Band 
Erster Theil.
Seite
729
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W i d e >ir a n n.

lebte um r 65 o. Er arbeitete zu Wiön, wo er dasBildniß Joh. Rudolph Schmidts, Freyherr» vonSchwarzenhorn und kaiscrl. Jnternuntii bey demtürkischen Kaiser nach I. Joachims Gemälde inKupfer stach. Dieses mit historischen Umstandenvorgestellte große Blakt ist sehr selten geworden.

Widemann (David), etzte das Titelkupfereines Buches: In kisionomia sei Eorpo umano»welches 1637. gedruckt ist. 6a»steW»r.

— — (Joh.Kaspar), deutscherBildnißmaler,arbeitete um 1670. an dem Hofe des Margrafen vonBaden-Durlach . Ph. Kilian hat nach ihm dasBildniß dieses Fürsten gestochen.

Widiz ( ), Formschneider, arbeitete zuStraß-bürg für Bernhard Jobin um 1570. S. seine Vor-rede zu den Bildnißen der Päbste.

Wiebke (Berchtold), Früchtemaler, lebte um1679. Man findet eines von seinen Gemälden inder churfürsilich - dresdnischeu Gallerte.

Wiedevelr( ), Bildhauer und Professor derKünstleracademie zu Kopenhagen , verfertigte 1767.das Grabmal Christian VI. Königs in Dänemark aus Carrarischem Marmor. Dieses Monument be-steht in zwo lebensgroßen Figuren und einigen Bas-reliefs. Er zierte auch das Grabmal Friedrich V. mit seiner Arbeit von Marmor. Man findet eineBeschreibung von seinen Werken in: Runstzeirung1772. S. 98.

wiegand ( ), Miniaturmaler, arbeitete um1772. zn Leipzig .

wieling (Niclaus), guter Geschichtsmaler inHaag, ward 1661. einer der Vorsteher von dastgerMalcrgescllschaft. Er verfertigte sehr schöne undmeisterhafte Gemälde für den Grafen von Hoorn,ward 107 r. gen Berlin gerufen, und st. daselbst 1689.narr 600/ 1. 58 .

Wienrrag ( ), deutscher Künstler, ahmtein seinen Gemälden, welche Bauerngesellschaftenvorstellen, die Manier des Thomas Wyk nach. M.Oesterreich führt in Beschreibung von D- Steng-lins Kunstkabiner No. i 54 ein Stück von seiner Ar-beit an

Wieringen (Cornelius) von Harlem , blü-hete um i 63 o. Er machte anfangs viele Reisen zurSee, verließ aber diesen Beruf und legte sich aufdie Malerey, worinn er das Grauen und die Ge-fahren der Seefahrer sehr lebhaft vorstellte. Wie-ringen befliß sich, die Seen und Schiffe in ihrenmannigfaltigen Gestalten zu zeichnen, und man be-wundert in denselben die natürliche und genaue Vor-stellung des Eigenthümlichen dieses Elementes, undder Schiffsarbeiten, in welchem ihm sein vortrefli-ches Gedächtniß wohl zu statten kam. Seine beßtenGemälde geben den schönsten Werken von HeinrichCornelius Vroom nicht das Mindeste nach. Eretzte nach eignen Erfindungen artige Landschaftenund Seestücke. N. I. Bischer hat einige andere nachihm geetzt. II. ^ 5 .

wieriz, wierix oder wieerx (Anton,Hieronymus »nd Johann) Gebrüder und Kupfer-stecher in Niederlanden um das Ende des X VI, Jahr-hunderts. Ihre Arbeit besteht meist in eignen Erfin-dungen ; viele andere sind nach M. de Dos, I.Stradan, Ph. Galle u. e, a. gestochen. Hierony-nnis arbeitete in Kupfer und in Holz. Man findetunter seinen Werken das Leben der H. Maria in 23 .Blattern mit Inbegriff des Titelblatts. Der Abtvon Marolles sammelte 1170. Stücke von diesenMeistern. Ihre Manier ist trocken und kalt. NachGuarientk hat Johann in seinen Hanvrißen mitder Feder den Albert Dürer nachgeahmt; er kopirteauch r 563 . in seinem Dreyzehnten dieses Meistersberühmtes Blatt von dem H. Hieronymus in Ku-pfer nach. La^arr.

wiestner (Lucas ), Maler, der durch ein Bid-niß bekannt ist, welches B. Kilian nach ihm gesto-chen hat.

Wilhelm. 729

W>f oder Wir, ein Stahlschneider aus Nor-wegen gebürtig, arbeitete an dem Hofe zu Dresden .Rochier giebt (Xlll. 4-7. und XX. 20.) Stichevon einigen seiner Schaumünzen, die er um 1720.verfertigte. Er gieng nicht lange hernach mißver-gnügt in sein Vaterland zurücke? wo er nach weni-ger Zeit starb. Rochier XX. 26.

wigaerde. S. Wyngaerde.

wighter ( ), Maler, von welchem man indem Saale der Stände von Brabant auf dem Rath-hause zu Antwerpen die Bildniße eines Kaisers undseiner Gemahlin sieht. Dercri^kio» /VmtttE,etc. cie ta e

Wigm-na (Gerard), geb. zu Gorkum 1673.wird für des Wilhelm van Mieris Schüler gehalten,weil er seine Manier nachahmte. Er gieng in Ita-lien , wo Raphael, Julius Romanus und Tikianseine Muster waren. Nach seiner Zurückkunft setzteer sich zu Amsterdam , und st. daselbst 1741. Wig-mana hielt sehr viel auf seine Kunst, und suchtedieselbe auf alle Art, und mit der größten Bered-samkeit beliebt zu machen. Wenn er einem Liebha-ber seine Gemälde zeigte, bediente er sich gewöhn-lich dieser hochtrabenden Ausdrücke: »Sozeichnete,so mahlte Raphael", und dieses gab Anlaß, daßer spottweise der Frießländische Raphael genanntwurde. Aber dessen ungeachtet fanden seine Werke,wegen des hohen Preises, weder in Holland nochEngland Käufer; denn ob er gleich ziemlich wohlzeichnete, auch seine Gemälde mit möglichstem Fleißausarbeitete, fehlte es ihnen dagegen an einer gu-ten Composirion, an behöriger Kraft, und dem Mei-ster an genügsamem Genie. Eines seiner Bilder,welches die Tochter Jairus vorstellet, ist in dem neu-en Schloße zu Potsdam zu sehen, rm» Soo/ 1 . 38 b.

Wilanr (I. I.), Kupferstecher, der um dasEnde des XVIl. Jahrhunderts bluhete.

wild (Hans) S. D. Heschler.

wilde (I. de), geschickter Dildermaler, undJelle Reiners, ein kunstreicher Glasmaler, wa-ren Zeit - und Landsgenoßen des Wybrand von Geest.Von dem letztern findet man in der Kirche zu Eneekin einem Fensterglas eine Flucht in Egypten, wel-ches die Zimmerleuten - Zunft dahin schenkte. Die-ses Stück wirb der Crabethen Arbeit vorgezogen.Man findet von I. de Wilde Blätter, die um -705.geetzt sind. >. 49.

— — (Maria de), etzte ihres Vaters Samm-lung von antiken geschnittenen Steinen auf 5 o. Blät-ter, die »7c>3. zu Amsterdam in 4° aus Licht traten.

wildens (Johann), von Antwerpen , warRubens Zeitgenoß, und ohngefähr von gleichem Al-ter. Er studiere unaufhörlich nach der Natur, undward ein treflicher Landschartenmaler. Rubens be-diente sich virfältig dftses und des van Üben Arbeit,seine historische Gemälde mit Landschaften zu verse-hen, da denn wildens seine Arbeit (ehr wohl mitdes Geschichrmalers zu vereinigen wußte. Er hatteein glückliches Genie in Wähluug der Natur, einefertige Hand, gme Färbung, und malte Lüfte undFernungen sehr leicht. Er zeichnete und malte hüb-sche Figuren; zuweilen aber ließ er sie durch Andereverfertigen. Man steht zwey sehr schöne Gemäldevon ihm in der Nonnenkirche genannt Fakons zuAntwerpen . Wildens st. 164). Hondius, Mat-tham und Stok haben die zwölf Monathe nach ihmgestochen. Dc-canrpF I. 336 .

Wilhelm (Christian), der beßteSchüler vonPhilipp Andreas Kilian , geb. zu Augspurg 1726.war um 1766. ein geschickter Kupferstecher. Er be-saß den Martin Engelbrechtischen Verlag, vonSrerren Brief X.

— — oder willems (Cornelius), Maler.zu Harlem um i 5 ro, hatte zween Söhne, Florisund Lucas, die ihres Vaters Kunst mit Ruhm üb-ten. Cornelius wird auch von Sandrarr für denersten Lehrmeister des Martin Hemskerken angege-ben. Es ist hieraus fast zu vermuthen, dieser Cor-