Tab.XXXVIII.
Tab. XXXIX.Fig. i.
Tab.XXXVIII.Fig. r.
Fig. 3 .
Fig. f.
Fig. f.
Tab. XXXIX.Fig.2.
Tab.XXXVIIIFig. 6.
Fig* 7*
§.687.
§.687.
$. 688 .
§.689.
$.690.
§.691.
$.69r.
48 Zugabe zur II. Sect, des VI. Cap. im II. Theile. _
sen. Zn dcr Tab. XXXIX. Fig. I. ist ein Bogen-Stücke mit Transversal -Pinien,worzu das Pendulum 3 3. Zoll lang seyn müßte, und zur Anzcig der Orad und Minuteneinen solchen Weiser haben könnte, wie die punctim Gestalt bey Y zeiget, welche r.Orad und 4. Minuten angiebt.
Das Loch des Penduli, wie bey x Fig. r. Tab. XXXVIII. zu sehen, ist oberwarts,wie ein übcrs Eck gesf^teö Quadrat > untewarts aber ist eine sich rundlich endigendeVertieffung. In dem obern Wmckel, welcher 90. Orad halt, hanget nun das Pen-dulum auf einem scharffen Nagel, dessen Scharffe 60. Orad ausmacht, und wie inder 3 Fig. ohnweit c zu sehen, wie ein halber Circul vertieffetist, in dessen Mitte sichdas Pendulum hinsetzet, so bald es Perpendicular gehalten wird, da es dann sehr ac-curat und genau spielet, und erst nach langen Spielen stille stehet. Wiewohl manes auch bald an gehörigen Ort stille stehend machen kan , wann man das Pendul-daußchen ein wenig rüder drucket, das Pendulum etwas an den Orad-Bogen an-streichen , und drauf wieder frey hangen laßt.
Damit das Pendulum vom Winde nicht gestöhret werde, hanget solches in ei-nem von Birn-Bäumen B.reterchens gemachten Haußcben, so Fig. 3. im Profil mitsamt dem Pendulo zu sehen, über den Orad - Bogen aber ist ein Glaß g h Fig. I. undi k Fig. 3. um die Oradus dadurch sehen zu können.
Auf daß die gantze Waage einen festen Stand habe, ruhet sie auf zwey Stativen.Das Stativ A hat oberwarts eine Nuß, aufderen Zapffen eine Hülse gestellet, so andem Waage-Arm befestiget, wodurch die Waage nach allen Welt-Gegenden ge,wendet werden kan. Das Stativ B. hat oberwarts an einem runden Stäbe eineStell-Hülse mit einer Gabel. Die iDtcll- Hülse ist Fig. s. bey nabeln gehörigerGrösse vorgestellet. Auf der Gabel nun ruhet das andere Ende der Waage.
Eben diese Stell-Hülse mit der Gabel dienet auch, daß die Waage auf einHaar erhoben, und nach jedem erforderlichen Orad gestcllet werden könne. Manerhebt nemlich die.Stell-Hülse an dem runden Stäbe mit dcr Waage, bey nahe soviel, als es der Gtadu5 erfordert, und schraubet die Hülse an dem Stab feste, so mitder Schraube! Fig. s. geschiehet , welche eine in der Vertieffung der Hülse liegendeFeder an den runden Stab andrucket, nachhero schraubet man mit der Schraube tdie Gabel rauff, oder runter, biß das Pendulum den verlangten Grade auf ein Haaranzeiget. Daß die Schraube I. nicht unmittelbar an den runden Stab tretten darff,sondern eine Feder andrucken muß, geschiehet deßhalb, weil die blosse an das Holtztrettende Schraube den Stab bald zu schänden drucket.
Zum siebenden Punct, nemlich, daß man ein vorgestelltes Objectum deutlich undscharst durch die vioprren ersehen könne, ist die Gestalt der Dioptren beförderlich, daman sonst durch ein klein Löchclchcn nur durchsehen können, hier aber durch einen Ritzsehen kan, welcher, wann er mit dem Löcbckchen einerley Weite hat, vielmehr Badiosaus der Pupilla durchgehen laßt, als das Löchelchen, einfolglich das Object, wornachman siehet, deutlicher machet. Die wahre Grösse einer der Dioptren ist in der 2. Fig.der XXXIX. Tab. entworffen, nebst dem Lappen, wodurch sie am Ende des Waage,Armes angeschraubet ist. Eine jede der Dioptren ist mit Oel-Farbe theils weiß,theils schwartz angestrichen, dergestalt, wie die Figur weiset. Durch das Loch imschwartzen Felde muß sich der schwartze Theil des Absicht-Schiebers, und durch dasLoch im weisscn F lde muß sich der weisse Theil des Absichts-Schiebers sehen lassen.
Der Absichts-Schieber, welcher mit seinem Stäbe in der 6. Fig. Tab. XXX VIII.inzeln aber, und zwar etwas grösser in der 7. Fig. derselben Tabelle vorgestellet, istdas Objectum , wornach beym Xivelliren gesehen oder gezielet wird. Dieser gehetin feinem Stäbe, welcher viereckt, etwas über i j Zoll ins gevierdte dicke, und 7.Fuß lang ist, meiner besondern Muth oder Faltz, welche mitten im Stäbe weiter alsam Rande ist, damit der Absichts-Schieber nicht hervor fallen könne. In der Ge,gend von 4- Füssen, von unten rauff, hat der Stab ein messingen Aermchen n miteinem kleinen Pendulo. Das Pendulum ist darzu, daß man den Stab Perpendicula-riter stellen forme, worzu aber der Arm dienest, soll sich hernach zeigen. Von dar an,wo die untere Pinie des Arms an den Stab trifft, sind hmaufwarts und runterwartseinzele Zolle auf den Stab gesetzet, und jeder Zoll ist wieder in zehen Theile gahulct.(Man kan auch wohl zweyerley Maaß, als Rheinlandisches, und anderes an jedemOrt übliches Maaß neben einander setzen. ) An diesem Stäbe laßt sich ein 3P Fußlanger Neben-Stab, der > Zoll breit, |. Zoll dicke ist, in drey messingenen Bän,der 0. p. q. etwas rauff und runter schieben, und durch eine Schraube r. so auf eineam mittelsten Bande befestigte Feder drucket, nach Belieben fest schrauben. DerKopff s ist zum Angriff beym Rauff, oder Runter - Schieben. Dieses alles dienetdarzu, daß man in allen Stationen das Aermchen biß an die Dioptren erheben., und
wann