% Brlamrcht von lapan und von der Brache
ktiern ſolte. Sie bleiben daſſelbſten 4. Mo-
nat der Schiffe welche Jahrlich von Battaviain Iapan fuhren erwartend; und alſo hatteder Admiral gutte Zeit den Preſidenten derLander die er entdecket/ und deſſen ſo ſich inihrem Schifforuch zugetragen/ zube-richten. Eines Tags da er die Rede welcheer an den Keyſer gethan erzeblete und der Pre-ſident ſich uber den fertigen verſtand ſo derAdmiral hatte/ nemlich daß er von Stundan eine ſo glaͤublich Begebenheit erdencken
Der Betrug koͤnnen erfreuete/ hoͤrte ein lapaniſcher Knecht1 5 1 15 ſer der in des Prelidenten dienſten war/ ohne daßane zunge derſelbige es merckte/ zu. Die Holländische
enkdeckt.
Kauffleuth in Iapan haben im Gebrauch beyihrer Ankunft daſelbſten Japaniſche Knabenin dienſt zunehmen ſie die niderlandiſche ſprachzu lehren damit ſie ſelbige für Dolmetſchen inihrer Handlung gebrauchen koͤnnen. DerPræſident und der Admiral hatten den ſelbenTag der behutſamkeit welche in fremden lan-den erfordert wird vergeſſen/ und redeten vorjhren Leuthen all zu frech. Etliche Monat her-nach/ wurde diſer Knecht von dem Præliden-ten welcher ein ſtrenger Mann war uͤbel tra-ctiert.die Japaner/ und fürnemlich das gemei-ne Volck ſeind ſtoltz und rachgierig/ diſer nundas übel kractament ſo er von ſeinem Herrenempfangen zuraͤchen/ gieng zum GEubernatorzu Nangaſaqui, und ſagte jhme alles was ervon dem Geſpraͤch gehoͤrt hatte; der Guber-nator befande diſes Vorbringen wichtig ge-nug um ſolches nach Hofe zu berichten; derKeyſer war über ſolchen Betrug dergeſtaltenerzuͤrnet/ daß er alſobald dem Gubernator ge-botten den Admiral und alle die ſeinigen inverhafft zunehmen/ und ſelbige unter guter
Welcher uͤbel Convoy nach Leddo zuſchicken darneben ver-außzuſchlage petend kein hollaͤndiſches Schiff in den Ha-
ſcheinet,
fen einzulaſſen bis daß er diſer ſachen halbenden rechten Bericht erfahren diſer befehl warenicht ſo geheim daß des Preſidenten Freundedeſſen nicht weren benachrichtiget worden/und ob dieſelbigeu zwar die eigentliche Ur-ſach diſer veränderung nicht erfahren konten/ſo entbot ten ſie doch jhme noch zu rechter Zeitden Admiral fortzuſchaffen/ daß derſelbe vorAnkunfft des befehls zu Nangaſaque nach Bartavia abſeglen koͤnte⸗Acht tage hernach kamen3 Hollaͤndiſche Schiff/ zu kilma an/ da dender Gubernator ihnen verbohte niemand ausLand zulaſſen/ der Preſident thate als ob er ü-
ber diſes Verbot ſehr beſtuͤrtzt ware/ begert
derohalben von dem Gubernator die Vrſachzuwiſſen der antwortete ihme/ dem Keyſer
ſeind euere Schalckheiten geoffenbahret/ ihr
habt von mir keine Freundlichkeit mehr zuhof-fen ich habe die Ankunfft ewerer 3 Schiffenach Hoff berichtet/ und werde den Beſehlſo mir von dar zukommen wird vollſtreken/der Prelident zweifelte nunmehr nicht das deßAdmirals falſches vorbringen entdeckt/ aber er
konte nicht argwohnen wie ſolches auskom-
men/ ſein Japaner machte ſich von ihm weg;
da kam jhme zu Sinn daß er denſelben ubel
were er keines wegs verbunden. Die
tractieret/ und aus dem was darauff erfolgtkonte er den Urheber des Ubels gnugſam er-kennen/ auch der Befehl ſo von Hof kam gabihme alles vollends klaͤrlich zuverſtehe. Derſel-
be Befehl lautete daß der Gubernator zur ſtun⸗ nd ge
de die 3. Hollaͤndiſche Schiff ohne zu geſtat⸗dem Ang
ten das einige Leuthe oder Wahren ans Land enen e
kamen/ zurück ſchiken und dem brelidenten an⸗ liche aflzeigen ſolte/ daß der Keyſer vernommen/ das ing aleſein Admiral ein Betrieger und Kundſchaff⸗ Hollter ſey; daß er demſelden ſeinen verdienten antiniLohn geben/ und dafern man ihn mit erſtemgutem Winde nicht widerum zuruck ſchickenwurde/ wolte er alle die ſeiner Nation toͤdtenund ihre Wahren ins Meer werffen laſſen.Als der Admiral zu Batavia wider ankom-men redete ein jeder unterſchiedlich von demAußgang ſeiner Reiſe/ der General ware uberden Verluſt ſeiner Schiffe bekuͤmmeret/ abernoch vielmehr daß der Admiral in dem mer-buſen Pandai, um die Gold⸗Adern welchegroſſem Bberfluß dem Lande Japon undgroſſe reichthuͤmer geben/ genauer zuentdecke/nicht ans Land kommen koͤnnen; die verſtaͤn-digſten des Rahts befürchteten des Admiralsunwarhafftes vorbringen mochte offenbarenund der Keyſer uͤber diſen Betrug wider ſiedergeſtalten erzuͤrnet werden; das es ihnenendlich wie den borrugieſen gehen doͤrffte. Undzwar ihre Frucht war nicht umſonſt/ dendurch die Zuruͤck⸗kunfft der vorbemelten drehSchiffen/ vernahmen ſie die Gefahr in derenihre gantze Nation in ſelbigem lande ſtecktendafern ſie den Admiral nicht ohne Verzug zu Derrüͤk ſchikten.gewohnlich;
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Der Raht verſamlete ſich um ag gelnn ſo wichtige 18 zu⸗ bee
ampte ſich fuͤn Burger zu Batavia auf- fe
nehmen laſſen/ gehen ſie nicht mehr in den
Raht aber diſes mal wurde diſes geſetz über-
ſchritten und wurden nit allein die alten Be-
ambten ſondern auch die Vornemſten Bur
ger der Stadt/ zu diſer Sach erfordert/ all
waren der meinung den Admiral wider
zuruͤk zuſchiken/ und ſagten das in dergleichen
begebenheiten einer allein ſterben ſolte/ dank
das gantze Volk erꝛettet wurde. 4„WelcheDer Admiral ward diſes Schluſſes beric wider e
tet/ und widerſprache offentlich dem Gee fie.
und der Unbillchkeit ſo man ihme ant 1
wolte/ vorwendend er were micht ihr ſonder de.
Republic von Holland((welche allein über 1255
Leben und Tod Macht haͤtten)geborne en
derthan derſelben zu dienſte wolle er ſein Leben
tauſend mahl dargeben aber für die welche 15einer particulier Handlung intreſſiert, ſich 6 Nſo aufopffern und dem Lod entgegen zug hger nahmen ſeine Partey an und machten da,(,auß einen Religions Punct/ das geweme pf ahempörte ſich wider den General und die O eee agruhr begunte überhand zunehmen bis die. zeſllcheficierer der See/ welche in der Reede wal nunmit ihren Soldaten ans Land kamen unden
Volck zurück triben/ die ſchwuͤrigſten W