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Mahlerische Reise in die italienische Schweiz / mit geäzten Blättern von J. H. Meyer
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Nussbäumen - aus Felsen sprudelnde Quellen-Rebhügel und Vorgebirge mit Ruinen, von

denen sich Bommerstein (S. Tab. XII.) besonders auszeichnet-bilden ungemein malersche

Partien. Ost rauschen die Wogen des Sees dem Ohr entgegen, oder es wird von dem Murmelneines unter Gebüsch verborgenen Baches unterhalten, oder von der einsamen Alpe herab ertöntdas Geklingel einer Viehheerde, in welches das Horn des muntern Aelplers sich mischt. Unstreitigfinden sich hier noch Spuren von jenen glüklichen Menschen, voll Sitteneinfalt und naiver Güte,wie sie Haller und Gessner besangen. Ihrer Bedürfnisse sind wenige, und eine gänzlicheUnwissenheit von allem, was nicht in ihren beschränkten Geschäftskreis gehört, macht sie zufrie-den. Einigen Holzhandel ausgenommen, nähren sie sich durch Viehzucht und Fischerey. Bis-weilen wagt sich ein kühner Bewohner dieser Ufer auf die höchsten Berggipfel und verfolgtGemse oder spürt Munken (Murmelthiere) auf. Wir siezten uns zu Alurg in ein Schiff, umaus jenseitige User hinüber zu fahren.

Majestätisch erscheint dem Schiffenden die vor überstehende Bergkette, meistens eine Reihe fastsenkelgerader Felsen; und Schauer erregt der Gedanke an die Flut, in deren tiefem Abgrund siestehen. Nicht ganz unbewohnt sind indess diese unwirthbar scheinenden Ufer. Das einzige Dörf-chen Quinten ausgenommen, ist freylich kein Dorf in einer Länge von vier Stunden; nur hieund da stehen einzelne Hütten, entweder auf begrasten Felsen, oder zwischen Klüften am Schat-ten der Bäume, von Hirten bewohnt, die mit dem kleinen FIek ihres Eigenthums zufrieden sind.

Auch