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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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156 Reis beſchreibung in Indien/ 2oder Faquir, welches iſt zum Frehwillig⸗Ar⸗ Meiſters/ in dem Lande außzubteiten/ und dieSein ſalche ien/ und under dieſem falſchen Mantel der Genaden ſo er von Gott empfange/ welcher Jh-5 5 Gottsforcht/ machte er jhme einen geſchickli⸗ me die groſſen Geheimnuſſen offenbare/ und ſh-chen Wege zu dem Reich. Obwolen er/ wie me die Geſwalt gehe/ den Betruͤbten durch ſeine⸗ 99ich ſchon geſagt habe/ viel Perſianer in ſeinem gute Nathe beyzuſpringen. Das Volel, wel⸗ deDienſt hat/ geſtattet er nicht/ daß ſie das Feſt ches jhme leichtlich glaubt/ und welches ihn ha⸗ felben.Hogen und Heuffin der Kinder Ali begehen/ lig glaubt/ komt jhn mit groſſer Andacht zu be-welche von den Sounnis getoͤdtet worden von ſuchen/ und wann man nahe bey jhme iſt/ ziehetwelchen ich in der Perſiſchen Beſchreibung man die Schuh von Fuſſen/ und fallet nder Kaen lMeldung gethan habe/ und ſie ſelbſten/ wie ich ihme die ſeinigen zu kuſſen. Damalen ſtrecket ze iſchon geſagt habe/ um dem Konig zu gefallen/ der Faguir ſeine Arte auß um demutig zun Nund jhr Glück zu befoͤrdern/ machen ihnen kein scheinen/ unnd gibt seine. Hand zu kuſſen/ nach öGewiſſen ſich aͤuſſerlich der Ehrerbietung und welchem er die jenigen ſo jhne ra ̃tsfragen/ beyGebrauchen der Soun nis zu bedienen. ihme niderſitzen macht/ und verhoͤret einen ſe-5. Pian ce 155 1 1 7 55 g rophetiſchen Geiſt zu haben/ und uber alleder zu bekommen/ zu lernen/ und ſich ben weeVon den Fakirs oder freywillig armen ſie wollen/ beliebt zu machen..Mahometanern in den Orientaliſchen Es gibt dieſer Faqpirs ſo mehr als zweßndien. pjbeundert Junger haben welche fie ge geinliche d An erzehlet/ daß in den Orientali⸗ ches faſt wie eines unſerer Jager⸗Hoͤrnern it.willg A⸗ 8 ſchen Indien auf achtmal hundert Wann ſie weggehen/ haben ſie jhre Standar-meg. e tauſend Mahometaniſche/ und zwoͤlff ten/ Spare/ und andere Waffen/ welche ſie na-mal hundert tauſend abgottiſche Fakirs ſeyen/ he bey jhrem Meiſter in den Boden ſtecken/welches eine entſetzliche Menge iſt. Es ſeynd wann er in einem Orte ru het.lauter Landſtreicher und Jaulentzer/ welche Die dritte Art dieſer Faguirs inden Orien-das Werck durch einen faſſchen Eifer verblen⸗ taliſchen Indien/ ſeynd die/ ſo von artnen Eden/ und ſie bereden/ daß was auß jhrem Mund tern geboren/ und weil ſie begehren ee 5 4%gehe/ eine Goͤtter⸗Antwort ſezhe. wol zu wiſſen/ damit ſteNaoullas oder SchritteEs gibt underſchiedliche dieſen Mahome⸗ gelehrte abgeben konten/ begeben ſich in setuniſchen Faquirs. Etliche gehen faſt gantz Molquces ulwo ſie von dem Alftnoſen ſo ihnenblos wie die abgottiſchen Faquirs haben keine gegeben wird/ eben. Sie wenden die Zeit anbeſtandige Wohmung/ und ergeben ſich aller den A lcoran zu leſen/ welchen ſie außtwendig leDerſelben hand Unreinigkeit/ ohne Schaam. Sie be⸗ nen/ und wann ſie noch zu dem Srndieren. 5lußerbaftes reden die Einfaltigen/ daß ſie die Freyheit ha⸗ liche kleine Wiſſenſchafft von den naturlichmkhan. ben allerhand Boſes zu thum/ ohne daß es jhnen Sachen/ amt dem Exempel eines guten LebendSunde ſeh e. bach ihrer Art hinzu thun koͤnnen/ koͤnnen ſieEs gibt andere Faquirs welche Rockt tra⸗ das Haubt in den Moſquces werden/ undgen von ſo viel Stuck und underſchiedlichen der Wurde der Moullas und Geſat Nichte,Farben/ daß man nicht wol ſagen kan was es gelangen. Diele Faquirs haben ihre Weiber,Andderd ſſt. Dieſe Röcke gehen jhnen bis auf die hal⸗ und etliche quß Andacht und groſſer Begier aufKleldun. ben Beine/ und bedecken die böſen Kleider ſo ſie es dem Mahomet nachzuthun/ haben bis an,darunder haben. Dieſe Faquirs gehen gemei⸗ drey oder vier/ glaubende Gott dadurch eine.niglich in Geſellſchafft/ und haben under ihnen groſſen Dienſt zu erweiſen/ wann ſie vieler 15ein Oberhaubt oder Vorgeſezten/ welcher der Bakker ſeyhen welche dem Geſatz ihres Piodurch Line Kleidung ſo armſeliger und von pheten nachfolgetenmehr Stücken/ als der andern Ihre/ iſt/ under!!!§a 1 eee N e e engroſſe eiſerne Ketten/ ſo jhme an einem Bein Das III. Capitel.nlngebunden/ ſo zwey Stab lang und zimlich Das II apitel 5 Alb 7Wie ihr O, dick. Wann er ſein Gebat verrichtet/ geſchie⸗ Von dem Glauben der Heyden oder xHees be het es mit groſſem Getunnmel ſo er mit ſeiner goͤttiſchen in Inden. f b er! goͤttiſchen in Indien. eeKerken macht/ und mit lauter Stimme/ wel ge Veen 120 5mit einer gezwungenen Ernſthafftigkeit/ wel⸗((Je Goͤtzen⸗Diener in Indien ſeyn u en, gches ihmne die Ehrerweiſung des Poͤbels zuve⸗ D ſo groſſer Anzahl/ daß für einen 777 50 5gen bringt. Underdeſſen bereitet jhme und den hometaner zum wenigſten. obere

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einigen/ dieſes Volck zu eſſen/ welches jhme an Heyden konnen gezehlt werden. Hier a

ledem Ort wo er ſich auf haltet/ vorgeſtellet wird/ ſich zu verwundern/ daß ſo ein eschwelches emeiniglich auf der Gaſſen oder of⸗ groſſe Menge Leute/ ſich durch eine ſo kle 81fentlichen Platz geſchiehet. Er laſſet durch ſel⸗ Zahl Menſchen underdrucken laſſen un,ne Junger erliche Teppichte außſpreiten/ und leichtlich ſich under das Joch des Ma e

er ſetzet ſich darauf um den jenigen/ ſo ihne niſchen Fürſten gebogen. Aber die Ver 7 7Rahts fragen/ Gehör zu geben. Anderſeiths derung muß ich legen/ wann man betraeh

Dice Junger gehen diegroſen Tubenden ihres daß dieſenlgörnſehe under ihnen gang ure