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Gnonomica fundamentalis et mechanica, worinnen ... allerhand Sonnen-Uhren ... entworfen und mitgetheilet / von Johann Friedrich Penther
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orrede.

em Leser übergebe ich hiermit meinen zweyten AiasoemsrischenTractat. Derselbe handelt von der Gnomonica, welches eineI^ackemacische Wissenschaft ist/ so von Verfertigung der Son-nen- auch wol Mond- und Sternen-Uhren handelt/ in diesemTractat aber nur die Verfertigung der Sonnen Uhren als das vornehmste Stückberühret. ES ist solches eine Materie/ die Vergnügen macht/ Nutzen schafft / jaunentbehrlich ist. Daö Vergnügen haben diejenige/ so in der Gnomonica selberHand anlegen/ welche/ wenn sie darinnen eine Geburt zur Welt gebracht / solchegewiß mit Vergnügen ansehen werden. Den Nutzen haben nicht nur gleich er-wehnete/ so Sonnen-Uhren machen können/ sondern alle diejenige/ die in der Zeitleben/ und ihre Action« nach Zeit und Stunden einrichten müssen/ wovon wolniemand auszunehmen seyn möchte/ e6 waren denn Personen/ so der Welt wenignutzeten/ und ihren Müßiggang und Zeit-Vertreib nach denen Stunden nicht ein-zutheilen nöthig hatten. Unentbehrlich ist diese Materie vielen/ vornehmlich de-nenjenigen/ bey denen Glück und Unglück auf die Zeit beruhet; die / wenn sie ge-wisse fetale Stunden nicht wohl olrlerviren/ den grösten Schaden davon habenkönnen. Will mir objiciret werden: Die meiste Handlungen würden nach denenSchlag-oder solchen Uhrem so ihre Bewegung von Gewicht/ Federn und andernBewegungö-Kräften/ nicht aber von der Sonnen haben/ eingerichtet/ wobeyman die Sonnen-Uhren entbehren fönte/ dem rejicite/ daß solche Uhren sich aufdie Sonnen-Uhren gründen / und darnach gestellet werden müssen; woraus schondie Unenrbehrlichkeit zu beurtheilen wäre. Ja man stehet und erfahret genug/wenn die Uhr - Steller ihrem Kopf mehr / als der Sonnen folgen / wie die Uhrengehen/ was es vor Suiten giebt/ wie man betrogen werden/ und Nachtheil dadurchbaden könne. Ich will nur den Fall setzen/wenn Reisende durch unwegsame Oer-ter partiren sollen/ durch welche bey Etntrettung der Nacht schwer zu kommen ist/und die verlassen sich auf eine unrichtige zu spat gehende Uhr/ (wie sie denn fast3 l'orciinaire zu spat / und nicht zu Zeitig zu gehen pflegen) bilden sich dabey dierichtige Zeit ein/ in welcher sie die üble Passage schon zurück zu legen gedencken/es ist aber an der Zeit um eine Stund später/ als die Uhr ihnen angewiesen/ wo-durch sie von der Nacht übereilet werden/ und Schaden nehmen/ da sie/ wenn siedie rechte Zeit gewußt/ eher Nacht-Quartier gemacht/ und nicht in das Unglückhinein gereiset waren. Wie mir dergleichen Casus wissend sind. Selbsten dieje-nige/ so zu Hause ihre Verrichtungen haben/ können bey unrichtigen Uhren sehrverhindert werden. Über dem/ wenn auch solche Uhr-Wercke in guter Ordnung/so doch durch Hülfe der Sonnen-Uhren geschehen muß / gehalten werden / so hatman sie nicht aller Qrten/vornehmlich aufdem Lande/doch sollen die Arbeiten nachdenen Stunden erfolgen/ welches denn durch Hülfe der Sonnen-Uhren zu erlan-gen. Zwar ist in der Welt nichts vollkommen/ und ereignet sich bey Sonnen-Uhren auch ein Fehler/ der nicht zu redrelliren/ nehmlich daß / wenn die Sonnenicht scheinet/ man sich bey der Sonnen-Uhr schlechten Raths erholen könne;man muß denn auch ein Stück der podagrischen Lur gebrauchen/und sich zu Nutzemachen / waö jener über eine Sonnen-Uhr schriebe: Patientia opus, quando solnon lucet. Freylich wäre es besser/ wenn dieser Fehler nicht vorkäme/ indessen

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