Vogel, die ein groſſes Geſchrey hatten/ und in
die Rohr hinein flogen; da herum waren hieltente dafür/ es müuſte etwas ſonderbares daſelbſtẽſehn/ und nach ffeiſſigem nachſuchen/ fanden ſie
genugſame Fiſche zu einer guten Mahlzeit1 Den 9. um zwey Uhr Nachmitkag/ kamengar zu einem Fluß/ Oharivor genennt/ vonNorden fleſſend/ und unſer Nacht⸗ Lager waru Dampour, Coſtes 1 8
Waden 10. Übernachteten wir am Ufer desreißten denſelben Tag/ Coſtes 1Den u. Als wir an den Ort/ da der Gan-
ſſers/ von den Hauſern abgelegen/ und. 5
K 5*l 905 in 3. Arm/ deren einer hach Daca gehet/ ſicha, eilet; anlangeten/ hatten wir das Nachtlä-1%, ger bey dem Eingang dieſes Canals/ in einem10 500 groſſen Dorf/ Jatrapour genennt/ Coſtes 201 Die jenigen/ welche kein Bagage führen/
können von Jatrapour nach Daca zu Land rei-/ und hiemit viel abkürtzen/ dann der Flußeinen groſſen Umbſchweiff mimt. 1„ Den u. zu Mittag/ fuhren wir einemgroſſen Flecken/ Bagamara genennt/ vorbey/und kamen zu Nacht nach Kaliata, ein anderer
groſſer Flecken/ Coſtes N
11Den z. zu Mittag funden wir einen Fluß/
wo Coſtes von Daca, Laquia genennt/ vonNord⸗Oſt kommend 000 80 der Spi-ßen/ da die zween Fluſſe zuſamen kommen/ feindbeederſeits Veſtungen/ mit vielen Stuckenverſehen. Ein halbe Coſtes underhalb iſt einanderer Fluß/ Pagalu genennt/ uber den gehetein ſehoͤne Bruck von gebackenen Steinen/welche Nlirza-Mola erbauen laſſen. DieſerCauß komt von Nord⸗Oſt/ und noch ein halbeoſte underhalb/ iſt ein anderer Fluß/ adam.aligenennt/ von Norden komend;uber welchenuch ein Brucke von gebackenen Steinen/ bee-ele des Fluſſes werden viel Thurn geſehen:a lebelchen viel Straſſen⸗Rauber Kopffe/gleichſam eingefaſſet ſeind.
Abends kamen wir zu Daca an/ und reiſe-
1. ben denſelben Tag/ Coſtes 9eilt g Pacaiſt eine groſſe Stadt/ die ſchalein in
f une erſtreckt/ dann ein jeder gern ſeine Woh-ei g nahend dem Gango hütte. Dieſe Lan-8 10 von mehr als zwo Coſtesund ztwar vonBnulen von Backenen Steinen gebauterb 920 dar von droben Meldung geſchehen/von ach Daca, iſt nur ein gevolge von Hauſernvon Innandern abgelegen und mehrertheilswohnen merkeuken o die Schiffe bauen, be-dagen Dieſe Hauer ſind epgennüch zueim kur ſchlechte Hutten/ von Rohr mitfeind Uberzogen/ aufgerichtet. Die zu Daca0 wenig beſſer erbaut; des Gubernatorsdes Haun iſt auch nur ein ſchlechtes holeer-ren an auf einem Platz/ mit hohen Mau-Inder 55 en z er hat ſein Loſament gewohnlichPlage 5 Jelten/ die er in einem Hof dieſesderbefundſchlagen 8 Wie die Hollan-üchen inden/ daß jhre Wagren in den gewohn-konten usern zu Daca recht verwahrt ſeynlaſſen aben ſie ein ſchones Hauß aufbauen
geringer. Der Capuciner Kirchen
nicht F und die Engellander auch eines/ ſo ſt a5 cbt viel bedient/ under uberſich gehen/ und Schi5 chif-
6&“m“1iiim
iſt ganz von gebackenen Steinen erbaut/ unddie Arbeit zimlich ſchoͤn. 1
In meiner jungſten Reiſe nach Daca, hatteNabab Cha- Eſt-KRan, der damahlige Guber-
nator in Bengala Krieg mit dem König von Cha Ea.
Aracan, deſſen Kriegs⸗Macht gewohnlich in200. langen Galleen und vielen andern kleinenSchiffen beſtehet. Dieſe Gallen fahren durchden gantzen Meerbuſen Bengala, und lauffenin den Gangum, in dem das Meer uͤber Dacahinauf gehet. Cha. Eſt· Kan des jetzt regieren-
den Koͤnigs Aureng-Zeb Oheim/ eines der
klugſten Haubter ſeines gantzen Staats/verleitete viel Oberſte des Koͤnigs von AracanKriegsheer auf ſeine Seite/ und einsmals ka-men 40. dieſer Gallen/ von Portugeſern com-mandiert/ zu jhme zu ſtoſſen; um dieſe friſchenVolcker deſto veſter zu ſeinem Dienſte ſich zuverſichern/ gabe er einem jeden der Portugeſi-ſchen Haubtleuten einen ſtarcken Monat-Sold/ und den Soldaten nach Proportion/die Landvoͤlcker aber bekamen nur doppelt ſoviel als ſonſten gewohnlich ware. Es iſt ſichzu verwundern zu ſehen/ wie ſo geſchwind dieſeGalleen mit dem Ruder gehen. Viel derſel-ben ſeind trefſich außgeziehrt/ darbey dann dasGold und die blaue Farb nicht geſpart wor-den. Die Hollander haben deren etliche zujhrem Dienſt jhre Waaren zu fuͤhren/ und oftmuſſen ſie noch mehr darzu mieten/ und gebenalſo vielen Leuten etwas zu verdienen.Den andern Tag meiner Ankunft zu Daca,ſo der 14. Januarij ware/ begruͤſſete ich denNahab, und verehrte demſelben eine von Goldgeſtickte Decke/ mit guldenen Spitzen/ vonSpanniſchem Stich umſetzt; ein groſſes Leib-Band von Gold/ und Silber/ mit gleichemStich; und ein Ring mit einem ſehr ſchoͤnenSchmaragd. Wie ich abends bey den Hol-landern/ da ich mein o ſament hatte/ wieder zu-ruck kommen/ ſchickte mir der Nabab Grana-ten/ Chineſiſche Bomerantzen/ zwo Perſia-niſche Melonen/ und dreyerley Art Apffel.Den. zeigte ich jhme meine Waarenund verehrte dem Printzen ſeinem Sohn eineUhr/ in guldenem/ mit geſehmeltzter Arbeit/gemahlten Gehauſe/ ein paar mit Silber be-ſchlagenen Piſtolen/ und ein Perſpectiv. Alleswas ſch/ ſo wol dem Vatter als dem Sohnein Printz von ungefuhr zehen Jahren alt/verehrt/ geſtunde mich über 000. Francken.Den 16. kame ich mit demſelben/ des Preiſesmeiner Waaren überein und nahme daraufeinen Wechſelbrieff von feinem Vezier ummeine Bezahlung/ zu Caſenbazar zu empfa-hen. Er wolte mich ztwar zu Daca bezahlen,aber die Hollander/ denen die Beſchaffen-
heit beſſer/ als mir bekannt/ benachrichteten
mich/ daß es gefahrlich ware/ Gelt nach Ca-ſenbazar mit zuführen/ dahin man ſchwaͤrlichanderſt/ als den Gangum hinauf zu fahren/
weilen der Weg zu Land/ ſehr boͤß/ woll Ge-
ſtaud und Moraßt/ kommen kan: die Gefahrbeſtehet darinn/ daß bey der geringſten Unge-fümme die kleine Schiffe/ deren man ſich