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behagen; an die Möglichkeit des lezten dachten weder der Mauthbedlente noch wir. Aber derredliche Biancone, unser Schiffmann, wusste Rath. Mit einem von uns gieng er zu HerrnT^alese, einem Doktor der Rechten, und klagte ihm den Vorfall. Der rechtschaffene Mann,empört über des Geschichte, gab schnell seinen Comis als Bürge für unsere Schuld mit, und unsselbst gab er den Rath, uns an den Herrn Intendent in Como zu wenden. Freude und warmerDank stieg für den edeln Valese in unfrer Brust auf Um so schöner war die Handlung diesesMannes, da er Fremdlinge aus ihrer Verlegenheit rettete, ohne ste weiters, als durch die Füf-sprache Biancone’’s zu kennen! Mit kaum unterdrükter Wüth schrieb der Mauthbediente dieNotiz an den Herrn Intendenten in Como . Wir selbst begaben Uns aus der Menge des zusam-mengelaufenen Geflndels wieder ins Schiff.
Obschon indess auf dem Lauiser - See ein heftiger Gegenwind entstanden wai% der uns ganzleise an die Angst auf dem Lago Jdaggiore erinnerte, so befanden wir uns doch leichtemMuthes, als in der rüstigen Küche Zu P orlezzo und im Bureau des Mauthbedienten. Auf demSchiffe entschieden wir, was so mancher Reisebeschreiber unfein genug ununtetsucht lässt: Ob eswohl recht sey, wenn Reisende, nach einigen unangenehmen Erfahrungen von schlechten Men-schen, sogleich auf eine ganze Ortschaft schliessen? Nein! sagten wir einmüthig; denn sonstwürde das menschenfreundliche Betragen des Doktor J^alese und feines Schaffners laut wideruns zeugen! Nein, von rohem Pöbel lässt sich so wenig aus den Charakter eines Volkes