verbesserung der vorigen Manier an-zeigen, worin er auch seinen Vater übertraf. Ai,nus blühete UM 1Z70. Sa/ckunccr.
Ugolino (Thomas),genannt pisano,Bildhauerund Baumeister, würd zu Vasari's Zeiten für desAndreas Sohn und Schüler gehalten. Man siehetbeyder Namen in einem Basrelief des Klosters St.Franciscus zu Pisa , welches die H. JungfrauMaria, nebst andern Heiligen vorstellt. Von sei-ner Baukunst ist der obere Theil des Glockenthurmsdieser Stadt. Va/str»rr<rcr.
Uhl ( ). S. G. w. Veftner, seinen Schüler.
Üblich ( ), deutscher Kupferstecher, ist
durch Bildnisse bekannt.
via (Alexander della), schlechter venetianifcherKupferstecher des XVIII. Jahrhunderts. Manhat von ihm Geschichte und Bildnisse nach P. Ca-liari, P. Beretino, A« Marchestni, I. Balestrau. s. w. Lara».
viadana (Andreas da), Maler von Cremona ,lernte um 1578. bey Bernhard Campi, und wardein großer Meister in seiner Kunst. La»ro p. m.
vialy (Ludwig Renat), berühmter französischerMaler, lernte bey Hiacynth Rigaud. Er maltedie Bildnisse Ludwig XV. des spanischen JnfantSDon Philipp, und vieler andrer großen Herren. B.Picart, I. Balechou, Lucas u. s. w. haben nachihm gestochen. — Nach p. vialy hat
Franz Chereau das Bildniß Jacobs de Fourbin, Bi-schofs von Arles geliefert.
vianen (Cornelius van), Perspectivmaler,wird von Vermander in dem Art. von JohannFredemann angeführt.
— — (Johann van), Kupferstecher, arbeitet«um 1690. zu Amsterdam nach J< Goeree u. s. w.
vianen (Paul und Adam van), trugen ihrenBeynamen von einem Dorfe unweit Utrecht ; sielernten bey ihrem Vater, einem geschickten Gold-schmied , das Poßiren in Erde und Wachs. pNulgienp nach Rom , wo er sehr prächtige Arbeit vonGelassen, Figuren, Basreliefs u. s. w. in Silberverfertigte. Wegen einer falschen und neidischenAnklage mußte er viele Monate in dem Gefängnisseder Inquisition aushalten. Hernach begab er sichan den kaiserl. Hof nach Prag . Adam war in Gro,tesken, womit er allerhand Silberfäffe zierte, vot-treflich. Er arbeitete zu Utrecht , wo er um r6Zo.noch lebte, und hatte einen Sohn, der in dieserKunst sich berühmt gemacht. Sandrart I. 041.
Viani (Anton Maria), Maler und Baumeistervon Cremona , ward um 1598. an den herzoglichenHof nach Mantua berufen, wo er Vieles in diesenbeyden Künsten lieferte. Ungefähr um gleicheZeit arbeitete er auch an dem Bayerichen Hofe zuMünchen . I. Sadeler hat nach ihm gestochen.Oaäio/i. .
— — (DominicusMaria), geb. zu Bologna 1668., lernte bey seinem Vater Johann, und stu-dirte zu Venedig . Derselbe malte mit einer starkenManier, angenehmer Färbung und wohlausgedrück-ten Umrissen sehr gefällige Werke. In seinen Bil-dern bemerkt man eine gute Nachahmung der Ma-nieren des Guercino und der Carracci. vtankmalte auf diese Weise eine große Tafel von o le-bensgroßen Figu-en welche die H. Jungfrau Mariaund die H. H. Beschützer von Jmola vorstellen, wiesie diese Stadt durch ihre Verbitte von der Pest be-stehen ; dieses Bild befindet sich in der dasigen Ser-vitenkirche, Er hielt jederzeit eine stark besuchteSchule. Dieser Künstler ward 1711. nach Pjstojaberufen, um das Gewölb der Beneoickmernonnen-Kirche zu malen: Obwohl ihm nun dieses Unter-nehmen wegen seinen Leibsbelchwerdcn mißrathenwurde, gicng er gleichwohl dahin, und ma dte mitdieser Arbeit den Anfang; da er aber nur zwo Higu-