W e r n e l.
Meisten » 6 b»., lernte zu Dresden bey Ernst CasparDürr / und bey Pieler. Er kam als Medailleur beyverschiedenen deutschen Höfen, sonderlich an demSachsengothaischen in Dienste, und verfertigte eineerstaunliche Menge Schaumünzen von allerhandGrößen und Gegenständen, die aber nicht allemalden Beyfall der Kenner verdienten. Röhler XII.34. laßt über seine Arbeit ein sehr scharfes Urtheilergehen. Christian starb zu Gotha 17Z9. — SeinSohn, Christian Siegmund, geb. 1711., arbei-tete als Medailleur in königlich-polnischen und chur-sächsischen Diensten zu Dresden . — M. F. Wer-murh übte eben diese Kunst in gleicher Stadt um» 736 . Lochner VI. Vorrede.
wernel (Jacob), deutscher Künstler, maltefür die Kirche del Angelo Custode zu Rom eine kleinehistorische Tafel. Trtr.
Werner (Anna Maria). S. Hayd.
(Joseph), geb. zu Bern 1607., lerntebey seinem Vater Joseph, einem Schüler von Jo-seph Plepp , und bey dem jünger» Matthäus Me-rlan zu Frankfurt . Er legte sich auf die Miniatur-malerey, und ward hierin einer der größten Meister.Werner kam » 654 - nach Rom , wo er sich etlicheJahre aufhielt, und mit seiner Kunst in großes An-sehen setzte. Von da ward er in Frankreich beru-fen, und arbeitete daselbst für den König und füreinige Privatpersonen. Carl le Brun wird beschul-digt, er habe aus Neid den König abwendig ge-macht, diesen Künstler ist seine Dienste zu nehmen.Werner kam deswegen nach Deutschland , undarbeitete für die Wienersche, Churpfalzische undBayrische Höfe. In »696. bekam er einen Ruf anden Berliner-Hof, wo er zwar die Direction über dieneuerrichtete Malerakademie erhielt, die ihm abervon andern Künstlern streitig und verdrießlich ge-macht wurde, so daß er endlich Berlin verließ, undin sein Vaterland zurückgieug, wo er »710. starb.Dieser Künstler besaß ein großes und erhabenesGenie; seine Erfindungen sind sinnreich, er liebtedie Allegorien; die Zeichnung ist ziemlich correct,er verstand auch die Austheilung von Licht undSchatten sehr wohl; seine Manier ist gelind undmarkigt, und sein Colorit gut und kräftig. Er malteauch einige schöne Bilder in Oel, welche vornehm-lich zu Bern gesehen werden. Ph. Kilian, E-Hain-zelmann, M Küsse!, I. I. Lhourneiser, G. A.Wolfgang, N. Pithau, F. Ertinger u. s. w. habennach ihm gestochen. Von diesem letzter» hat mannach Werner zwölf kleine Blätter aus Ovids Ver-wandlungen , zu Rom geetzt. - Christoph Josephund l)aui Werner, waren Josephs Söhne, beydeMaler. Der erste heyrathete »7v5. die MalerinAnna Maria Hayd, und zeugte mit ihr einenSohn, Namens Christoph Joseph, der um »74».als königl. Hofmaler zu Dresden arbeitete. - Mankennt ferner von diesem Geschlechte: /ranz, einenGeflügelmaler, von welchem man in dem Catalvgvon des Baron von Hakel Kunstkabinette Nr. 476.und 477. zwey Gemälde beschriebe» findet.— Fried-rich Bernhard, Landschaftsmaler zu Breßlau ,zeichnete is. Prospekte von der Stadt Regenspurg,und 28. Blätter von der Stadt Breßlau, die gesto-chen sind. — Georg Heinrich ist durch zwey Zei-chenbücher bekannt, die er 1764. und 1767. zu Er-furt gab. — Perer Paul, Medailleur, arbeiteteum »7öc>. zu Nürnberg . Füßli 1 . »»8.
We >rnle. S Daniel Gran , seinen Schüler.
Wersching (D. I.), deutscher Gefchichts-maler. L. Kolb, I. Wagner u. s. w. haben nachihm gearbeitet.
Wert. S. weerdt.
Werringer (Johann), deutscher Maler, vonwelchem man einige kleine Bildnisse von Prinzenund Prinzessinnen des Hauses Bayern in der Gal-lerte zu Schleisheim siehet.
weremorland (der Lord ), baute nächst beyLumbridge die Rotunda di Capra, welcher nichtsals die schö«e Aussicht eines gleichen Gebäudes zu
Werkstein. 727
Vicenza mangelt, weil sie nicht, wie diese, aufeinem erhöheten und angenehmen Platze stehet.Aforra/ch'm p. 40».
Werrmüller. S. Werdmüller.
Wessel (Jacob), Maler zu Danzig , lerntebey dem ältern I. Benedict Hofmann, und hieltsich drey Jahre zu Berlin auf, wo er den Anlaßhatte, die Bildnisse des ersten Hofmalers Peöne zutopiren. Er machte sich darauf in seinem Vater,lande durch seine Kunstarbeit bekannt und blühet«um »766. I. I. Hayd, I. Houbraken u. s. w. ha-ben nach ihm gearbeitet. Man hat diesem Künst-ler die Artikel der in diesem Werke angeführten Dan-zigermaler zu verdanken.
West (Benjamin), geschickter englischer Ge-schichts- und Bildnißmaler, dessen Anfänge schonfür Meisterstücke zu halten sind. Die Auswahl unddie Anordnung seiner Gegenstände verrathen einGenie, welches sehr tief in die Geheimnisse derKunst eingedrungen ist. Seine Ausdrücke sind edel,stark und angemessen; der Pinsel ist leicht und mei-sterhaft. Zeichnung und Colorit sind zwar nichtäusserst vollkommen, doch meist untadelhafk. Bil-der von mittlerer Größe glückten ihm am Beßren;in den ganz großen und kleinern ist er etwas trocken,und die Farbenmischung minder angenehm. DieEngländer behaupten, die Geschichte Hannibals ,der den Römern ewige Feindschaft schwört, welcheWest »77». in der königl. Akademie zu London aus-setzte , könne unter die schönsten Gemälde der Weltgerechnet werden. Valentin, Watson, Earlom,Hall, Ravenet u. s. w. haben einige trefliche Blät-ter nach ihm geliefert. zJ Biblisch, schön. Wis-senschaften XIV. 65 .
Westerbaen (Johann), Maler in Haag,den van Gool (II- 5 »o.) unter den Direcroren derdasigen Malergesellschaft von »659. anführt. Esist vermuthlich Johann de Baan.
wefterfeld (Abraham), Maler. WilhelmHondius hat nach ihm das Bildniß des PrinzenBasilius von Moldau geetzt.
Westerhout (Arnold van), geschickter Ku-pferstecher von Antwerpen , arbeitete einige Zeit zuFlorenz , wo ihn der Großprinz Ferdinand in Dienstenahm. Er setzte sich gegen das Ende des XVII.Jahrhunderts zu Rom , und starb daselbst 1722.Man hat von ihm mit dem Grabstichel zierlich aus-gearbeitete Blätter nach D. RicciareUi, C Maratti,B. Lenardi, I N. Nastni; verschiedene Bildnisseund Anderes von eigner Erfindung, und nach eini-gen italienischen Meistern. Neben andern gab erdie Bildnisse der Generale des Jesuiterordens.VaE. — Ein Maler westerhout war auch derLehrmeister von Wilhelm Lomberg.
Westermeyer (Andreas), geb. zu Eger,einer Gränzstadt in Böhmen »7Z9. Sein Vater,Mary Christoph, Miniaturmaler aus Augspurggebürtig, starb frühzeitig; daher Andrea« vonseinem altern Bruder Thomas in der Kunst ange-führt wurde. Er arbeitete bey verschiedenen Mei-stern hin und wieder in Deutschland , und maltemit großer Fertigkeit Landschaften in Miniatur.Eine Heyrath mit eines seiner ehmaligen Meister,Joseph Lerchen, Tochter schlug sehr unglücklichaus; daher er sich nach Augspurg, und endlich nachMünchen unter den bürgerlichen Schutz des dasigenSradrmagistrats begab. Lunstzeit. »772. S. 83 .
West mann (Benedict), Stahlschneider. S.C- G Hartmann. Er st. »7»3
westphalen (Albert van), Deyname vonA. Aldegrever.
were, vielleicht Wir (Franz de). S. Am-pringer.
Werkstein (Friedrich), Maler zu Basel umdas Ende des X Vll. Jahrhunderts. I. I. Thourn-eiser, P. Schenk, E- Schalch »». s. w. haben Bild-nisse nach ihm gearbeitet.