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Gnonomica fundamentalis et mechanica, worinnen ... allerhand Sonnen-Uhren ... entworfen und mitgetheilet / von Johann Friedrich Penther
Entstehung
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CAPUT V.

Tab. VII.

19

zum Exempel, c d. und richte sie aus d. perpendiculair auf; aus dem Punct c. macheman das Zodiacalifdje Fundament dergestalt, daß der Äquator mit der Flori^on-ral-Linie a b. parallel laufe, durch die Puncte NUN, wo die Zodiacalische Linien dieUorironcal-Linie durchschneiden, als in fg h. ziehet man aus d. die Circul fk i,gml. und hon. und setzet zu jedem Circul die Zeichen, welche die Zodiacalische Li-nien gehabt, so eines jeden Circuls Durchschneids-Punct gemacht, als zu dem CirculFk i. die Zeichen «V st'; zu dem Circul gml. die Zeichen n si und zu dem Circulhon. das Zeichen T, so sind die Zeichen-Linien fertig, welche man auf die ^gui-noctial-UHr aus ihrem Centro auftragen, und die gehörige Zeichen dazu setzen kan.Will man die Zeichen nach Unterscheid der Jahres-Zeit separat setzen, wie in der Fi-gur niit den Frühlings-und Sommers-Zeichen angewiesen, so wird die Sache nochdeutlicher. Der Weiser aufdieser ^guinoctial-Uhr muß accurat die Höhe c d.haben. Auf der untersten Seite der -Lguinoctiai-Uhr kan man eben diese Circul-Linien setzen, und des Weisers Lange nach der Lange c d. nehmen, die Zeichen abermüssen von denen, so auf der obersten Flache der Uhr stehen, unterschieden seyn, nehm-lich: Wo oben und nz> stehen, müssen unten X und m seyn

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ÜX

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Hier möchte wol jemand einwenden: Es ist Schade, daß das Zeichen des yund ü nicht mit angewiesen werden, so gehe diesem Einwarf entgegen, und beruftemich darauf, was bereits $. 138. gesagt, daß, wenn die Sonne im Y und ist-, ihreStrahlen mit denen Flachen der Aüguinoctial-Uhr parallel laufen.

Will man aber damit noch nicht zufrieden seyn, sondern gern angezeiget haben,ob die Sonne bald in y oder in die ^ tritt, <0 kan man sich um der MitternächtigenSeite der Liquinoctial-Uhr von der 6ten Stunde bis wieder zu der gegen überste-henden 6ren Stunde einen Kranz machen lassen, der auf beyden Seiten der-Eguino-ctial-Uhr so weit vorstehet, als der Weiser unten und oben lang ist, wie Fig. 3. zeiget.Auf diesem Kranze nun wird der Schatten des Weisers das Verlangte anzeigen,nehmlich je naher derselbe oben oder unten dem Rande des Kranzes kommt, und wie-der zurück tritt, je naher ist es zu Frühlings-Zeit an dem Widder und zur Herbst-Zeit an der Wage, und tritt davon wieder ab.

Bey dieser Einzeichnung habe ichs noch nicht bewenden lassen, sondern habe die8 patia der himmlischen Zeichen in drey Theile subdividirt, und dazu die Monats-Tage gesetzt, so ist nach diesen Monats-Tagen eine solche iEouinoctial - Uhr ohneMagnet und ohne die Mitternachts-Linie zu wissen nach gehöriger Welt-Gegendrichtig zu stellen gewesen. Ja ich bin noch weiter gegangen , und habe diese ,Equi-noctia!-Uf)i* nach allen Elevatiomn stellen zu können eingerichtet, und also eine Uni-versal- Uhr daraus gemacht.

Weil sothane Univerlal-Uhr eommode ist, und viele Prscrogativen vor andernUhren hat, will sie cornmuniciren, und sowol ihrer 8tructur als Gebrauch nach völ-lig beschreiben.

Wollen wir nun die 8tructur ansehen , so prg-sentiret sich vors erste die ganzeMachine beysammen in einem perspectivischen Entwurf Fig. I. Tab. VIII. dannwird Fig. 2. der Fuß in einem Grund-Riß vorgestellet. Und Fig. 7. 'Fad. lX. zeigetden Orthographischen Aufriß der ganzen Uhr von der Seite. Die nebenstehendeFiguren zeigen die zergliederte Theile dieser Uhr an, als Fig. 2. den Arm, woran dieLquinoctial-Uhr befestiget von der Seite, welcher in dem Perspecti vischen Entwurflab. VIII. Fig. I. mit^. bemercket. Fig. 3. stellet eben diesen Arm von vorne vor.Fig. 4. zeiget die Hülse separat, welche an vorgemeldtem Arm Fig. 2. bey a. und Fig.3. bey b. angeschraubet ist. Fig. f. giebt die zwey Stützen von vorn anzusehen, wei-che den Orad- Bogen der Uhr halten, und zwischen welchen das Pendulum vorhan-den. Fig. I. lab. VIII. sind solche Stützen Mit 8. und lab. IX. Fig. I. mit O. be-mercket, und an letzterm Ort von der Seite anzusehen. Fig. 6. stellet die obere oderFrühling- und Sommer-Seite der ^guinoctial-Uhr dar. Fig. 7. zeiget den Rand,welcher in dem Perspectivischen Entwurf lab. Vlll. Fig. 1. mit D. bemercket ist,allster aber in der 7. Fig. aus einander gedehnet und gerade lieget. Fig. 8 . giebst denWeiser an; Und denn ist lab.X. Fig. 1. die unterste oder Herbst-und Winter-Seite der Atguinoctial-Uhr zu sehe.'.

Diese Stücke sind meines Erachtens so deutlich entworfen, daß deren richtigeScructur gar wohl daraus zu nehmen ist, was aber die Zeichnung der Scheibe E. Fig.l.

E a Tab.

§. 141 .

§. 141.

$. 14a.

§.i 4 ).

Monats-Tage auf der'£:)iiinocnaI-Uhr.

ijniversal-

Uhr.

§. 144 *

§. 145 '

Struetur OCCU-uivcisai-

Uhr.

§. 146.

Fi§.

Tab. VIII.Fig. 1.

Fig. 2.Tab. IX.Fig. 1.Fig. 2.Fg- b

Fig. 4.Fig- 5-

F ; g. 6.Fig. 7.

Fig. 8.Tab. X.Fig. 1.