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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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abel

Igel

1 K.

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f

der grauſamen Verfolgung wieder die Ehriſten/ in ſelbigen Inſuln. 9

angehalten/ und wurde endlich durch vermit-lung eines Predigers welcher mit ſeinem an-genehmen zuſprechen den Admiral; in dieRahtserkantnüß einzuwilligen und hie durchden Tumult zuſtillen/ beredete; die Sach gut-lich beygelegt. Er verſprach darauf wide-rum in Iapan zu kehren/ dafern man jhm zudiſer Reiſe alles ſo er nicht nur fuͤr ſeine Be-lohnung ſondern auch die fremde Perſohn ſoeber vorſtellen wolte zu unterhalten/ begehrendu wurde/ verſchaffen wolte.Mehr peng Darauf forderte er ſo bald zwey SchiffF prächtig außgerüͤſtet/ einen cowitat von 50.außerleſenen Mannern derer ein jeder dreyer-ley Kleidung von dem allerköſtlichſten Zeugſo zufinden/ 50. Tauſend Cronen fuͤr ſeinReiſe/ ein Credentz⸗Tiſch von Gold und Sil-ber geſchirꝛ und die uͤbrige ruͤſtung nach pro-Amen, portion, und das alle die jenigen die jhnN Ame begleiten wurden/ denſelben als eine Perſohnaui von hohem Stand ehren ſolten. Man ver-

de dchlag ſprach diß alles und ein jeder gab etliche Stück

fbi diſem Credentz⸗ Tisch denſeldigen deſto köſt,a Adu licher zumachen.

Der Admital fuhr von Battavia ab/ und

kam gluͤcklichen zu Nangaſaqui an; der Gu-

ernator verwunderte ſich uͤber diſe zwey ſchoͤr

ne Schiff wohlerachtende das es keine kauff-

lösen ſchiffe weren/ und ſchickte ſelbige hin zubeſich-ſalge an tige /aber noch mehr war er verwundert alsung el er vernommen das es der Admital ſeh. Erſandte von ſtund an nach Leddo, dem Key-

ſer ſolches/ und das der Admiral mit groſſem

Pomp und Pracht widerkommen zu wiſſenzuthun. Der Preſident ſchickte auff ſeiner ſei-

ien auch hin/ um eine freundliche auffneh-

mung zuerlangen und ſeine freunde zubitten/

dem Keyſer vorzubringen das eine Standserſohn/ die wegen einer heroiſchen That ſich

ron jhrem Vaterland entfernt/ welche ſo

bald nicht; wie falſch ſelbe bey jhme angeklagt

worden vernommen; das ſie widerum kom-

men jhre unſchuld zu rechfertigen/ der Guber-

nator des Befelchs von Hoff erwartende lieſ-

e unter deſſen nach gewohnheit alle Segel

0 und ſteurzuder der Schiffe/ mit verbot daskg kein Menſch auffs land ſteigen ſolte zuruckag de bringen/ entlich erſchiene die ordre/ lautendklkgle Laß der Admiral und ſein comitat mit jhrenkothwendigen ſachen/ in der Statt angenom-

wen nach Leddo, geführt und in allen orten

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da ſie durch pasſieren auff das beſte traetiertwerden ſolten. Der Pretdent begleitete denAdmital auff diſer Reiſe/ demſelben mit ſei-nem/ Raht und Gunſt ſeiner freunde deſto beſ-ger behülflich zu ſein. Ihr Einzug war herz,ich; und die koſtlichkeit jhter Kleidung ver-urſachte den Zulauff diſer völcker/ welche neuerachen groſſe liebhaber ſeind/ von allen orten;as geſchrey kame biß nacher Hoff; gleich-wohl wolte der Kehſer ſie auff den Tag da

le begehrt nicht zur audientz laſſen.des wen Monat giengen vorteh⸗ in wehren-5 zeit hielte der Admital offene Tafel undplegelte ſeinen Reichthum vor den lapanern,weil er arfßonig und alles zurrlehrnen

III. Theil Bericht von Iapan.

tuͤchtigwar; lieſſe er ſich in der lapaniſchenſprach unterzichten obwohl ſolche ſehr ſchwer; Er bekommetkonte er nichtdeſtoweniger bereits viel Wort Audientverſtehen/ als ihm enkbotten wurde fur denKeyſer zukommen; denſelben Tag kleidete erſich koͤſtlicher als bey ſeinem Einzug/ und eingleiches thaten auch ſeine Diener der Keyſer gſchiene Anfangs ſehr erzuͤrnet/ zu jyme ſpre, und anfangschende ich vernehme das du ein Betrüger unannemlicheund Verzaͤhter/ von einem unbekandten Ge. Worte.ſchlecht bit/ und das du kommen meine Laͤn-der und Regierung außzuſpehen: und alsein ſolcher ſollſt du auch nach deinem Ver-dienſt geſtrafft werden. 3Als der Dolmetſch des Keyſers Rede auß, Seine Ver-gelegt; erſchrack darüber der Admiral gar antwortungnicht/ londern antwortete; Großmaͤchtige: R klugeHer? ein Fürſt deines gleichen/ ſoll allezeitden un gluͤckſeligen gutig ſein/ und dieſelbennicht mehr quelen/ das ungluͤck welches michverfolgt hat nichts grauſamers als die falſcheAnklagz damit man mich bey dir ſtinkend ma-chen wolte/ wider mich erwekt; daͤſſelbe hatmich auß meinem Vatterland vertriben/ undan ein ander End der Welt auff unbekanteKüuͤſten werffen aber mir niemals eingebenkoͤnnẽ/ etwas meiner hohen Geburt unanſtaͤn-diges vorzunehmen dis iſt dz zweyte mahl dasich in dein Reich kom̃e/ das erſte geſchach durcheinen Schiffbruch das andere dir zugehorſa-men/ das eine hab allein die Wind verurſacht/das andere verthaͤbigt meine unſchuld/ wannich der Vbelthat derer man mich falſch ange-klagt ſchuldig were; wolte ich nit ſo weit hedeinem Gewalt mich zu untergeben kommerſein/ aber Großmaͤchtiger Herz/ meine Ankla-ger haben einen Vortheil/ der mir manglet/ ſiereden deine ſprach ich bin deren unerfahin undkan dir alſo meine verantwortung nicht zu-verſtehen geben/ vergoͤnne mir 8. Monat zeitum ſelbige zulehrnen/ nach verflieſſung derenwann du mir die Gnad erzeigeſt/ mich anzu-hoͤren/ wird es mir unſchwar fallen diſe Ver-luͤmder zuſchanden zumachen und allem einGenuͤgen zuthun. 2Der Keyſer wurde uͤber diſer antwort/ fuͤn-nemlich aber das er nur 6 Monat zeit begert Welche ihrdie Iapaniſche Sprach zuerlehrnen/ beydes gegeben wirdverwundert und zu mitleiden bewegt/ undſagte ich vergoͤnne dir diſe zeit; und es iſt bil-lich das ein Beklagter ſich ſelbſten zuverant-worten wiſſe/ ich wil dir nicht allein diſen ter⸗ Der Kamilmin erlauben/ ſondern auch verſchaffen daß erzernet diedu wo du hin zugehen begehreſt/ auch ehrlich Sprach.gehalten werdeſt. Der Admital bediente ſichdiſer Erlaubnuͤß mit groſſer FJuͤrſichtigkeit/und machte ſich durch ſeine fuͤrtrefliche Artund nen 5 85 Herzen des Hofsbeliebt/ er erlernte die Sprach unglaublich u. 1leicht/ der Keyſer lieſſe denſelben offt fordern ſch aneh farihn von unſerm Europa, die eigenſchafften der geſprach ſoLande die Sitten/ die unterſchiedliche weiſe beliebt.der Regierung/ die groͤſſe der Koͤnigreiche/den Reichthum/ Gewalt/ und fuͤrnemlich ihreManier den Krieg zuführen/ betreffend/ zube-fragen/ der Admiral gab jhme auff alles o

55 begert zeilie IapaniſcheSprach zu e.lehrnen.