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C
F.
der grauſamen Verfolgung wieder bie Ehriſten/ in ſelbigen Inſuln. 2.
lich faſt auff drey Millionen fuͤnff haubt Pla.
tze ſo ſie den Portugieſen in der Juſul Cey-lam weggenommen waren eine ihrer nutzlich-ſten Auſtellungen und obwohl der Wider-ſtand des Königs diſer Inſul welcher ſehrmaͤchtig iſt/ weit in das Land hinein zu drin-gen ihnen hinderlich geweſen/ ſo haben ſiedannoch ſich aller Kuͤſten auderer Natio,nen die Handlung dahin zuverhindern be-machtiget; und ſie allein ſamlen bey naheallen Zimmet; dieweil biſer Fuͤrſt wider denſie lange Zeit gekriegt/ umb diſe Specere-zuverwahren und einzuſamlen/ ſelbe nichtmehr angreiſſen doͤrffte. In den Kuͤſten Ma-labar allda das Erdreich lieblich und frucht,
bar/ hatten ſie den Portugieſen die beruͤmbte
Statt Cochin neben andern drey Stattenſo der Handlung zu Goa ſehr hinderlich/ weggenommen; und mit den Voͤlkern des Landseinen Vertrag gemacht/ durch welchen diſeſich verbunden jhren Pfeffer allein der Com-pagnie zuverkauffen/ dann derſelben groſſesverlangen iſt/ vollend zu Grund zurichtenwas die Portugieſen in Orient noch uͤbrighaben; die ober Cammer in Surate und die
Contor von Amadabat und Agra hatten auß
Indoſtan und Guſerate einen groſſen Ge-winn. Der Einkauff der Perſiſchen Seidenbrachte jhnen zu Gaumeron und Hispahan,
nicht ſo groſſen Nutzen/ dieweilen der Koͤnig
ſie zwunge ſelbe in einen beſtimten Preis da-bey ſie jhre Rechnung nicht funden anzu-nemmen. Sie hatten jhre Kammern in Mo-
cha und Baſſara bey nahe eine zeitlang ver-
laſſen/ aber in dem Vorgeburg Boneſpeiſich wohl eingerichtet/ und obwohl dieſelbigenin verkundſchafftung des Landes nur ein duͤr-zes Erdreich darauß ſie einig Gold im Sandund Vieh vermitleſt der Handlung mit denWilden bekommen/ gefunden haben/ ſo iſtIhnen doch daſſelbe für die Niderlag und er-friſchung ihrer Schiffen/ welches alſo noth-wendig in diſer gegend iſt/ das ohne ſolchesaſt unmuͤglich were einen beſtaͤndigen Han-del für Europa in Indien anzuſtellen/ fehr be-quem geweſen. 6Damahlen unterhielte die Compagnie140. außgeruſtete Schiffe/ bald zu dem Krieg/bald zu den Wahren/ mit Geſchutz und aller-ley Munition wohl verſehen/ und die uͤberboo. Mann ſo wohl Soldaten als Boots-knecht fuhrten. Eine ſolche Macht/ dafüralle Volker in Orient ſich fͤrchten aufzurich-ten/ haben die handels conlorten in 38. Jahren keinen Gewinn getheilt ſondern alles füras künfftige zuſamen gelegt/ bis das voͤlligeundament darau ſie hernach gebauet/ ge-legt worden; Batravia ware gleich ſam der Kernalles des jenigen ſo ſie von dem was von denortugieſen übergebliben/ erobern/ es konte5 hes ein groſſes Königreich machen wann15 Orth nicht hin und wider zertheilt legenwide groſſen Unkoͤſten ſo zu Außrüſt. Be-b ehr und Beſatzung erfordert weꝛden die Ein-unfften nicht mercklich verꝛingerten. Viel
leicht tvird diſe Compagnie einmahl mit jh-rer groſſen Heriligkeſt und alzu weiter Auß-breitung der Landen deren ſie ſich bemächti-gen wollen/ den Untergang finden. Einervon ihren Kluͤgſten Generalen hat mir garoſſt geſagt/ Wir haben nur allzuviel der Holün-Feſtungen/ es were nt Capo bond dichen e
pagni groſte
ſpæi und Battavia wohl gelegenen ſchler zulaſter
Contor gute Schiffen und treuen w inden
leuthen uns dienen genug. Gewis iſt
das jhre Beamte ſie ungeſcheut berauben und
machen jhren Gewerb und Herꝛſchafft in lu-
dien durch den Geitz und Ungerechtigkeit ſehr
verhaſt aber wofuͤr ſie ſich am meiſten fuͤrch-
ken ſoften/ iſt die Verachtung des Chriſtlichen
Glaubens und die unmenſchlichkeit ſo ſie toi-
der die Selaven verüben/ mit denen ſie ihren
Gewerb ohne einigen Unter icht im Chriſt-
lichen Glauben gehen als ob es unvernunff-
tige Thier weren/ kreiben; hierinn der Bar-
bariſchen Meinung der Hiſpanier nachfol;
gend; Das Gott mit ſeinem Blut diane a
die Seelen der Indianer nicht er⸗ licke.
kaufft/ und das zwiſchen denſelbi-
gẽ und den geringſten Unvernuͤnff-
tigen Thieren kein Unterſcheid zu-
machen/ dann es iſt in Warheit ein Ab-
ſcheuliches verhalten an den Chriſten/ daß ſte
burch ihre grauſamkeit das Chriſtenthum in
Haß bringen/ ja ſolches vertilgen/ un deſſelben
Untergang an den jenigen Orthen da es be-
gunte herfuͤr zukommen/ mit jhrer Anſtalt
ſich zu Nutz zumachen/ und oſſentlich be-
weiſen daß man keiner anderer Religion als
dem Eygen⸗Nutz und Wucher zugethan ſey.
Der Preſident von welchem ſo offt Meldung
in diſer Beſchreibung geſchehen hat denck-
wuͤrdige Exempel gegeben/ die ſeine Com-
pagnie mit der Zeit empfinden wird und es
iſt ein wunder daß der groſſe Verluſt ſo die
Ocgidentaliſche Compagni auf die ſie ein ſo
groſſen Eyfer hal/ in Bralllien und andern
Orthen erlitten/ jhr die Warheit nicht zuer-
kennen gegeben; dam es iſt gewiß daß die/
durch ihre Leuth daſelbſten veruͤbte Tyran-
ney und Rauberey eine Urſach geweſen daß
ihr Stand welcher in ſolchem Flor als diſer
nunmehr war/ gantz abgenommen.
Man hat mit kund gethan daß anno 1664..
die auß gaben der Hollander/ in Orient ins Beſchreibung
gemein bey zehen Millionen jahrlich; die des ganzen
Schiffbruch Schaden in Verlust der Schif⸗ Poland
fe und abütwimung der Wahren nicht ge, Ogtindiant-
hach/ ſieh betragen haben/ und das die ſtär, ſchen Com,
keſten Ladungen für Europa und Alia ſich Paggie.
nicht auff te. Millionen belauffen/ ja man-
ches jahr ſind dieſelben wohl geringer; alſo
das die Außgaben die Einnahm weit über-
treffen aber ſie halt ſolches vor dem Volck und
ihren eigenen Handels genoſſen mit ſonder-
bahrem fleis in geheim/ und offt geſchicht dieCiij Auß-