der StadtLulpha,
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folget/ welche jhn am beſten duncket/ ligt vonIſpahan gegen Suden/ eine halbe Stundzu. Fuß zu gehen/ und der Fluß Sencleru fiieſ-ſet bey nahe von einer Stadt ſo weit als vondey anderen/ darzwiſchen durch. Das ſchoͤn-ſte in Iſpahan und in gantz Perſien iſt derWeg/ ſo von einer Stadt zu der anderen ge-
het/ wiewol er in Franckreich vor nichts
außgearbeitete Gitter davor.
abſonderliches wuͤrde gehalten werden/ daman viel Privat⸗Hauſer findet/ ſo ſchoͤner undbeſſer gelegen ſeynd/ als dieſe/ welche ich ebenjetzund zu beſchreiben vornehme. Es iſt einGang mehr als 1500. Schritt lang/ und 70.oder 80. breit/ ſo von dem Fluß/ worüber andemſelben Ort eine ſehr ſchone Brucke gehet/davon ich drunden kveiker ſagen will/ faſt inder Mitten üͤberzwerch durchgeſchnitten. Die-ſe Gaſſen fängt bey einem Thurn an/ derohngefehr 40. Schuh in die viereck hat undhinden an den Königlichen Pallaſt ſtoſſet/er hat 2, Stockwerck/ von oben biß undenvoll groſſer Fenſter/ und auß Holtz kuͤnſtlicharb Der Konigund die von dem Königlichen Hauß gehen al-lein dadurch in dieſe Gaſſen: dann wer vonpahan quß nach Zulpha, oder andere Oer-ter jenſeit des Fluſſes will/ gehet durch der
Stadt Thor/ ſo an den gedachten Thurn an-ſtoſſet/ in dieſe Gaſſen. Und ſo viel mit we-
nig Worten von dieſer Gaſſen/ und wie die-ſelbige angelegt iſt/ ins gemein wird ſie die
Straſſen von Tcharbag; welches ſo viel iſt/
Gaſſen und
Wege da-ſelbſt.
als der vier Gaͤrten genennet.
Langs dieſer Straſſen iſt ein Canal/ und
von dem viereckichten Thurn an/ worauß die
Bache entſpringen/ biß an die groſſe Brücken/
flieſſet das Waſſer dadurch/ die beyde Ufer da-
ran ſeynd von gehauenen Steinen/ 2. oder 3.
Schuh breit/ ſo bißweilen von den Fußgaͤnge-
ren vor einen Fuß⸗Pfad gebrauchet wird: dann
der ordenliche Weg ſo wol vor die zu Fuß alsvor die zu Pferd/ iſt auf beyden Seiten der
Gaſſen/ von denen in einer geraden Reye ge-
pflantzten Baumen an/ biß an die Mauren der
Königlichen Garten/ ſo die Gaſſen auf beyden
Seiten beſchlieſſen. Dieſer Weg iſt mit ge-
hauenen Steinen gepfiaſtert/ und ohngefehr
vier Schuhe breit. Auf jeder Seiten iſt nureine Reye von Baumen/ ſie ſeynd aber ſehrgerad und hoch/ werden ins gemein Tehinardsgenannt/ und haben allein in der Hoͤhe einendicken Buſch; der Zwiſchen⸗Raum aber vonden Baumen und dem Canal iſt nicht gepfla-ſtert/ ſondern nur Erdreich/ welches zu weilen
beſcet wird. Ohngefehr 200. Schritt von
dem viereckichten Thurn/ fallt der Bach in ei-
nen Fiſch⸗ Behalter/ von 30. oder zy. Schuhenim Umkreiß/ und an dieſem Ort ſo wol/ als an
den anderen/ die weiter drunden ſeynd/ wo esguch dergleichen Behalter hat/ gehen uͤber-zwerch die Gaſſen erhabene und gepflaſterteKreutzwege/ gleich wie die andere/ von 10. oder42. Schuhen breit. Auf der lincken⸗ Hand
dieſes erſlen Behalters„iſt ein viereckichter
Thurn/ bey nahe von gleicher Groͤſſe/ und eben
ſo gebauet/ als der jenige/ ſo beydem Eingang
Reaisbeſthreibung in perſien/
der Gaſſen iſt/ in deſſen underſten gewolbtenSaal/ ſo in der Mitten einen mit Waſſer an-gefuͤllten Siebe Weyer hat/ pflegt man denTranck Caffe zu trincken. f
Alle Garken auf beyden Seiten der Gaf⸗ die mſen/ ſo wol jenſeits als diſſeits der Bruͤcken die Ga
ſeynd des Koͤnigs. Man muß ſich aber nichteinbilden/ ob waren dieſe Garten ſo wenig/ alsder zu Hezarügerib, ſo doch der ſchoͤnſte ingantz Perſten iſt/ auf folche Weiſe außgezieh-ret/ und im Bau underhalten/ wie die Unſeri-gen in Europa. Dann da ſeynd keine zierli-che abgetheilte Blumen⸗Felder/ oder Spatzier-gange von Hambuchen/ und dergleichen Zier-rath/ wie in Franckreich und Italien ſehr ge-mein iſt; ſondern an vielen Orten laſſen ſie dasGras wachſen/ und begnugen ſich allein mitden fruchtbaren Bäumen/ deren ſie eine groſ-ſe Anzahl haben/ abſonderlich aber der groſſen/obenher dicken/ ſchatichten und ordentlich nachder Reye gepflantzten Baͤumen/ ſo der gantzeZierꝛath in den Perſianiſchen Garten iſt.Auf beyden Seiten der Garten⸗Mauren/welche die Gaſſen einſchlieſſen/ ſeynd in glei-cher Weite von einander/ zierlich außgearbei-tete Thuren/ und auf jeder ein kleiner Saal.In der Mitten der Gaſſen aber/ zwiſchen demgroſſen viereckichten Thurn/ wo ſie anfaͤngt/und der Brucke/ iſt auf der lincken Hand einHauß vor die Dervis, welchen der Konig ei-nen ſeiner Garten eingeraumet/ darinnen zubauen. Sie haben darinn etliche Heiligthumvon dem Ali, oder ſonſt einem anderen Prophe-ten in Verwahrung/ ſo man im vorbey gehenunder einem Gewoͤlb ſehen kan/ und neigenſich die Perſianer davor ſehr tieff. DieſerDervis kommen alle Tage um z. oder 4. Uhr/
Devies für g
tell.*
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theilen ſich in gewiſſe Quartier/ allezeit ein aerichen
Alter mit einem Jungen. Sie gehen von ei-
haben ·
nem Laden zu dem anderen/ und underrichten
das Volck in etlichen Puncten des Geſatzes/underweilen antwortet der Junge dem Altenwelcher des Predigers Amt verꝛichtet. Ihregantze Kleidung ſeynd 2. Schaff⸗ oder Bocks-Haute/ ſo ſie von hinden und vornen hencken/und ein groſſer 4. oder Finger breiter Guͤrtel/mit vielen groſſen meſsinen Blatten beſchla-gen. Auf den Achſeln haben ſie eine andereSchaffs⸗ Haut/ welche ſie vornen under demKien zuſamen heften/ und an ſtatt der Haubenhaben ſie ein kleines Lams⸗Fall/ daran ſie dieFuſſe laſſen/ ſo jhnen uͤber den Hals und Ba-cken herab hangen. In der Hand haben ſieeinen Kolben/ faſt eben wie die Mahler Jo-hannem den Tauffer in der Wuüſten abzumah-len pflegen. Dieſe Pervis ſtecken zwiſchen die
Haut/ damit ſie ſich bedecken/ etliche ſchlechte
Blumen/ nach der Zeit im Jahr/ oder außMangel der Blumen allerhand Art Krauter/welche ſo wol der alte Dervis als der junge/nach geſchehener Predigt und Vermahnung/den Kauf⸗ und Handwercks⸗Leuten geben/und dargegen einige Allmoſen empfangen.Gegen dem Abend kehren ſie wieder nachHauß zu/ und haben( welches ich bald wer 6. e
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