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Von der Glaubens befantnuß der Mahometaner/ und Ungläubigenin Indien: des Authors Reiſe zu Meer von Surate auf Batavia,und von Batavia in Holland/ und von underſchiedlichen Sonder-
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barheiten etlicher Orientaliſcher Königreiche.
Das I. apitel.
Von der abſonderlichen Glaubensbekant-nuß der Mahomeranern in den Orien-
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kabſehen IndienEr underſcheid ſo ſich under6 N den Mahometanern befin-oder/ beſtehet nicht allein in* den underſchiedlichen Auß-1 legungen ſo ſie jhrem Aleo-8 e an geben; aber wol i dena,. derſchiedlichen Meinungen ſo ſie von den er-We ſten Vonder Mahomets haben. Da-
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8 ſdrige Spaltungen entſtehen; die eine ſodunnis genant/ und von den Turcken ange-men; und die andere ſo Chiais heißt/ und5 2 Perſtanern jhre iſt. Ich wil mich nicht lan-0 gendem Underſchied dieſer zweyen Trennun-155 welche alle die Mahometaner theilen/ aufPalencbiewellen ich davon genugſam in meinerwi rſiſchen Beſchreibung geredet habe/ undfe nur allein den jetzigen Stand dieſes fal-Male lgubens ſo wol indem Reich des Groß-olle/ als auch in den Königreichen von
„ dcondla und Vilzpour melden.n Gl In der erſten Guſchung des Turckiſchendat. E wundenein Indien/ waren die Orientaliſcheundd en chr poffartig/ und ohngogzefbrchrig-Hes oi, Abgökkiſchen ein verzagtes Volck weſo dau ct groſſen Widerſtand thun konte. Al-N dd es den Türcken ſehr leicht fiele/ die einenMunde andern durch die Starcke der Waffenſem d erdrucken/ welches ſie auch mit ſo groſ-1 gaccdel thaten/ daß viel Chriſten undSad wg tie den Tuͤrckiſchen Glauben annah-
80 er Groß⸗Mogol ſamt ſeinem gantzendon en Colconde der Chaſchen und derpour hat in ſeinem Lande von beeden
er iſt es daß zwey underſchiedliche und gantz
(colget den Souniſchen Trennungen/ der
Theilen vermiſchet; welches auch von demHof des Groß⸗Mogols kan geſagt werden/wegen der Viele der Perſianern/ ſo jhme zu ſei-
nen Heer⸗Zuügen dienen. Obwolen ſie dieSounais ſohr anfeinden/ folgen ſie doch auſſer-
lich des Fürſten Glauben/ glaubende/ daß umjhr Glück zu befoͤrdern oder zu erhalten/ ſie jh-ren Glauben verbergen konnen/ und daß es ge-nug ſeye ſolchen in dem Hertzen zu haben. Wasdas Koͤnigreich Golconda belanget/ Koutoub-Cha welcher anjetzo regieret/ handhabet mitgroſſem Eifer den Chiaiſchen Glauben/ undwie die Groſſe ſeines Hofes faſt alle Perſianerſind/ beobachten ſie den Chiaiſchen Irꝛthummit eben der Strenge und Freyheit/ als inIch habe anderswo bemercket/ daß underden Mahometanern/ ſo naturliche Undertha-nen des Groß⸗Mogols/ wenig Beamtete;welches Urſach/ daß viele Perſianer entwederdurch Nohtzwang oder Ehrbegierung einesbeſſern Glücks/ als deſſen ſo ſie in jhrem Landezu gewarten haben/ ſuchen ſolches in Indien.Und wie ſie abgeführt genug ſeyn/ finden ſiegenugſame Gelegenheit ſich in den Waffen zubefürdern/ daß ſo wol in dem Reich des Groß-Mogols/ als in den Königreichen von Gol-conda und Viſapour, die Perſianer in Beſitzder ſchoͤnſten Aemtern ſeynd.„aeAureng- zeb bezeuget uͤber alles einen groſ⸗ Auteng. ꝛcbt
ſen Eifer für die Sounniſche Trennung/ deren Kibri
er ein ſo getreuer Beobachter/ daß er alle ſeine TrennungVorfahren in auſſerlicher Achtung des Geſe⸗ 1 0ßes übertrifft/ welches der Furhang mit wel-chem er die Anmaſſung des Koͤnigreichs bezo-gen. Als er den Thron beſtiegen/ gabe er zuerkennen/ daß er das Mahometaniſche Geſetzein aller ſeiner Scharffe halten wolle/ von dememan zur Zeit des Cha gehan ſeines Vatters/und Gehan- guir ſeines Groß⸗Vatters/ abge-wichen ware. Um ſich noch eifriger in deren
Glauben zu erzeigen/ machte er ſich Wczer 55 e