Band 
Erster Theil.
Seite
741
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Zanchi.

njße und Geschichten, welche meist aus Tasso's Je«rusalem gezogen sind. /ÄLsr II. ?. i. p. Zg>

Zanchi (Franz), Perspektivmaler zu Venedig ,war 1788. Mitglied der dasigen Academie. Ermalte die Verzierungen des Speisesaals in dem her-zoglichen Pallaste. ^rnett« p.

Zanco. S. Zarnko.

Zandi (Franz), malte die Verzierungen der Ka-pelle Mantachiti in der Servitenkirche zu Bologna.

^§co;o.

Zanella (Franz) von Padua , malte für dieChorherrnkirche St. Johann zu Brescia ein Allar-blatt, worinn St Anton von Padua, in einer Glo-rie erscheinend und einige Kranke heilend, abgebil-net ist. Man sieht sehr Vieles von seiner Arbeitin Kirchen und Pallästen seiner Geburtsstadt,z-o/üo.

Zanelli (Syrus), Bildhauer von Pavia , blü-here um 1720. Daselbst arbeitete er für die Haupt-kirche und tue Kirche St. Joseph, für die Carthausezu Pavia , und die Capuzinerkirche zu Arona zuMailand . Syrus verfertigte für die Kapelle desH. Johanns Buono, dasigen Erzbischofs, in derHauptkirche dieser Stadt, ein Basrelief, welchesden Einzug dieses Heiligen in die Stadt Bergamo vorstellt,

Aanerri (Anton Maria Graf), ehemals Eraf-mo genannt, großer Kenner und Liebhaber der Kün-ste zu Venedig , lernte in früher Jugend die Zeichen-kunst , und bracht' in seinem Vierzehnten schon einigeKöpfe und Figuren in Kupfer, die er dem berühm-ten englischen Arzte Mead zueignete. Er sammelteein kostbares Kabinet von Büchern, Kupferstichen,Zeichnungen, antiken geschnittenen Steinen, u. s. f.Zanerri erneuerte die Kunst des Hugo da Carpj,Holzschnitte und Kupferstiche von drey bis viererleyPlatten abzudrucken, und that diesen Künsten allenmöglichen Vorschub. Gleichwohl verbrannte er ei-nige Jahre vor seinem Absterben die Stöcke, welcheer hierzu verfertigt hatte. Man hat unter seinemNamen herausgegeben: Eine Sammlung von an-tiken geschnitteren Edelsteinen, mit Goris Anmer-kungen und 80. Stichen: Eine von ihm selbst gesam-melte Anzahl von 99. Handrissen, meist von Par-mesan , die er größrentheils selbst nach abgedachterManier in Holz geschnitten, in zwey Theilen: End-lich die Statuen des VorsaalS an der Bibliothekdes Pallastes von St. Marco. Seine tiefe Einsichtund Erfahrung in den schönen Künsten erkennt manaus dem Briefwechsel den er mit verschiedenen Lieb-habern unterhielt; man findet denselben in der zuRom in verschiedenen Theilen herausgegebnenSammlung von Malerbriefen. Er st. 1787. ineinem sehr hohen Alter. — Anron Maria Zanerri,der Jüngere, des obigen Nefe, Kunstliebhaber undBibliothecar von St. Marco, gab 1760. ein neuestrefliches Werk unter folgendem Titel: Varie?lt>turs ä fresco üe principsli ülsestri Venerlani,etc. Die 2 s. hierzu gehörigen Blätter hat der Her-ausgeber selbst gezeichnet, radirc, und mit einerAbhandlung begleitet, /.eitere L« in/Ätr-ra lll. - 5 o.

— — (Dominicus), Maler von Bologna ,arbeitete um den Anfang des X VlII. Jahrhundersan dem churpfalzischen Hofe zu Düsseldorf , wo manschöne Bilder von ihm siehet, ^ueroi-io.

— — (Jacob), Maler von Brescia , arbeitetefür die Kirchen St. Joseph und St. Zeno in seinerGeburtsstadt.

Zanfragnino (Anton). S. Scarpagnino.

Zanfurnari (Emanuel), griechischer Maler,wird in den Malerbriefen I V. 3 o 8 . und Zog. an-geführt. Man hat von diesem Künstler ein Gemaldentdeckt, welches das Lcichenbegängniß desH.Eph-remius Sirüs vorstellt. Dasselbe ist, in Kupfergestochen, mit einer von Jacob Facciolati geschrie-benen Erklärung erschienen. Diese Schrift hat manauch in des Borrari: Uoma supterranea eingetra-

/

Zanotti.

gen, und das Gemäld wird in dem vatikanischenPallaste verwahrt.

Zangara, Beyname vou I. Lonardi.

Zani oder Sann«' (Johann Baptist), von Bo,logn« , lernte bey I. Andreas Sirani. Er zeich-nete die berühmten Gemälde in dem Hofe des Klo-sters St. Michele del Bosco : die Werke des Pelle-grin Pellegrini, genannt Tibaldi; die Gemälde desCorreggio u. a. Künstler zu Rom und Bologna , wo-raus er ein schönes Werk von geetzten Bildern zuverfertigen gedachte, und bereits einige Proben da-von herausgegeben hatte; aber er starb zur größtenBetrübniß der Liebhaber in der Blüthe seiner Jahre,Er blühte um 1660. II. 487.

Zanimberti (Philipp), geb. zu Brescia , 58 ?.lernte bey Santo Peranda, und hielt sich zehn Jahrebey ihm auf. Derselbe war ein geschickter Malerin kleinen Figuren, die er mit lieblicher und natür-licher Manier ausarbeitete. Zanimberri malte aberauch auf Tücher und Mauern große historische Wer-ke. — Er starb i 638 . und hinterließ einen SohnJoh. Baptist, den er in seiner Kunst unterwiesenhatte. Kisto//? II. 282.

Zanna (Johann), genannt pizzica, weil ereines Garkochs Sohn war, Maler zu Rom , arbei-tete in Gesellschaft mit Tarquinius da virerbo,einem geschickten Ornamentmaler. Zanna maltein verschiedenen Kirchen und Pallästen zu Rom Ge,schichten in Fresco. Er blühte um 1800. La§/ro«rp- 129.

Zannoni (Anton), geb. zu Padua i6s8. hatteeine so große natürliche Fähigkeit zu der Kunst,daß er ohne Unterweisung anfieng, für die TöpferFiguren, Laubwerk u. f w. auf irdene Gefäße znmalen. Hernach begab er sich auf das Ornament-malen, und verfertigte perspektivische Zeichnungenvon Architekturen, die er nach den beßten Scribeu-ten und aus der Bekanntschaft mit Franz Santu,rini erlernt hatte. Derselbe lieferte an verschiede-nen Orten trefliche Werke von dieser Art in Oel undFresco. Ferner verstand er die Kunst, Maschinenfür Schauspiele zu verfertigen. Er lebte noch 1718.bey vollen Kräften zu Verona . — Sem älterer SohnAndreas, geb. zu Padua 1669. lernte bey demVater das Ornamentmalen, bezeigte aber mehrereLust für die Baukunst, die er zu Verona zu üben viel-fältige Gelegenheit hatte, und hielt eine Schule,die nicht allein von Baumeistern, sondern auch vonBildhauern und Malern stark besucht wurde. — Derjüngere Sohn , Johann, geb. in dem KirchspieleSoligo des Gebiets Trevisa 1888. lernte von seinerzartesten Jugend an die Malerey, und genoß der Un-terweisung des I. Bapt. Bellotti, wobey er die Acade-mie zu Verona fleißig besuchte. Er malte mit gros-ser Fertigkeit für die Kirchen dieser Stadt in Oel undFresco. /hLLm p. 9.

Zannoni (Franz), von Cittadella, verbesserte1782 die Gemälde des Giotto in dem Verhörsale zuPadua , wobey er die Manier des Originals ziem-lich glücklich nachahmte. Er erneuerte auch vieleandre alte Gemälde in den Kirchen dieser Stadt.Aanettr.

Zan 0 bi 0. S- L- Gandolfo.

Zanorri iDavid), Maler zu Bologna , vonwelchem man in den Kirchen der Verkündigung undSt. Rochus Deckenstücke siehet. Dieses letzterevornehmlich zeigt einen großen Verstand, großeZeichnung und einen lrefiichen Geschmack. DieserKünstler lebte 1789. in der Blüthe seinerJahre. /?ei-sma pittr-ice III. io3.

— — (Joh. Peter Cavazzoni), Secretär derClementinischcnMaleracademie zu Bologna , Schrift-steller, Dichter und Mitglied verschiedener gelehrterGesellschaften in Italien, ward 1874. zu Paris ge-boren, und in früher Jugend gen Bologna ge-bracht, wo er die Malerey bey Lorenz Panstnelli,der ihn sehr liebte, erlernte. In der Natur suchteer die bequemsten Gestalten, die ähnlichsten Aus-Bbbbbs