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l m ,50 bis 2 m sich befinden, was, wenn sie sehr nabe sind, nicht der Fall ist, sodafs dadurch der Vortheil, keine starken und langen Hölzer anwenden zu brau-chen, gänzlich verloren geht.
Ich füge noch hinzu, dafs von den Kosten der Construction hier nicht soviel der Solidität zu Gute kommt, als in dem anfänglichen Systeme. In der Thatdienen die Pfetten, Leersparren, Giebelbänder und Zangen nicht unmittelbar dazu,das Gewicht der Bedeckung zu tragen ; das Bundgespärre selbst nur dient wirklichals Stütze ; nun ist aber in dem Systeme des Philibert de l’Orme alles Holz zuBundgespärren verwandt, das heilst zum Stützen, während in den anderen Syste-men nur ein Theil des Holzes diese Bestimmung erfüllt.
Dies ist jedoch noch nicht Alles. Es ist klar, dafs das Gewicht der Dächer,wenn es die Mauern nur an einigen Punkten belastet, diese viel mehr in Anspruchnimmt, als wenn es über ihre ganze Länge gleichförmig verbreitet ist, und dafsdadurch nothwendig eine Vermehrung der Mauerdicke herbeigeführt wird. DieErfahrung hat dies auch gezeigt, denn einige Bogengespärre neuerer Art, dievor kurzem ausgeführt wurden, übten gegen die Mauern einen solchen Schubaus, dafs man zu der ungewöhnlichen Anwendung von eisernen Zugstangen undStrebepfeilern greifen mufsle. Diese ganz natürlichen Folgen kamen sehr uner-wartet , weil man sie bei den Gespärren von Philibert de l’Orme nie bemerkthatte, und weil alle Schriftsteller von Abhandlungen über Holz-Constructionen,von Mallnirin Jousse bis Bondelet, fast ein gänzliches Stillschweigen über diesenSchub und die Hülfsiniltel, sich dagegen zu schützen, beobachten.
Ich weifs, dafs ich hier mit den Ansichten vieler Constructeure im Wider-spruch stehe, indem sie den Bogengespärren die Vorzüge der geringen Kostspie-ligkeit und der Festigkeit zuschrciben , dafs sie ferner keinen Schub gegen dieMauern ausüben und eine so gefällige Ansicht, wie kein anderes System sie ge-währen kann, darbieten. Bestehen aber diese Vorzüge wirklich? Die Beant-wortung dieser Frage durch Versuche schien mir sehr nützlich zu sein, und ebendies ist der Zweck der Arbeit, die ich unternommen habe.
§. 2. Summarische Auseinandersetzung des Zweckes und der Resultate der über Ilotzbögenund Gespärre mit Bögen gemachten Versuche.
Ich gestehe, dafs beim Anfänge meiner Versuche meine Absichten nicht sobestimmter und systematischer Art waren, als man nach dem, was folgt, glaubenmöchte. Ich w'ar mit der Constructionslehre an der Artillerie- und Ingenieur-Schule zu Metz beauftragt, und hatte mir vorgenommen, in nur geringer Aus-dehnung die vorzüglichsten Formeln, die beim Entwürfe von Holz-Constructionenbehülflich sein können, zusammenzustellen. In diesen Formeln kommen gewisseconstante Werthe vor, welche die specifische Elasticität (elasticite speciftque) derverkommenden Holzlheile bezeichnen , und welche für aus mehren Stücken zu-sammengesetzte Bögen durch Versuche bestimmt werden mufsten. Ich war in-dessen nie der Ansicht, dafs die Halbkreisbögen keinen Schub gegen die Mauernausübten ; das Studium des ausgezeichneten Werkes von N'avier, über Stabilität