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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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beſchencken kan; dann in S pecereyen vnd Ma-tertälien nichts dergleichen vorgehet; an denTag zu geben. i

Betrug in Seiden⸗Zeug. 5

e Seidene glatte Zeug können in derreite und Lange und qualität ver-des Betrugs

i Seh falſchet werden. Die Lange und Brei-te wid bey dem aas erkennt/ und die Eygen-ſchaft/ wann ſie gleich geſchlagen/ geſehen; wandas Gewicht gleich/ und kein Baum wollen-Garn in den Eintrag/ wie die Indianer ſolchesgar oft zu thun im Gebrauch haben/ vermiſcht.Weil die Indianer die Kunſt des vergul-

ken Silbers nicht haben; thua ſte in die ge-den Wien, ſtricheten Zeug puren Goldtradt; deßwegen

Nenn ger iſt vomothen die Tradte zu zehlen/ zuſehen

Entdeckung

Die India-

ben Sülber. oh der Seulg die erforderliche Zahl habe/ und

ein gleiches muß an denen mit Silber geſtrichel-ten Zeugen in acht genommen werden. Wasdie glatten Taffet anbelangen thut/ ſiehetman allein ob die Stucke in der feine nach ein-ander folgen/ und hernach werden etliche Stu-cke aufgethan/ zuſehen ob nit einige Materidarinn ſtecke das Gewicht zuvermehren/ dar-auf wird jedes Stuck abſonderlieh gewogen/b 7 ob ſolches das behoͤrende Gewicht

alte. i iZu Amd. ll Amadabat, wie gemeld/ werden vielber werden der Zeugen von Gold und Seiden/ Silber undvun Geld Seiden/ und Seiden allein/ und Teppich vonund Silber Gold/ Silber/ und Seiden gemacht: aberbemacht. die Farbe dieſer Teppich iſt nicht ſo beſtaͤndigals deren Teppich die in Perſien gemacht wer-

den. Was die Arbeit anbelangen thut/ iſt

ſolche eben ſo ſchön. Es ſtehet in dem Augen-maß des Under handlers/ die groͤſſe/ ſchoͤne/ undfeine der Arbeit der Teppichen/ welche mit Gold

und Silber gemacht ſeynd/ zu erkennen; und

er ſolle urtheilen ob der Teppich fein und reich.In Sunjma es ſeye an den Teppichen oderandern mit Gold und Silber gemiſchten Zeu-gen/ muß man einige Faden herauß ziehen/ umdie Prob zumachen/ und zu ſehen/ ob ſie in demHalt/ wie ſie ſeyn ſollen. N

Betrug in dem Leinwad underſtlichBaie(Jie deinwad ſowol feine ale grobe welche die Hollaͤndiſche Compagnie in allengandſchaften des Mogols Reich machen

laſſen/ werden in Ballen in das Magazin von

Surate gebracht/ und dem Underhaͤndler ge-gen den Monaten October und November ge-Der Betrug ſo gemeinlich damit boſchieht/iſt an der deine/ Lange/ und Breite. Ein jedeBallen enag ungefahr 200. Stuck halten/und welche man 5. oder 6. bis in 10. Stuckgröbere/ dünnere/ kurtzere/ und ſchmalere als

das Muſter der Ballen gußwweiſet/ eimmiſchen

kan/ welehes ohne Beſichrigung eines Stucksmach dem andern nicht zu erkennen. Das Ur-theil ber Feine beſtehet im ſehen/ und die ange

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glatter zumachen/ uber die maſſen beſchcc

Reis beſchreibung in Indien/

und Dreite in dem aas: aber man gebrauchtin Indien noch einen andern Liſt/ nemlich die

Faden ſo in der Breite nach der feine des Mu-

ſters ſeyn ſollen/ abzuzehlen. Wann es an derZahl manglet/ iſt das Tuch dunner/ ſchmaler/oder grober. Der Underſcheid iſt bisweilenden Augen alſo unmerckſam/ daß ohne Seh-lung der Faden/ der Betrug ſchwarlich zu kkkennen/ und gleichwol belauft ſich dieſer Un-derſchied im Preis auf einer Anzahl Stucke

hoch; dann es mag leicht ſeyn/ daß ein Abzug

von ein ja a. Kronen auf einem Stuck/ wannſolche von J. in 20. Kronen das Stuck imPreiß ſeynd; begehrt wird. Die jenen wel-che dieſe Leinwad bleichen; etwas auf denLimonen die ſie haben muͤſſen/ zuerſparen;ſchlagen den Leinwad auf dem Stein in demaſſen hart/ daß wann ſolche fein/ dardurmercklichen verderbt werden/ welches dann denPreiß auch verringern thut. 72Aber zu mercken iſt/ daß die Indianer/ waſie die eeinwad machen/ und das Stuck z. Kre-nen im Preiß uͤbertrift; an beyden Enden Goldund Silbertradt einmiſchen; und je feiner dieLeimwvad je mehr Tradt ſie darein thun; deſſenWerth bey nahe ſo viel/ als das Tuch an ſichſelbſten belaufen thut. Derowegen muß manden Arbeitern verbieten in alle Stücke ſo nachFranckreich geführt werden ſollen/ dieſes Golb⸗ atrads zu machen/ ſintemalz ſolches von den Ildianern zugziehrung der xeinwad un ihrer Kleh-dern eimmiſchen in Franckreich gantz nicht 30brauchlich. Aber die Leinwad ſo inPohlen un

Moſcau verführt werden ſollen/ muſſen die

Gold und Silbertradt nach Indianiſcher Ma-nier haben/ weilen die Pohlen und Moſcouiter-die Leinwad ſo ohne Gold⸗und Silbertrabtnicht achten/ man muß auch Sorge tragen,daß ſolche nicht anlaufſen oder ſehwartzlichtwerden/ dann dieſe Voͤcker die Leinwad nichkauffen wollen/ wann das Gold und Silber 1geloffen. Was die in Endich Vielbraune/ odeſchwartz gefarbte Leinwad anbelangen thulmuß in acht genomen werden/ daß die Athen averhüten daß die Gold⸗ und Silbertradt/ on,

den Enden ſeynd auch nicht ſchwartz werden,

und die Stück nachdeme ſelbe zuſamen gelegnicht allzu viel ſchlagen/ wie vielmal um ſolch

daß wann hernach die Leinwad entfaltet/ faltan allen Falten geloͤchert ſeynd.Noch iſt zu mercken/ daß an dem Anſchnder Stucken Leinwad die Indianer mit el,Formund Goldblatter eine Arabiſche Bent/welche die gantze Breite des Stucks einenzu trucken pflegen. Dann wann dieſe 1wab für Franckreich beſtimmet/ mußArbeitern verbieten/ dieſe Blumen/ ſo eben Piaſter koſtet/ und auf den Preiß erfwerden kan aufzutrucken. Wann abeche für die Inſulen in Indien und in lund auch für einen Theil America gi 5 1muß notwendig dieſe Blum an dem Anſchten,

ſeyn; und getrachtet werden/ daß ſie gal

Waar un

be/ im Widrigen ware diekauflich. g