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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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34 Bericht was in Indien und Perſien: Die Handlung

Fruͤchte/ und Teppichte ihre Cammern zu wurde doch mit dem Beding daß er ſiebedecken. Aber diſe Geſchencke gaben neuen umb Verzeihung bitten/ und weil ſie ihm8 Anlaß zur Uneinigkeit unter ihnen dieweil das Leben erhalten! ihnen dafür dan-Und ſchänd⸗ ſie gleichſam in zwo Partheyen getheilt wa⸗ cken ſolte. Dieſer ungluͤckſelige Menſch3 ren/ wolte ein jeder ſich ſolche allein zueig/ war hernach froh wenn er ſich ihrer Taf-5 nen. Alſo daß des Koͤniges Bediente uber fel/ welche tagliche zur Stunde der Mal-Stunden warten muſten biß ſie ich vergli⸗ zeit mit herlichen Früchten und Zuckerwerckchen damit ſie wiſſen konten ob ſie die Ge, in guldenen und ſilbernen Schuͤſſeln ver⸗ rgſchencke entweder denen vom Adel oder den ſehen wurde nähern durfte. Die Ge. dach GlDarüber ſich Kauffleuten luͤffern ſolten. Parer Raphael ſandten brachten in dieſer Herzligkeit ſechs z 501210 8 verſuchte ſein euſerſtes wiewohl vergeblich oder ſieben Tage zu/ unterdeſſen beſuchte fel ſchr erzür⸗ daß er diſe Streitigkeiten beylegen möchte/ pater Raphael den Nazar und bath ihnnet und ihnen und trug einen rechtmaͤſſigen Zorn wieder daß er bey dem König auch ein Pferd für5 trockene ſie/ und gab ihnen zu verſtehen es were nur den Boulaye zu wegen bringen mochte/la 1 85 noch uͤbrig daß ſie/ ein jeder mit der Piſtol weil ſein Mitgeſell der Lalin eines bekom⸗ Hehe ih3 in der Hand auff die Wieſen hinauß gien⸗ men herte damit zwiſchen ihnen der Eif/ bewillge-gen und ihren Zwiſpaſt erörterten/ ferner zu fer und Streit moͤchte unter wegen blei, wird.ihnen ſprechende biß her hab ich gethan was ben. Er bath auch umb einen Paßportmir moglich geweſen daß ich eure Uneinig⸗ daß er ſeine Pferde auß Perſien in In-keit bey Hoffe verbergen konnen/ dem zwar dien uͤberfuͤhren koͤnte/ welches der Koͤnigmehr als zuviel dieſelben bekand ſeyn/ wollet ohne einig Bedencken bewilligte.ihr daß ſolche noch mehr außbreche/ und daß Den 17. October kan der Oberſte Me- Fe Geldie Perſer ſo wohl euch inſonderheir alß auch hemander in der Abgeſandten Wohnung 0 wechdie gantze Frantzoſiſche Nation verſpotten und brachte fuͤnff Koͤnigliche Nocke mit beſchnlund ſchimpffen ſollen? Der Armenier bey ſich deren er den ſchoͤnſten und koͤſtliſtenDer Wirth welchen ſie wohneten war dazumahl nicht welcher von guͤldenen Brocatel war Her-wil ſie auß gegenwertig alß ſie einzogen/ und als er zen Lalin den andern/ und etwas gerin-dem Hauſe des Abends nach Hauſe kam und dieſe gern Herzn Boulaye und andere drey ſoſtoſſen. Außlaͤnder fur ſich ſahe/ machte er ein noch geringer weren den Kauffleuten zu-groſſes Geſchrey und weil er einen Königli, ſtellete. Alle dieſe Roͤcke waren ohngefehrchen Schutz oder Salvequardi hatte/ wolt 600 Thaler werth/ den Knechten aber diler den erſten den er antraff und welches eben folche gebracht verehrten unſere Frantzoſen 10Mariage war auß dem Hauſe ſtoſſen. Die nicht mehr alß 25 odes 30 Thaler die Ve. hNachbahren kamen dem Armenier uͤber den diente auß dem Marſtall fuͤhrten auch die Fahdie Diener der Frantzoſen ſich her machten zwey Pferde für die Edelleute herbey we. gage 1und ihn angreiffen wolten/ zu Huͤlffe; der che nur ſchlechte und gemeine Decken HofePater aber kwelcher ſich wegen groſſer muͤdig⸗ hatten/ ſie verehrten ihnen& Thaler fuͤr ihre gen.keit zur Ruhe gelaſſen und von diſem Ge⸗ Muͤhe. Wenn ich an ihrer Stelle geweſentümmel erwacht erꝛeichte bald ein Mittel di, were ſo hette ich mich geſchaͤmbt/ in el-ſen Streit zu ſtillen. Das Geſchreh kame ner ſolche Begebenheit mich ſo ſchimpff-nach Hoffe welcher eine halbe Stunde von lich und nicht freygebiger zu erzeugen dendem Hauſe diſes Mamnelucken gelegen/ und alß ich den Calaat oder Königlichen Rob.der König als er es vernahm ward er zu groſ⸗ empfieng/ ließ ich dem jenigen der mir ſolchenſem Zorn beweget weil diſer Armenier die uͤberbracht 200 Tahler geben/ und Paterfremdden ſo übel tractieren dorffen; ſchickte Kaphaelüberlufferte ihme ſelbſt das Geld snderhalben alsbald den Mehemander Baſſa einem Seckel. 25oder Obriſten Ceremonien Meiſter hin/ mit Endlich wurde auch den Abgeſandten der Eir KaBefehl daß er jhn nach Verdienſt einem an Nagan oder Verwilligungs Brieff für 1 den fWechem dern zum Exempel ſtraffenund ihme den Compagnie zu geſtelt/ und hielte folgend gungaber eine har⸗ Leib auffſchneyden laſſen ſolle/ welches in welches Pater Raphael uberſetzer in ſich. 11 fa Perſten eine geſchwinde und gar gemeine befindet ſich alhier von Worth zu Woremul lest Straffe iſt über die jenigen welche der Kö⸗ ohne daß die Redens⸗Art im gerinaſt 5nig umbzubringen beſchloſſendie Abge⸗ geendert worden/ und in Perſiſcher Seerſandten aber verhinderten die Volſtreckung alſo lautet. Es ſcheinet zwar in aediſes Urtheils durch jhre Fuͤrbitt/ damit man Sprach eine Lächerliche Verwirzung ii ndihnen nicht vorwerſſen doͤrffte daß ſie an dem aber nach dem Original iſt der Verſtan?

Tode eines Menſchen ſchuldig weren/ und volkommen/ und gehet richtig un!Aber durch nach dem ſie den Koͤnig bitten laſſen daß außdruͤcklich auff einander/der Geſand er ihme vergeben ſolte/ und ſich hiezu der und die Worth gebenten 1 vornembſten des Hoffes bedient, erhielten a die Sachen auß-. an- ſie endlich wiewohl mit groſſer Muͤhe daß fuͤhrlich zuger. dieſem Mammelucken Guade erwieſenn verſtehen.

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