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der grauſamen Verfolgung wieder die Ehriſten/ in ſelbigen Inſuln. 9
angehalten/ und wurde endlich durch vermit-lung eines Predigers welcher mit ſeinem an-genehmen zuſprechen den Admiral; in dieRahtserkantnüß einzuwilligen und hie durchden Tumult zuſtillen/ beredete; die Sach gut-lich beygelegt. Er verſprach darauf wide-rum in Iapan zu kehren/ dafern man jhm zudiſer Reiſe alles ſo er nicht nur fuͤr ſeine Be-lohnung ſondern auch die fremde Perſohn ſoeber vorſtellen wolte zu unterhalten/ begehrendu wurde/ verſchaffen wolte.Mehr peng Darauf forderte er ſo bald zwey SchiffF prächtig außgerüͤſtet/ einen cowitat von 50.außerleſenen Mannern derer ein jeder dreyer-ley Kleidung von dem allerköſtlichſten Zeugſo zufinden/ 50. Tauſend Cronen fuͤr ſeinReiſe/ ein Credentz⸗Tiſch von Gold und Sil-ber geſchirꝛ und die uͤbrige ruͤſtung nach pro-Amen, portion, und das alle die jenigen die jhnN Ame begleiten wurden/ denſelben als eine Perſohnaui von hohem Stand ehren ſolten. Man ver-
de dchlag ſprach diß alles und ein jeder gab etliche Stück
fbi diſem Credentz⸗ Tisch denſeldigen deſto köſt,a Adu licher zumachen.
Der Admital fuhr von Battavia ab/ und
kam gluͤcklichen zu Nangaſaqui an; der Gu-
ernator verwunderte ſich uͤber diſe zwey ſchoͤr
ne Schiff wohlerachtende das es keine kauff-
lösen ſchiffe weren/ und ſchickte ſelbige hin zubeſich-ſalge an tige /aber noch mehr war er verwundert alsung el er vernommen das es der Admital ſeh. Erſandte von ſtund an nach Leddo, dem Key-
ſer ſolches/ und das der Admiral mit groſſem
Pomp und Pracht widerkommen zu wiſſenzuthun. Der Preſident ſchickte auff ſeiner ſei-
ien auch hin/ um eine freundliche auffneh-
mung zuerlangen und ſeine freunde zubitten/
dem Keyſer vorzubringen das eine Standserſohn/ die wegen einer heroiſchen That ſich
ron jhrem Vaterland entfernt/ welche ſo
bald nicht; wie falſch ſelbe bey jhme angeklagt
worden vernommen; das ſie widerum kom-
men jhre unſchuld zu rechfertigen/ der Guber-
nator des Befelchs von Hoff erwartende lieſ-
e unter deſſen nach gewohnheit alle Segel
0 und ſteurzuder der Schiffe/ mit verbot daskg kein Menſch auffs land ſteigen ſolte zuruck„ag de bringen/ entlich erſchiene die ordre/ lautendklkgle Laß der Admiral und ſein comitat mit jhrenkothwendigen ſachen/ in der Statt angenom-
wen nach Leddo, geführt und in allen orten
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da ſie durch pasſieren auff das beſte traetiertwerden ſolten. Der Pretdent begleitete denAdmital auff diſer Reiſe/ demſelben mit ſei-nem/ Raht und Gunſt ſeiner freunde deſto beſ-ger behülflich zu ſein. Ihr Einzug war herz,ich; und die koſtlichkeit jhter Kleidung ver-urſachte den Zulauff diſer völcker/ welche neuerachen groſſe liebhaber ſeind/ von allen orten;as geſchrey kame biß nacher Hoff; gleich-wohl wolte der Kehſer ſie auff den Tag da
le begehrt nicht zur audientz laſſen.des wen Monat giengen vorteh⸗ in wehren-5 zeit hielte der Admital offene Tafel undplegelte ſeinen Reichthum vor den lapanern,weil er arfßonig und alles zurrlehrnen
III. Theil Bericht von Iapan.
tuͤchtigwar; lieſſe er ſich in der lapaniſchenſprach unterzichten obwohl ſolche ſehr ſchwer; Er bekommetkonte er nichtdeſtoweniger bereits viel Wort Audientverſtehen/ als ihm enkbotten wurde fur denKeyſer zukommen; denſelben Tag kleidete erſich koͤſtlicher als bey ſeinem Einzug/ und eingleiches thaten auch ſeine Diener der Keyſer gſchiene Anfangs ſehr erzuͤrnet/ zu jyme ſpre, und anfangschende ich vernehme das du ein Betrüger unannemlicheund Verzaͤhter/ von einem unbekandten Ge. Worte.ſchlecht bit/ und das du kommen meine Laͤn-der und Regierung außzuſpehen: und alsein ſolcher ſollſt du auch nach deinem Ver-dienſt geſtrafft werden. 3Als der Dolmetſch des Keyſers Rede auß, Seine Ver-gelegt; erſchrack darüber der Admiral gar antwortungnicht/ londern antwortete; Großmaͤchtige: R klugeHer? ein Fürſt deines gleichen/ ſoll allezeitden un gluͤckſeligen gutig ſein/ und dieſelbennicht mehr quelen/ das ungluͤck welches michverfolgt hat nichts grauſamers als die falſcheAnklagz damit man mich bey dir ſtinkend ma-chen wolte/ wider mich erwekt; daͤſſelbe hatmich auß meinem Vatterland vertriben/ undan ein ander End der Welt auff unbekanteKüuͤſten werffen aber mir niemals eingebenkoͤnnẽ/ etwas meiner hohen Geburt unanſtaͤn-diges vorzunehmen dis iſt dz zweyte mahl dasich in dein Reich kom̃e/ das erſte geſchach durcheinen Schiffbruch das andere dir zugehorſa-men/ das eine hab allein die Wind verurſacht/das andere verthaͤbigt meine unſchuld/ wannich der Vbelthat derer man mich falſch ange-klagt ſchuldig were; wolte ich nit ſo weit hedeinem Gewalt mich zu untergeben kommerſein/ aber Großmaͤchtiger Herz/ meine Ankla-ger haben einen Vortheil/ der mir manglet/ ſiereden deine ſprach ich bin deren unerfahin undkan dir alſo meine verantwortung nicht zu-verſtehen geben/ vergoͤnne mir 8. Monat zeitum ſelbige zulehrnen/ nach verflieſſung derenwann du mir die Gnad erzeigeſt/ mich anzu-hoͤren/ wird es mir unſchwar fallen diſe Ver-luͤmder zuſchanden zumachen und allem einGenuͤgen zuthun. 2Der Keyſer wurde uͤber diſer antwort/ fuͤn-nemlich aber das er nur 6 Monat zeit begert Welche ihrdie Iapaniſche Sprach zuerlehrnen/ beydes gegeben wirdverwundert und zu mitleiden bewegt/ undſagte ich vergoͤnne dir diſe zeit; und es iſt bil-lich das ein Beklagter ſich ſelbſten zuverant-worten wiſſe/ ich wil dir nicht allein diſen ter⸗ Der Kamilmin erlauben/ ſondern auch verſchaffen daß erzernet diedu wo du hin zugehen begehreſt/ auch ehrlich Sprach.gehalten werdeſt. Der Admital bediente ſichdiſer Erlaubnuͤß mit groſſer FJuͤrſichtigkeit/und machte ſich durch ſeine fuͤrtrefliche Artund nen 5 85 Herzen des Hofsbeliebt/ er erlernte die Sprach unglaublich u. 1leicht/ der Keyſer lieſſe denſelben offt fordern ſch aneh farihn von unſerm Europa, die eigenſchafften der geſprach ſoLande die Sitten/ die unterſchiedliche weiſe beliebt.der Regierung/ die groͤſſe der Koͤnigreiche/den Reichthum/ Gewalt/ und fuͤrnemlich ihreManier den Krieg zuführen/ betreffend/ zube-fragen/ der Admiral gab jhme auff alles o
55 begert zeilie IapaniſcheSprach zu e.lehrnen.