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Gnonomica fundamentalis et mechanica, worinnen ... allerhand Sonnen-Uhren ... entworfen und mitgetheilet / von Johann Friedrich Penther
Entstehung
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wird der ganze Nutzen doch nicht aufgehoben/ und kau doch die meiste Iahrs-Zeitdie Sonnen-Uhr Dienste thun/ auch ein Uhrwerck/ wenn e6 nicht ein allzuschlech-ter Braten-Wender ist/ um den vierten oder fünften Tag schon wieder nach derSonnen-Uhr rc^uiircr werden/ daß sie nicht zu weit von der rechten Zeit abweiche.Ich meyne also nicht unrecht gethan zu haben/daß ich m eben dieser Materie einenTradat geschrieben. Zwar weis ich wo!)!/ daß er einigen gefallen / andern abermißgefallen/ daß einigen aus selbigem vieles/ andern wenig anstehen wird. Vie-len werde ich zu weitlauftig und andern zu condfe geschrieben haben. Wahr istes/ daß ihn diejenigen recht beurtheilen/ und mit mir eines Sinnes sind/ die da sa-gen : er sey nicht vollkommen; da / wie schon vorhin erwehnet/ nichts in der Weltvollkommen/ jedoch wird auch schon was nützliches darinnen anzutreffen seyn/und kan es schon beysammen stehen / daß eine Sache nicht vollkommen / und demohngeachtet doch nützlich seye. So viel bin persuadirct/ daß diese Materie exfonte geholet/ und gewiesen/ wie ein anderer auch daraus schöpfen könne. ESwerden neue Jnventa communicifet/ und wenn alles fundamentaliter tractiftf/auch bequeme Mechanische Hand-Griffe angewiesen/ ohne grosse Einsichten indcr Gnomonica zu haben/ allerhand Uhren machen zu können. Nicht aber habealle Arten der Sonnen-Uhren angeführet/ deren unzehliche vorhanden/ und inWelpers/ Stengels/ Gaupens Gnomonicis, in Vions Mathematischer Werck-Schule/ in Sturms Compendio Matheseos und in andern Schriften / bekanntgemacht worden / welche/ wenn sie alle Hatte coll^iren und repctiren sollen / zueurem grossen Volumine Materie gegeben Haben würden/ und bedürfenden Fallsschon in ihrem Ort zu finden sind. Wer sich indessen die Sache so bekannt ma-chen wird / wie ich sie hier gewiesen / der wird schon fähig werden / wenn andershag Naturei nicht zuwider ist/ die übrigen Uhren zu verstehen/ neue Inventiones zumachen/ wie auch andern lnventionen etwas addiern zu können. Welches letz-tere/ nehmlich das Addiren/ öfters leichter als das lnvenciren ist. Und werde ichmich es nicht befremden lassen/wenn bey meiner Oniversal-Uhr Additamenta oderVeränderungen gemacht werden/ ja ich wolte selber noch was addiren/zum Exem-pu: Weil bey windigem Wetter das pendulum nicht leicht zur Ruhe zu bringen/würde es nicht schaden/ wenn das ?endulum gar in einem gläsernen Cylinderoder einer andern gläsernen Behausung hienge/ und vor dem Wind bewahretwürde. Nun könte mir noch jemand bey Application derer communicirrenMechanischen Hand-Griffe vorwerfen/ daß zu vieles dabey mit der Sonne zuthun gehabt/ deme stelle ich frey/ daß er der Sonnen Licht gar nicht gebrauchen/und wenn er Sonnen-Uhren hat/ selbe in einen finstern Keller stecken möge. Ichglaube dieses dabey/ wenn ich die Sonne zu Anzeigung der Stunden nöthig ha-be/ so kan ich von derselben Gunst auch bey Aufzeichnung derStunden profitiern.Und da die Sonnen-Uhren bey Sonnenschein unzehlbare Jahre Dienste thun/kan man auch wol einen Tag lang bey derselben Verfertigung auf die Sonne Mu-ren und gewärtig seyn/ daß solche Arbeit durch die Accurateste recompensiretwerde. Zum Schluß will noch gedencken/ daß / wenn ein Anfänger diesen Tra-dat nützlich gebrauchen will/ er solchen von Anfange durchgehen/ und nicht ausder Mirre oder am Ende was heraus nehmen müsse/ inoem m den letzter« §§. alsverstanden prasupponiret und mehr wiederholet wird/ was in den ersten gesagtworden. Wer nun also das Vorhergehende nicht weis/ verstehet auch das Nach-folgende nicht. Womit sich des Lesers Gunst empfiehlet

der ä.uror.

Einthch