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Glühen wird sie etwas gelblich, während jene mehr röthlich erscheint. Der glimmerlose feine unorganische Sand ist ebenfalls doppelt-lichtbrechend, quarzigen Splittern gleich und nur vereinzelt in einem feinen thonartigen, reich mit Organismen gemischtem Mulme. BeimVerdunsten des Wassers bilden sich am Rande milchweisse mikroscopische Crystalle von polyedrischer und prismatischer Form. In10 Analysen waren 50 Arten: 35 Polygastern und 15 Phytolitharien, bestimmbar. Die Polygastern sind bei weitem überwiegend. Besondersmassebildend sind Synedra Ulna, Eunotia gibba, Librile, Pinnularia amphioxys, Cocconeis striata. Pinmlaria caffra und Surirellacapensis sind ausgezeichnete neue Arten, erstere nur ein schönes Fragment, letztere in mehreren Exemplaren als lebend getrockneteForm. Die fragliche Podosphenia könnte eine Fragilaria sein.
Es folgen nun 14 Oertlichkeiten aus dem Bezirk von Uitenhage.
521. Schwarzer sandiger Humus vom Vanstadesberge. Erdprobe von Zeyher’s Lanaria plumosa, im Decembergesammelt. Es sind schwarze verrottete gröbere Pflanzentheile mit einigem braunen streusandartigen Quarzsande. Die Gegend am Van-stadesberg im Uitenhage ist in der Linnaea 1847, S. 484 als 1000—3000 Fuss hoch angezeigt. Der Sand braust nicht in Säure undwird durch Glühen weisslichgrau. In 5 Analysen sind 14 Formen beobachtet: 4 Polygastern, 9 Phytolitharien und Kalkmorpholithe.Alle Formen sind bekannt, alle sehr vereinzelt.
522. Hellgraubraune Erde vom Zwartkopsrivier. I. Es ist ein von Zeyiier an Aponogeton distachyos aus Bächenam Zwartkopsrivier mitgebrachter Flussschlick von den Monaten März und April. Abgerundete etwas grobe Körner eines farblosen Quarz-sandes sind von einem sehr feinen, kaum fühlbaren Mulme eingehüllt. Kalk- und Glimmergehalt fehlen und Glühen löthet nach demSchwärzen den Mulm. In 5 Analysen traten 22 Formen hervor: 10 Polygastern, 11 Phytolitharien und grüne Crystalle. In dem über-wiegenden thonigen Mulme sind die Formen etwas vereinzelt, mehr Polygastern als Phytolitharien. Prorostaurus subulatus, wie am Senegal ,und Surirella Craticula ß acuta, wie in Aegypten , sind bemerkenswerthe Formen.
523. Von einem Potamogeton des Zwartkopsrivier. II. Die im Januar von Ecklon und Zeyher gesammelten Pflan-zentheile eines Potamogeton’s aus dem Flusse selbst, gaben aufgeweicht eine Wassertrübung, die zu 5 Analysen ausreichte und 14 Formenanschaulich machte: 12 Polygastern, 2 Phytolitharien. Meist sind die Formen in häutige Gestaltungen verfilzt, aus denen einzelne freigeworden. Diese Verfilzungen bestehen als Masse hauptsächlich aus Synedra Ulna mit Pleurosiphonien und Eunotia gibba. Die so zahl-reichen Pleurosiphonien geben dem Verhältnis einen bestimmten Charakter, und die beiden Euastra erhöhen denselben. Neue Artensind nicht dabei.
524. Lehmartiger Sand-Mulm am Zwartkopsrivier. III. Eine von Zeyher mitgebrachte Crustenflechte hat als Un-terlage und Bodenverhältniss einen ockergelben Mulm und Staub mit einiger Sandmischung, aber weder Glimmer noch Kalkgebalt. Diegelbliche Erde wird beim Glühen erst schwarz, dann röthlich. In 9 Analysen fanden sich 20 Formen: 3 Polygastern, 17 Phytolitharien.Eunotia amphioxys und Pinnularia borealis sind sehr zahlreich vorhanden. Keine Form ist neu, und ein Fragment von Spongolithisrobusta scheint eine Mischung mit marinem Tertiär-Letten anzudeuten. Vergl. No. 529.
525 Gelblicher Sand am Zwartkopsrivier. IV* An einem Juncus, auf feuchten Stellen im Bette des Zwartkopsrivier,zur ersten Höhe gerechnet, blieb im November ein gelblicher streusandartiger Quarzsand hängen. Er zeigt keine Glimmer- und keineKalktheilchen. Beim Glühen wird er erst schwarz, dann weisslich, wobei die Quarztheilchen durchsichtig und glänzend werden. In5 mikroscopischen Analysen kamen 23 Formen zur Kenntniss: 12 Polygastern, 11 Phytolitharien, keine Form von Besonderheit. Derdoppeltlichtbrechende Quarzsand ist auch in den feinsten Theilchen mit verrotteten Pflanzenzellen vorherrschend, die organischen Formensind vereinzelt. Spongilla lacustris zeigt ihre Fragmente.
526. Graubrauner Schlamm einer Chara des Zwartkopsrivier. V. Die Chara hat Zeyiier im November, als zur1 sten H ö i, e gehörig, gesammelt. Die graubraune Erde ist von feinem Quarzsande rauh anzufühlen, aber sonderbarerweise ohne allen, denCharen sonst gewöhnlichen, Kalkgehalt, auch ohne Glimmerspuren. In 20 Analysen waren 47 mikroscopische Formen: 31 Polygastern,15 Phytolitharien und grüne Crystalle. Die feinsten Theile der Masse bestehen vorherrschend aus Polygastern-Schalen, unter denen diePleurosiphonien und Eunotien, besonders Eunotia gibba und eine der E. gibberula verwandte neue Art, E.curva, nächstdem Pinnulariaamphioxys und Synedra Ulna zahlreich sind. Ob die afrikanisch e Coscinophaena Discoplea? nicht vielleicht eine besondere Art der GattungStephanodiscus ist, wurde zweifelhaft. Unter den sparsamen Phytolitharien zeichnen sich an Zahl die Spongolilhen aus, welche auf dortvorhandene Spongilla lacustris und Erinaceus ? schlossen lassen. Bemerkenswerth ist der Amphidiscus Martii aus derselben Familie.
527. Graue feine Erde eines Laubmooses vom Winterhocksberge. Die von Zeyiier mitgebrachte graue Laubmoos-Erde ist fein aber zwischen den Fingern rauh. In Säure gebracht tritt Blasenbildung ein, welche kohlensauren Kalk anzeigt. BeimGlühen wird sie erst schwarz, dann weiss, welches Mangel an Eisen und Dasein von Humus andeulet. Das Mikroscop zeigt geringe,meist feine glimmerlose Sandmischung von unorganischen doppelllichtbrechenden, quarzigen Theilen. Die aufbrausenden Kalktheilchen sindklein, mulmartig und formlos. In 10 Analysen ermittelten sich 34 kleine Formen: 18 Polygastern, 16 Phytolitharien. Ein feiner thonigerMulm bildet die Grundlage, worin viel schwarze Humuslheilchen, wenig Sand, etwas Kalkmulm und viele kleine Organismen eingebettetsind. Die beiden Abteilungen des Organischen sind, wie in der Arienzahl so in der Menge der Einzelformen, sich ziemlich gleich.Unter den Polygastern sind Pinnularia borealis und Eunotia amphioxys am zahlreichsten, dann sind Arccllae und Difßugiae mit Liparogyrahäufio-. Vielleicht ist doch auch Liparog. spiralis nicht specie verschieden von der südamerikanischen L. dendroleres. Ausser den beidenArien "von Liparogyra sind die übrigen Formen ohne besondere Auszeichnung. Ein körniges gelapptes Lilhostylidium ist bemerkenswert.
528. Braune sandige Erde eines Laubmooses vom Winterhocksberge. Diese braune Erde ist schärfer sandig,braust nicht mit Säure und wird durch Glühen erst schwarz, dann rotbraun. Der Sand ist ein glimmerloser Quarzsand. I n 10 Analysenzeigte das Mikroscop 23 Formen: 10 Polygastern, 12 Phytolitharien und 1 Cryslall. Die Mischung ist auch in den feinsten Theilen vor-herrschend unorganisch. Nur Pinnularia borealis und Eunotia amphioxys sind häufig zerstreut zwischen den feinen doppeltlichtbrechendenSandteilchen und den meist braunen Humustheilchen. Besondere Arten sind nicht dabei.
529. Rostrothe Erde einer Cladonia von Uitenhage. A. Zeyher hat die Pflanze vom Erdboden im District Uitenhagemitgebracht. Die feine, zwischen den Fingern rauhe, Erde enthält quarzigen Sand, einen eisenschüssigen thonigen Mulm und mit kleinenOrganismen" begleiteten Humus. Sie zeigt weder Glimmer noch Kalkgehalt und wird durch Glühen erst schwarz, dann lebhaft hellrot.Aus 10 Analysen nadelkopfgrosser Theilchen wurden 11 Polygastern, 22 Phytolitharien und grüne Crystalle, zusammen 34 Arten, beobachtet.Unter den überwiegend unorganischen Theilen sind Polygastern und Phytolitharien einzeln verstreut. Eunotia amphioxys und Pinnularia
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