Band 
[Erster Teil.]
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267
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DIE INSEL ASCENSION .

Die Insel Ascension hat nach Leop. v. Buch (Canar. Inseln S. 314) Eruptions-Kratere und Laven, ist aber kein Vulkan weilihr der hohe Pik von Trachyt fehlt. Diese Nachricht scheint ein Redactions-Irrthum zu sein, denn S. 343 und 344 desselben Werkesheisst es, die Insel sei nicht basaltisch, sondern trachytisch, und unter den im südlichen atlantischen Ocean zerstreuten Inseln habeAscension allein Merkmale eines wirklichen Vulkans. Nach Sabine hat der höchste Gipfel 2740 Fuss Höhe ( Journal of Science XXIX)etwas höher, bemerkt v. Buch, als der Epomeo auf Ischia . Ein einziger Hügel im Innern (Green mountdin, nach IIorsburg 2250' hoch)war mit Vegetation bedeckt. Schon Förster fand Obsidian daselbst, und Basil Hall auch Bimstein. Gehört dieser bei Hrn. v. Buch ausBasil IIalls Manuscript erwähnte Bimstein vielleicht zu dem Phytolitharien-Tuff des old Vulcano? Proben eines dortigen schwarzen undeines grünen Obsidians, beide ohne Blasen, erhielt ich von Darwin .

570. Phytolitharien-Tuff des old Vulcano auf Ascension . Im Jahre 1844 sandte mir Ilr. Charles Darwin , derumsichtige und geistvolle Reisende, auf dem Beagle mit Capitain Fitzroy unter vielen Proben eigenthümlicher, der mikroscopischenUntersuchung werth erschienener, Substanzen seiner Weltreisen auch eine Probe des sonderbaren weissen und mürben anscheinend vul-kanischen Tulfes , welcher die sogenannte Teufels Reitbahn des angeblichen alten Vulkans auf Ascension bildet. Herr Darwin hältes nicht für einen Vulkan, wohl aber für eine alte Anhäufung vulkanischer Aschen in einem feuchten Kessel. Er schildert in seinemReisewerke, Geological Observations on the Volcanic Islands, London 1844, p. 47, die Oertlichkeit folgendermaassen:Die Anhöbe,welche auf der Karte als Krater eines alten Vulkans bezeichnet ist, hat keinen von mir wahrgenommenen Anspruch auf diese Benennung,ausser eben dadurch, dass sie sich in eine cirkelrunde sehr flache schiisselarlige ( saucershaped ) Kuppe endet, die fast J /2 Meile imDurchschnitt hat. Diese Vertiefung ist beinahe ganz erfüllt mit vielen allmälig aufgetragenen Lagern von Asche und Schlacke, die ver-schiedene Farben und wenig Zusammenhang haben. Jedes besondere schüsselförmige Lager gehl rings am Rande herum zu Tage aus,wodurch viele Ringe von verschiedener Farbe gebildet werden, welche der Anhöhe ein phantastisches Ansehen geben. Der äussere Ringist breit und von weisser Farbe, daher gleicht er einer Bahn, auf welcher Pferde zugeritten werden und hat den Namen Teufels Reit-schule erhalten, unter welchem er am meisten bekannt ist. Diese übereinander gelagerten Schichten von Asche müssen über das ganzeumgebende Land gefallen sein, sind aber überall weggeweht worden bis auf diese Vertiefung, in welcher wahrscheinlich Feuchtigkeit an-gehäuft war, entweder während eines aussergewöhnlichen Regenjahres, oder während der Ungewitter, welche oft vulkanische Ausbrüchebegleiten. Eins der Lager, von röthlicher ( pinkish ) Farbe und hauptsächlich von kleinen zersetzten Bimsteinfragmenten gebildet, ist merk-würdig durch seinen Gehalt an zahlreichen Knollenbildungen.

Diese so bezeichnete sonderbare vulkanische Asche der zu Afrika zu rechnenden isolirten ganz vulkanischen Insel, wovonHerr Darwin zuverlässig charakteristische Proben mitgenommen und gesendet hat, zeigt bei genauer mikroscopischer Analyse keineswegsdie Charaktere einer gewöhnlichen unorganischen vulkanischen Asche, vielmehr ist die ganze Masse ein rein organisches Product, welcheszwar in seinen Einzeltheilen nicht bedeutend verändert, aber doch völlig ohne kohlenstoffige Bestandtheile ist, daher wahrscheinlich einerGlühhitze ausgesetzt war. Die so völlig wasserlose und baumlose Insel, welche nur Kräuter dürftig hervorbringt, auf der kein wilderLandvogel existirt, wie Darwin in seiner Reise erzählt, hat schwerlich dort in dem sogenannten alten Vulkane eine solche periodischeWasseranhäufung, dass periodisch viel Pflanzen da wären, denn von daselbst sichtlichen dürren Ueherresten gewachsener Pflanzen erwähntder Reisende nichts. Wenn sich daher das folgende Verzeichniss von 49 Arten von kieselerdigen Pflanzentbeilen und kieselschaligenPolygastern aus dem tuffartigen charakteristischen Hauptbestandteile des lagenweis entstandenen, oben Va engl. Meile breiten gebändertenund cirkelrunden, sogenannten alten Vulkans hat gewinnen lassen, so bleibt noch manches rätselhaft in der Erscheinung, das Räthselbekommt aber durch die mikroscopische Analyse zu seiner Lösung einen ganz anderen Gesichtspunkt.

Die mir übersandte Probe ist nicht etwa bloss mehr oder weniger reichlich gemischt mit organischen Formen, sondern besiehtoffenbar ganz allein daraus, indem eine an Menge geringe unförmliche staubartige Zwischenmasse nur als Detritum oder Zerfallen einesTheiles der Formen betrachtet werden kann, deren Fragmente sogar auch in sehr kleinen Theilen noch erkannt werden.

Das Verzeichniss der bestimmbar erhaltenen Formen betrug 1845 30 Arten und ist seitdem auf folgende 49 gestiegen:

Polygastern: 7 .

Lithostylidium Emblema.

Chaetotyphla saxipara.

z

falcatum.

Gallionella calligera.

'

Formica .

z distans.

z

Ilirundo.

Pinnularia borealis a.

*

irreguläre.

Stauromis amphilepta ?

*

lacerum.

; Semen.

*

laeve.

Trachelomonas laevis.

z

obliquum.

z

oblongum.

Phytolitharien : 42 .

z

Oligodon.

Assula Polystigma.

''

Ossiculum.

Lithodontium Aculeus.

*

ornatum.

5 Bursa .

'

Pes.

f fnrcatum.

*

Piscis.

* nasutum.

polyedrum.

5 rostratum.

quadratum.

Lithomesites Pecten.

z

Rajula.

Lithostylidium Amphiodon.

z

Rhombus.

z angulatum.

z

rostratum.

z articulatum.

z

rüde.

z biconcavum.

z

Serra.

, clavatum.

. Z

sinuosum.

, Clepsammidium.

z

spiriferum.

t constrictum.

z

Taurus.

5 curvatum.

z

Trabecula.

. denticulatum.

z

unidentatum.