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Mahlerische Reise in die italienische Schweiz / mit geäzten Blättern von J. H. Meyer
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wie für den Philosophen und den Naturforscher. Zwar sind es nicht mehr die lieblichenThäler und Gründe, jene geschwäzigen Bäche und stille Seen, Welche die sanftem Seelen ent-hüben ; es ist die Natur in ihrer grossen fürchterlichen Gestalt! Stussenweise führt sie ausarkadischen Gegenden zu tobenden Scenen, die den Wandrer mit Schauer und Ehrfurcht erfül-len -von diesen zum traurigen Chaos, wo jedes Leben der Schöpfung zu ersterben scheint.

Das Thal von Altars gab uns in prächtiger Morgenbeleuchtung einen herrlichen Anblik. SanfteStreiflichter schwebten an der östlichen Seite des hohen Gebürgs, und die Bäume im Thal Ural-ten in grünlichem Goldglanz, den der graudunkle Duft des Bergschattens erhöhte. Die Wen-dung der Strasse eröffnet eine neue Aussicht. (S. Tab. III.') Rechts fliefst die Reuss dem F'ier-maldftättersee entgegen; ihre jenseitigen Ufer sind hohe waldigte Berge, und der Eingangin ein enges Thal, wo der Weg über die Surenen - Alpe ins Engelberg führt. Links thürmtGeh die Felswand des Golzernbergs hoch empor, und beschattet das Thal; vorwärts scheint

der beschneite Stägerberg und der hinter ihm glänzende Crispalt die Gegend zu schliessen.-

In dem Dorfe Erßfeld schmekte das Frühstük vortreflich, und wir empfanden die Wollust desGenusses von Speise gedoppelt, da wir sie durch den frühen Marsch verdient hatten. -- Vonda sezten wir den Weg im Reussthal durch das Dorf Silenen fort, bis zu dem Dörfchen AmStäg. Dieses gab uns einen traurigen Anblik. Abgebrannte Wohnungen, achtzehn an der Zahl,vergegenwärtigten uns die betrübte Lage von Menschen, die in einem engen Thal von schneller

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