Band 
Erster Theil.
Seite
705
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Äietök.

saß seine Kunstarbeiten in 28g. Blattern. Äicoblühete um i 55 o. Sara».

Victor (Johann), Schüler von Rubens ,malte die Heimsuchung, welche man in einer Ka-pelle der Kirche St. Jacob zu Antwerpen siehet.Man erkennt die Schule dieses großen Lehrmeistersdarin; das Colorit aber ist frostig, und die Schat-ten sind schwarz. ste /) e § c a M /, L. Er wird

auch inderBilder-Galcrie zuSalzdahlum angeführt.

— — (Ludwig), Geflügel-, Fische-und Thier-maler, von welchem man ein Bild in der Dresdner-Galerie findet.

Victoria. S. virtoria.

vidal ( ), Kupferstecher, arbeitete nach

I. E. Schoenau u. s. w.

vid mar (Melchior), ein Deutscher, malte inder Schule der Buchhändler zu Venedig die Anbe-tung der Weisen. Sa-raFÜ'a.

vieil (le), Vater und Sohn, geschickte Glas-maler zu Paris , wo sie, neben Anderm, die Fensterder Kirche St. Etienne du Mont ausbesserten. DerVater starb 1772. 6g. I. alt. Man hat von ihm:I/srt cie ls peintnre sur verre Lr 60 la Vitrerle.

Vieira oderviera di Matos (Franz),geb zu Lissabon um 1700., lernte die Malerey inseinem Vaterland, und zeigte sowohl in dieser Kunstals in andern Wissenschaften Proben eines großenVerstandes und lebhaften Genie's. Mit dem Por-tugiesischen Gesandten gieng er nach Rom , wo ermit seiner trefiichen Zeichnung etliche Male denPreis in der Academie erlangte. Vieira that sichauch mit einem Gemälde, worin er die Fabel vonPerseus vorstellte, sehr hervor. Nachdem er iZ.Jahre in Italien studirt hatte, kam er 1782. nachLissabon zurück. Daselbst malte er mit gutem Ge-schmacke in der Sakristey der Patriarchalkirche diezwölf Apostel mit zwey Seitengemalden, und, nebstvielen andern Privatmerken, eine Tafel für dieKirche Mafra , welche durch die Bosheit seinerNeider weggenommen, und eine andere von viel ge>ringerm Werth an derselben Stelle gesetzt wurde.Diese Beleidigung schmerzte ihn; er gieng deswe-gen nach Madrid ; als man aber seine Verdienste er-kennen lernte, berief ihn der König zurück, und er-klärte ihn mit einem beträchtlichen Gehalte zu sei-nem Maler. C. Faucci hat nach ihm gestochen.

vieIm 0. S. den Art. Franz de Flore.

vien (Joseph Maria), Geschichtsmaler, geb.zu Nismes 1718., lernte zu Paris bey Carl Naloire,und ward 1721. Mitglied der kvnigl. Academie, woer eine Professorstelle erlangte. Er bemühele sichvornehmlich, das Antike nachzuahmen. Von sei-nen öffentlichen Werken siehet man in der KapelleSt. Catharina der Cathedralkirche das Bildniß die-ser Heiligen mit den Merkmalen ihres Martyrto-des; in einer Kapelle der Kirche St. Roch den H.Dionysius, der den christlichen Glauben in Frank-reich predigt; in der Sakristey der Kirche St. Louis zu Versailles den H. Gregorius in Betrachtungenu. s. w. Er radirte eine Sammlung von 3 o. Blät-tern, welche verschiedene Kleidungen einer türki-schen Maskerade, die 1748. von den französischen Pensionairs der Maleracademie zu Rom gehaltenworden, vorstellen; dann Loch mit seinen Töchternnach I. F. de Troy. Beauvarlet, Miger, Flipartu. s. w. arbeiteten nach ihm. — Seine Ehefrau,Maria Theresia Reboul, malte mit vieler Kunstund Wahrheit Vögel, Blumen, Jnsecten u. s. w.nach der Natur. Sie etzte auch einige Vasen nachantikem Geschmacke, und andere Blatter nach denZeichnungen ihres Gemahls. Biblisch, d. schön.Wissenschaft. X. 327.

vien not (Niclaus), Kupferstecher, arbeiteteim XVII. Jahrhundert nach J-Both, S. Vouet,C>. Melan u. s-w. Die Bildnisse Philipp IV . Kö-nigs in Spanien, und seiner Gemahlin Elisabethvon Bourbon , die viennor im Kleinen nach P.Pontius copirte, sind vorlrestich. Lara».

Vl'gtlvtt. ^c>g

Viero (Theodor), Kupferstecher, geb. zuÄas-sano 1740. lernte bey Nikolaus Cavalli und einigestandern Künstlern zu Venedig , wo er sich häuslichniederließ. Man hat von ihm 12 ideale Köpfe nachI. B. Piazetta, und vier große Feldschlachten nachF. Simonini; dann Mehreres nach P. Liberi, Cig-naroli, L» Giordano, C. Dijiani, P Piatti, So?limena, u. s. w. Er mahlte auch Bildniße in Mi-niatur auf Elfenbein. ^e,ci p. Zog.

vierpyl (Johann), ein Gesellschaftenmahler,lebte um 1714. Es ist vielleicht Vurpyl. Oabiuetcie Htt/E-re p. 35 .

vieux (le). S. Chevineau.

vlggrani oder vigarini (Caspar), einEdelmann und Baumeister von Modena , kam um1670. in Frankreich, und arbeitete zu Paris , woer die Zeichnungen zu dem Maschinensaal des Kö-niglichen Pallastes der Tuillerien verfertigte. Dasprächtige Wassertheater in dem Garten zu Versail-les , welches aber wieder eingegangen ist, war auchvon seiner Erfindung. Er wird in der PrinzeßinElide des Moliere angeführt. Dieser Künstler st.um 1716. — Sein Sohn Carl war in gleicher Kraftberühmt. Vrice.

vige(L.), Bildm'ßmaler zu Paris , lebte um1750. und war Mitglied der dasigen Academie St.Lncas. Balechoul, Littret, I. Daullö, u. s. w.haben nach ihm gestochen.

vighi (Eneas ) S. vico.

-(Jacob), von Medicin« in dem bolognesi-

schen Gebiete, lebte um 1567. Er war Hofmalerbey Philibert Emanuel Herzog von Savoyen, derihm das Schloß Casale-Burgonc schenkte. Man«,p. 624.

vighier (Philibert), Bildhauer vonMoulins,arbeitete zu Paris , wo er 168Z. als Mitglied derKöniglichen Academie angenommen wurde. DieGruppe des von Ulysses erkannten Achilles in demKöniglichen Garten zu Versailles ist von seiner Hand.Er st. 171g. 83 . I. alt. Unanacü ster

vigrclarice. S. vigri.

vt'gku (Anton da), Bildhauer, arbeitete zuMailand , wo man die Statüe des Heilandes in derDomkirche von seiner Hand siehet. Er verfertigteauch das Grabmahl Pius V (st 1672.). In derKirche St. Maria di St. Celso sind die zwo weibli-chen Thermen, welche die Orgel unterstüzen, vonseiner Arbeit; man bemerkt an denselben sehr schöneKöpfe und leichte Gewänder. Sie sind nach Mar-tin Baßi's Zeichnungen verfertigt, vigiü blühte umi 585 .

vignall (Jacob), einer der beßten Künstler;ward i5g2. zu Patrovecchio in dem Caseutinischengeb. und lernte bey Mattheus Rosselli. Er verfer-tigte viele sehr schöne und wohlgefarbte historischeGemählde für die Kirchen und Palläste der StadtFlorenz , st. daselbst 1664. und ward in der KircheSt. Michele Visdomini begraben. Vielleicht ist ihmdie Lebensbeschreibung von M. A. Buonaroti, die1753. unter seinem Namen zu Floren; gedruckt ist,zuzuschreiben. Sebastian Benedikr Barrolozzthat des vignall Leben beschrieben, und ,743. zuFlorenz herausgegeben /Ä-eLi l. 19.

vigne ( ) Tapezierer; arbeitete um 1760 zuPotsdam in Königlichen Diensten. Man sieht vonihm in dem dasigen Schloße, in einem Zimmer sie-ben Stüke, die Geschichte der Piyche vorstellend,nach M. Vanloo's Zeichnungen in Hau-elicen gear-beitet. OeLterreic/r.

vlgn 0 la; Beyname von Ja, ob Barozio.

vignon ^.Claudius), Mahler von Tours; stu-dirte lange Zeit in Italien , und folgte anfangs desM. A. Carravaggio Manier. Die Starke seinerFärbung, und die Fertigkeit, mir welcher er arbei-tete, gaben ihm vielfältige Gelege,ike-t, seine Ge«schicklichkeit zu zeigen. Damit er aber jedermannvergnügen könnte, gewöhnte er sich eine noch ferti-gere Manier an, wodurch er aber Vieles von der