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Mahlerische Reise in die italienische Schweiz / mit geäzten Blättern von J. H. Meyer
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wölben. Blikt man von der Brake herab, so ist Schauer und Schwindel die Folge dieser NeugierdeGanz in der Tiefe arbeitet steh gleich einem Wurme der Rhein zwischen enger Felsenkluse durch.Er hüllt den Schaum seiner Wuth ins dämmernde Grau eines Abgrunds, den nie kein Sonnenstralbefcheint, und fein donnerndes Geräusche schallt nur dumpf heraus. Allernächst der Brüke ist dieStrasse durch ein Felsenloch gebahnt, dessen Eingang ein Schirmdach vor den Lauenen schüzt.Unweit der Mittelbrtike ist ein drittes Sprengwerk. Immer tiefer von da verliert sich der Rhein in den Abgrund; und immer höher zieht sich die Strasse durch finstern Wald hinauf, bis sie end-lich in eine öde Gegend führt, indem sie den Rhein für einige Zeit verlässt.

REISE NACH PFEFERS UND WALLENSTATT.

Von dem armseligen Dörfchen Rongella, das eine Feuersbrunst noch zum Theil zerstörthatte, gieng es nun wieder durch Tannenwälder herab, durch eine Gegend, gewöhnlich vonstreifenden Betlerhorden belebt. Diese finden da eine sichere Freistätte, die ihnen von niemandstreitig gemacht wird, weil sie den benachbarten Orten kein Leid zufügen. Am Ausgange desWaldes eröfnet sich eine weitläufige Aussicht ins Domleschgerthal. Durch flache Ebene fliefstin verwüstendem Schlangengang der Rhein , und von dem Heimen he rg glänzen in der Sonne,nebst dem Schlosse Tagßein, verschiedene kleine Ortschaften. Vormals müssen Räuber mächtigerer