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Gebäude. Von seinerBaukunst sind dasTheatrumzu Oxford , die St. Pauls - und die Stephanskirchezu London , der Königliche Ballast zu Hamptoncourt,der Spitthal zu Greenwich u. viel a. schöne Gebäude.Er st. 172Z. I. Simon, P. Schenk, u. s.w. habenKirchen und andere öffentliche Gebäude nach ihmgestochen. Es ist auch nicht zu vergessen, daßWreen für den Erfinder der Schwarzkunst gehaltenwird; wenigstens ist es wahr, daß man von ihm ei,neu Mohrenkopf hat, der in einer ganz andern Ma-nier gearbeitet ist, als des Prinzen Robert war.t 0/ tüs 0/
Lo//kAS.
wrigt (Jnigo d. i. Jgnaz), englischer Schwarz,kunststecher, arbeitete um 1770. nach Th. Lauri, u. s.w.
— — (Josua), englischer Maler von Derbygebürtig, wird für Nachtstücke gerühmt. SeineGeschicklichkeit bestand im Ausdrucke, im Colorit,im Helldunkel, und in der Leichtigkeit des Pinsels.Aber seine Figuren sind plump und niemals aus derschönen Naturgewahlt, welches einen Mangel desguten Geschmacks anzuzeigen scheint. Er war 1770.Mitglied der Königlichen Academie zu London. W.Pether , V. Green, R. Earlom, u. s. f. haben nachihm geschabt. Mrc.
— — (Michel) S. E. Ashfield, seinenSchüler.
— — (Richard) von Pimliko; kam inMondscheinen des Swaine Geschmacke ziemlichnahe. W. Woolet, R. Earlom, u. s. w. arbeitetennach seinen Erfindungen.
wrin (Lorenz) S. ss. de<toulogne.
Weenwaek. S. vprenwael.
wrrenberg (Moses von) S. vyrenbroek.
Wubbels, oder Dubbels (I) niederlän-discher Maler, ahmte die mit grossen und kleinenSchiffen und Figuren ausstaffieren Seestücke desLudolf Bakhuysen nach. Hingegen macht das eng-lische Dictjonair diesen Bakhuysen zu WubbelsSchüler.
Wuchrers ( ) Bildnißmaler , arbeitete ver-muthlich um die Mitte des XVII. Jahrhunderts andem Hofe zu Stockholm . A. Halweg hat nach ihmgestochen.
Wulfs (D), ein vermuthlich niederländischerMaler, von welchem man in der Hauptkirche zuLübek ein 1670. gemaltes Bild findet, welches dasjüngste Gericht vorstellt.« Es ist in Jordaens Ma-nier. Nachricht. v. Rünstl. II. 75 .
— — (Eberhard) S. den Art. F. I. Toedre-beer, seines Schülers.
Wulfhagen (Franz), aus dem HerzogthumBremen gebürtig; lernte bey Paul Rembrandt . Erahmte dessen Manier nach, und seine Gemälde sindbey den Liebhabern in gutem Ansehn. Dieser Ma-ler blühcte um 1660. II. 278.
wulfraae (Matthias), Maler von Arnheim ;lernte bey Abraham Diepraam und studirte fleißignach der Natur. Er kam nach Amsterdam , undmalte sehr niedliche und angenehme historische undConversationsstücke, auch kleine Bildnisse. Fernerarbeitete er zu Frankfurt am Mayn und in seinerGeburtssiadt, kehrte aber wieder nach Amsterdam zurück, wo er 1727. 7g I. alt starb. Seine Gemäldesind in Holland und Deutschland zerstreut, und wer,den hochgehalten. ÖeLcam/'L III. 218. — SeineTochter, Margarerha, geb. zu Arnheim 1678.ward durch die Unterweisung ihres Vaters, durchihren allgemeinen Fleiß und durch die Anleitung derNatur, eine in den vornehmsten Stücken der Kunsterfahrne Mahlerin, nicht allein in Bildnißen, sondernauch in Geschichte, die wegen ihrer reinlichken Be-handlung und fleißigen Ausarbeitung ohne Steifheitsehr wohl gefielen: Das Nackte ist in denselben zartund angenehm gefärbt; in den Gewändern kannman die Verschiedenheit der Stoffen leicht unter-scheiden, und sie wird in diesem Stücke von wenigen
Wüst.
übertroffen. Ihr eignes Bildniß, welches sie nachdes alten Mischers Manier verfertigte, kann dessenzum Beweise dienen, picarr pflegte öfters von ihrzu sagen: Sie sey ein Wunder, und mache ihremganzen Geschlecht Ehre. Diese Künstlerin arbeitetezu Amsterdam, gieng aber 17^1. gen Arnheim zu-rück, um ihre übrige Lebenszeit daselbst in Ruhe zu-zubringen. va» t?oos 1. Hig.
Wunder (Wilhelm Ernest), geb. zu Cranich-feld in Thüringen 1717. mußte zwar die Theologiestudiren ; aber seine Neigung gieng vornehmlich aufdie Malerey. Er kam wegen seines grossen Geniein Dienste des Marggraf Friedrichs zuBayreuth,der sich bemühete, ihm die Grundsätze seiner beliebtenKunst selbst beyzubringen. Der Marggraf Frie-drich Christian dann machte ihn zum Aufseher derBildergallerie und der Kirchengemälde seines Für-stenthums. Wunder malte anfänglich Decken-stücke, Bildniße, Wildprät, Perspektive für dieSchaubühne, u. s. w. Nachher aber schränkte er -sich allein auf kleine Kabinetstücke von Blumen,Früchten, Landschaften und Bauerngesellschaftenein.
würsch (Joh. Melchior) Bildnißmaler vonStanz in dem Schweizer-Canton Unterwalden ge-bürtig; arbeitete um 1768. in Zürch , wo er sehrVieles zu thun fand und seine Gemälde beliebt wa-ren, weil er in der Aehnlichkeit sehr glücklich war.Seither übte er diesen Talent und verbesserte seinenGeschmack auf Reisen, die er in Italien und Frank-reich that. Würsch arbeitete lange Zeit zu Dijon ,wo er 1776. Director der Zeichenschule wurde. Umdiese Zeit verfertigte er ein Gcmäld, welches denH. Niclaus von Flüe, der durch seine Dorbitte eineFeuersbrunst auslöscht, vorstellt. Mit diesemmachte er dem Rathhause zu Saruen, als seinemVaterlande, ein Geschenk. Füßli I V. 2^1.
W» rstbauer ( ) S. G. R. Donner.
Würremberger (Michel) S. D-Heschler.
würzburg (Joh. Philipp von) S. Ohilipp.
Wurzelbarrer (Benedict), Kunstgiesser zuNürnberg; lernte bey seinem Verwandten GeorgLabenwolf . Derselbe verfertigte für seine Geburts-siadt und für die Städte Prag und Durlach sehrschöne Bilder zu Brunnenwerken, und erlangtedurch seine Geschicklichkeit grossen Ruhm. Er st.um 1620. 72 I. alt. — Sein Sohn, Johann,setzte diese Kuustarbeit rühmlichst fort, verfertigtesehr ansehnliche Werke, und st. i 656 . üi I. alt.Doppelmayr.
wüst (Carl Ludwig), Kupferstecher von Nürn-berg , aus der Preißlerischen Schule; gieng 17^.mit andern Künstlern nach Kopenhagen und arbei-tete daselbst an dem Vitruvio Oanico und Dsiniaboäierna. wüst kam 1721. mit Michel Keyl nachDresden . Nachdem er daselbst einige Stücke fürdie churfürstliche Gallerie verfertigt halte, gieng erwieder nach Nürnberg , wo er bald darauf starb.Man hat von ihm einige Sammlungen von Blat-tern, die Goldschmiedsarbeit vorstellen. Nachricht,v. Rünstl. I. 219.
— — (Joh. Heinrich), geb. zu Zürch 174 '-kam als Flachmaler, doch in der Absicht ein Künst-ler zu werden, nach Amsterdam , wo er das Glückhatte, mit Jacob Maurer, einem geschickten Bildniß-maler von Echafhauscn bekannt zu werden, der ihmzu Erlangung seiner Absichten allen möglichen Vor-schub that. Der berühmte Ploos van Amstel wür-digte ihn seiner Freundschaft, und gab sich Mühesein Genie zu entwickeln, besonders im Landschafls-malen, wozu er einen vorzüglichen Hang an ihmverspürte, daher diesen jungen Künstler auf dasFeld führte, und ihm einen richtigen Geschmack imZeichnen nach der Narur beybrachte. Wüst thatnun nach fünf Jahren eine Reise nach Paris , mitdem Vorhaben, von dem Unterricht des Landschaft-malers Lourherbourg Nutzen zu ziehen; allein beynäherer Bekanntschaft mit dem moralischen Charac-