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eimer ſchoͤnen und angenehmen Gegend gele-den/ und allda treffliche gute Fruͤchte ange-troffen werden. Wir ruheten daſelbſten einoder zwo Stund/ und von dar kamen wirzu einer groſſen ſteinernen Brucken/ über ei-nen Fluß/ ba auſſer dem Regenwerter we-nig Waſſer zu finden. Dieſer Fluß ergeußtſich in den See Roumi, darvon ein mehrersdrunden gemeldt werden ſolle/ und das Waſ-
Ein viertel Meil diſſeit der Brucke/ ſeynddrey lauge in die Erde/ gleich wie Saulegeſetzte Steine. Das Land⸗Volck gibt vor/daß ſolche dahin/ als den Ort/ an welchem DaDer Ort Dos rius des Hyltaſpes Sohn/ auf Angebung55 Ehn ſeines Stallknechts/ wie die Geſchicht mel-zum König det/ zun Konig in Perſien erwehlet/ zum. Gedenck⸗ Zeichen an dieſen Ort geſetzt wor-den; und von dannen biß nach Tautis iſt we-nig mehr uber eine halbe Meil. e
Die Berge in NMeden, welche wir durch-
reiſeten/ und die Berge/ ſo gegen Aufgang
an die alten Parther reichen/ ſeynd die aller-
frucht barſten in gantz Peyſten bringen Koꝛn uñFeuchten in Überfluß; Jumaſſen die ſchonen eb-
n Helder oben auf den Bergen/ gantz mit Koꝛm
angeſaet ſeynd/ und groſſen Nutzen geben. Die
Quellen/ die ſich da befinden/ und die frueht-
baren Regen machen alle Dinge viel beſſer
und wolgeſchmackter/ als in anderen Land-ſchaften in Perſten/ da es an Waſſer manglet.
elches Urſach/ daß es an ſelbigen Orten
Wit haben die Caravane eine halbe Mei-
ſe von Zulfa verlaſſen/ und dahin müſſen
wir wieder umkehren/ um die Landſtraß zu
Alls die Caravane über den Bach/ da
wir ſelbige verlaſſen/ ware/ lagerte ſie ſich am
25 Geſtad des F iuſſes Aras, ſo ſie den folgendens Dag zu Schiff Uberfuhre/ kame nicht in Zultahinein/ wie wol ſie nahe waren/ weil jenſeit
der Stadt zwo oder dreh Meilen ein ſehr
8 raucher und nieht viel gebrauchlieher Weg/15 da man nochtwendtg aul und abe undrecht zu melden es kein ordenlicher Ideg zu
nennen iſt. Derdwegen lafſet man Tulta zur
nehmen) welches doch wenig uin iſt. Narh ei-
net Fweyſtindigen Oreife gehet der Weg einein Dorff sugiac geneimet/ vorben/ hernach
komt man in den Wald/ welcher mit hohen
Feen umgeben. In dieſer elſten Tagreiſe
wird kein ander Mafſer als bey einem Brunn-
lein gefunden weiches aber alſo ſchlecht/ daß
auch das Dieb karin davon teineken witDen folgenden Tag konnt man durch eineben/ aber wüſt und odes Laih/ dg ein groſ-ſes Carvanſera 900 den/ aber nieht befuchtwird/ obschon e e de geben-6v5i1i!!ß!!den Steinen die weit hergebracht werdenmüßen/ düftrbauet iſt. Von apnen altman das Nacht- Lager zu Watentse fegenDer On der Begräbnis des Weibes Noah beruh-
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2 NRMeisbeſchreibung in Perſten
met. Dieſer Ort iſt nicht groß/ und vielmehr 1einem Gebuſch/ als einer Stadt gleich; aber Wel 185
ſonſten an einem ſehr angenehmen Ort/ in ben worden.
Mitten einer fruchtbaren Ebne/ die mitdolckreichen Doͤrffern beſetzt iſt/ gele en. Dißebene fruchtbare Land erſtrecket ſich alleineine Meil Wegs weit um Marante, auſſertdeme iſt vaſt alles Wüſteney. Jedoch nichtallerdingen wuſt/ weil ſolches durch und durch
ſer beſſelben iſt ſo ſcharff und ſo boſen Ge⸗ eine Heyde unſerem Sand⸗Boden zu Bour-ſchmacks/ daß niemand dar von trincken kan.
deaux gleich/ und demnach die Nahrung fuͤr
die Kammel/ ſo allda zu den Caravanen zugebrauchen/ erzogen werden/ herfürbringet.Deßwegen eine ſo groſſe Anzahl Kameel-Treiber zu Sugiac und Marante ſich befin-
den/ und welche Vermog der Ordnung/ ſounder dieſem Volck iſt/ einen Theil der Kamee-
len zu dieſem Weg verſchaffen. 1 Ma-rante werden 13. Abalsis, ſo ohngefehr vierKronen ſeynd/ von einem beladenen Kameel
bezahlt/ und diß iſt/ wie droben gemeldt/
ein Zoll/ ſo zu Bewahrung der Straſſen auf-JJJJJVVVVVVVVVon Narante komt man den dritten Tageine Meil von Sophiana, in ein Sandboden/da das Safer nichts Nutz iſt/ nachdem manein vertiſchtes und zimlich oͤdes Land/ daallein ein ſchoͤne Cara vanſera, in einem Thalgefunden wird/ durchreiſet hat. Sophians Die Send
iſt eine zimlich groſſe Stgdt/ welche zu ſehen blies.nicht moglich iſt/ es ſeye dann/ daß man da⸗ g
rin ſey/ die Urſach ſeynd die viele Baumendie in den Gaſſen und um den Ort ſtehen/
alſo daß ſolche mehr das Anſehen eines Wal-
des/ als einer Stadt hat.
Dien folgenden Tag welches der zehendegemeiner Tagreiſen von Erivan auß/ nachde.me wir groſſe/ ebene/ ſchoͤne und fruchtbareFelder durchreiſet/ komt die Caravane nachTautis. Dieſe ebenen Felder ſeynd nit viekleinen Bachen die von der Meder Bergenauf der Nord⸗ Seiten herkommen/ begoſſen;aber das Waſſer iſt nicht in allem gut/ ſon-dern theils kan nicht getruncken werden.Auf halbem Weg von Upahan und Tauris,05 Hügel/ von deme man dieſe ſchoͤne ebeneFelder beſchauen kan/ und daſelbſten hatte desSultans Amurat Kriegs⸗Heer/ da ex Taurisbelagerte„ein Feld⸗ Lager. Als Cha- Seh,Konig in Perſſen Bortſchaft bekame/ daß erdieſelbe in die Aſchen gelegt/ und ferner witmehr als hundert kauſend Mann in dasLand hinein zoge fegte er ohne einge Beſdegung/ man muſte hne nur annghern laßt
Einfall der Türcken ſſch zu rachen vuſte. Sie
wark allein noch ungefehr y. Tagreis weit von denEde Denen g F e el in el don, Kernen und hinden alle Waſſer/ ſo allein auß den elendiglichQuellen kommen/ und durch Canal in deninneren Theil Perſien/ da keine Fluſſe ſeynd/
geleitet werden fenen; und alſo gieuge
das Türckiſche Heer guß Mangel Waſſerd,
in einem tveſſen und dürren Land/ in welche
daſſelbe unvorſſcheiglieh ſich eingelaſſen harte
in wenig Tagen zu Grund. 5
Tauris
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