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Unter den 13 Formen ist keine charaktergebende; nur dürfte bemerkenswerth sein, dass unter den Polygastern gerade diebeiden Hauptformen des atmosphärischen Staubes Vorkommen.
LIY.
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GRAUER SAND VON EREGLI.
Unter den kleinasiatischen Erd- und Steinproben, welche Herr Peter von Tsciiiciiatschef gesammelt hat, befindet sich auchein grauer, weissbunter Sand von Eregli, der im Korne einem groben Streusand oder Schicsspulver gleicht. Graugelbliche und röthlicheKörnchen, welche die Hauptmasse bilden, sind mit schwarzen und weissen gemischt. Die weissen Theilchen sind meist offenbar kleineSplitter von Muscheln und brausen lebhaft mit Säuren auf. Das Ganze gleicht einem feinen Seesande, der etwa aus Quarz, Feldspath ,Hornblende und Muscheltheilchen bestände. Unter dem Mikroscop fanden sich als feinste Theilchen der Mischung auch einige Polygastern-Schalen. Eine kleine Partie geschlemmt zeigte im Bodensätze des abgegossenen, trüben Wassers folgende 5 Süsswasserorganismen, ohnealle Spuren kleiner Seethierchen, weshalb denn auch die Muschelfragmente wohl Süsswasser-Muscheln angehören.
Polygastern: 2. Phytolitliarien: 3.
Eunotia amphioxys. Lithostylidium Amphiodon.
> longicornis. * denticulatum.
: rüde.
Fragt man, ob diese Formen und ihre Lagerstätte zu den vorweltlichen oder den jetzigen Lebensverhältnissen gehören, solässt sich, ohne genauere Lokaluntersuchung, nur die Antwort geben, dass es jedenfalls fossile Erscheinungen sind, und dass cs ebensokülm ist, diese Mischung durch spätere Infiltration zu erklären, als es etwa wäre, wenn man die Sandbildung als mit der organischenMischung gleichzeitig entstanden erklärte.
LV.
BRAUNGRAUER MERGEL-SAND VON SUVAS IM ALTEN CAUPADOCIEN.
Auch von dieser durch Herrn von Tsciiicuatschef gesammelten Erdprobe lässt sich über Ausdehnung, Mächtigkeit und land-schaftlichen Charakter vorläufig etwas Specielles nicht mittheilen, was der Reisebeschreibung überlassen bleibt. Die Probe gleicht einemetwas grobkörnigen Sande, gröber als Streusand. Die Körnchen sind meist abgeschliffen, und bei Hinzuthun von Salzsäure erfolgt einlebhaftes Aufbrausen, woraus hervorgeht, dass viele Körnchen aus kohlensaurem Kalke bestehen. Dabei zerfallen die aufbrausenden,unförmlichen Theilchen, und es werden eine Menge Kieseltheilchen, darunter auch Infusoricnschalen, frei. Da die Infusorienschalen unddie übrigen Einschlüsse in grosser Zahl sämmtlich Süsswasserbildungen sind, so ist auch der Kalk wahrscheinlich eine solche. Mitchromatisch polarisirtem Lichte erkennt man sogleich, dass der Sand bis in die feinsten Theilchen der Mischung doppelllichtbrechendist, mit Ausnahme der organischen Kiesellheilc. Die Masse ist demnach ein mässig feiner Quarzsand mit kryslallinischem Kalkmulm undorganischen Kieseltheilchen, ohne Beimischung vulkanischer Elemente. Die Formen sind folgende 23:
Polygastern: t8.
Amphora libyca.Campylodiscus Clypeus.Coccone'is lineata.t Placentula.
> — P
Cocconema Cistula?
* gracile ?
* lanceolatum.Eunotia granulata.Gomphonema gracile.Ilimantidium Arcus.Navicula obtusa.
Navicula Sigma.Pinnularia Esox.
« inaequaliSurirella Librile.
Synedra splendida.s Ulna.
Fhytolitharien: 5.
Lithodontium nasutum.
= rostralum.Lithostylidnm angulatum.5 clavatum.
* rüde.
Sämmtliche hier vorkommende, deutlich erkennbare Formen sind sehr verbreitet. Nur Pinnularia Esox ist bemerkenswert!),weil ich sie zuerst aus Amerika beschrieb.
LVI.
GELBGRAUES VULKANISCHES TUFF -CONGLOMERAT VON SIWAS IM ALTEN CAFPAD0C1EN.
Diese Probe ist von Herrn Peter von Tschiciiatsciief im Berliner mineralogischen Cabinet niedergelegt. Die grobkörnigenMaterialien des Tuff-Conglomerats sind von weissgrauer, schwärzlicher und oft lehmarlig gelber Farbe. Die einzelnen, locker zusammen-hängenden, Theile sind ganz vorherrschend blasige Bimsteinfragmente, was sich auch durch ihr Verhalten gegen das chromatisch polarisirteLicht sogleich bestätigt. Beim Zerkleinern und Schlemmen der Masse in dcslillirtem Wasser finden sich im Bodensätze des Abgussesviele organische Formen und auch viele unorganische, doppelllichlbrecheude Theilchen, welche letztere, wenn sie weiss sind, Quarzsaud,