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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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der Deputirten auß Franckreich betreffend vorgangen.

Verwvilligungs Brieffoder PatentDey

Kœnigs in Perſien

WVegenAuſtellung des Ge werb der Fran ſcſchenCompagnieAus Perſiſcher Sprach durch Pater Ra-phael von Mans, der nach Perſien verſchick-ten Capuc inern Superiorn von Wort 2u

Vort überſezt. f 5

as dlie in Aufrichigkęit nit der euſſerſtenKöniglichen Enad und uber alle maſſeKæœniglic hem recht ubertreſflich, in Hoffnungund mit Genieſſung dieſer Zeit bestandig,vdele he auf anlas der Compagmi in Form derDahrn in dem Gebiet der Cierlichen Konig-reichen Perſien] haben dureh bitt Schriſfivorgebracht; iſt den Beambten des Hoffe derHocheit und groſſen Gluckę verordnet, æu-ohren kemmen; Ihr vorhaben und begehrenhaben einen freundlichen Anblick gefunden.das ift ſeind erhœrt und fur genehm angenohmꝭworden, und vvir haben feſiglich befohlen,das die Aufſehen der Gerechiigbæiten, Zellen

uud Schatæungen dieſelben drey Iahrlang be-

freyen auf allerley Manier ſo ſein(en, undvon ihren Gütern und Kauffmanſchaſſt einigesbegehren ſahen laſſen ſollen; und nach begehrenhrer Ahgeſandten haben vuir feſtiglich be-ſchloſſan, das drey Iahrlang ihre Guter undKauffinanſchaſft ſo ſie herbringen vverden,vvann ſolche eingeſchriben, umb diſer urſa-ohen villen man ihmen nichts anbegehre; die-vveilen dis ſelbigen billich und gemæs den l-len und Schaue ungen ohgemelter Güter, denolf der Anflucht der Vel: von Perſen einPreſent bringen ſollen; vvelebes preſent ango-nehm und nutxlich ſeye. Nach verffoſſenenrey Iahren durch die Formul dis wuvir feſt be-gehlen follen ſie ſiach auf alle vueis und wvegbequemen, ganixlich geſichert in Noffnung gu-den ractaments ohne allen uveyſel die Fluægeluber ſich in die Hohe, und das ſie gehen undommen vvan dureh das Zeichen und gemerch.der Edelgeſteinen des groſſen K ragam, deiinan gehorſumen ſolle, durch die Rul uud In-gel ſehr Hoch Adelich heilig undd ſehr erhobengexiehret und erleuchtet haben vvird; dasnan dem vollig Glauben æuſtellen und ſich dar-au werlaſſs, das Menniglich diſem befehl ge-or ſame und das ſein nutxen und Siand ſeye4d bleibe jederxeit in A afften, im Monat Re-4 den erſten Anno 1076. gexehlet uon demHeſegneten Hegiro, demè ſeye Ehr Heil undeie in der Hauheſtadt Iſpahan.Den folgenden Tag welches der 18 Octob.war kam der ehemauder- Baſſa mor-HI. Theil

ſeyn/ welches er auch willig thate.

35gens in aller fruͤhe die Geſandten abzu-holen und nach dem ſie nebſt Pater Ka-phaeln zu Pferde geſeſſen erzeichken ſie invollem Lauff den Hoff/ dieweil der König ſei-ne Reiſe weiter fort zusetzen willens war.Sie kamen biß zu der Thür des Garkensund warteten daſelbſt eine halbe Stunde/hernach ward dieſelbige eroͤffnet/ ſie fundenden König zu Pferd und den gantzen Hoffnoch zu Fuſſe. Der Atemat- douſet hattedie Antwort an den Konig in Franckreichin der Hand/ und ſelbige war in einemSacklein von Gold und ſilbernem Zeugemit des Koͤnigs Inſigel in rothen Spani-ſchen Wachs verſigelt. Herr Lalin und dieandern Abgeſandten müſten näher zumKoͤnige kommen(der daſelbſt in ſeiner Ho-

Die Abge-ſandten werden wider fuͤrden Koͤniggefuͤhret.

heit ſtunde und kein Wort redete) ihme die

Stieffel zu kuͤſen. Der Athemat-douleruͤberꝛeichte das Schreiben ſagende alhier iſtdie Antwort an den groſſen Cham oder Koͤ-nig aller Koͤnige in Franckreich. Darguffthaten die Geſandten den König groſſe Ehremit tieffer Ehrerbititgkeit in deſſen begab ſichder gantze Hoff auch zu Pferbe/ und nah-men ihren Weg durch die Berge gegen Ca-chan. Des Königs Haram das iſt dasHauß ſeiner Weiber oder die Weiberburgfolgte bald hernach/ und in einer ſtunde wardiſes groſſe Feld welches einer volckreichenStadt gleich ſchlene/ ſo od und wůſte alß dergroͤſte Theil in Perſien.

Alß die Deputirten

das fuͤrnembſte deſſen Die 1 5

was der Koͤnig zu thun entſchloſſen ſich er ten haben

klaren laſſen/ funden ſie viel zu tviederſpre-chen. Mariage wolte von ſtund an wider nachHoff auffbrechen/ und begehrte daß HerrLalin und Pater Raphael ihine Geſellſchafftleiſten ſoltẽ. Der Pater hatte groſſen Verdrußvon ihrer Uneinigkeit welche noch kein Endehatte und bemuͤhte ſich den Mariage welcherwieder nach Hoffe wolte von ſeinem vorha-ben abwendig zu machen/ ſprach derohalbenzu den Abgeſandten daß weil der Stylus derPerſiſchen Cantzeley ſchwer zu verſtehen ſen/ſo ſolten ſie wider nach Hiſpahan kehren da-ſelbſt wolte er ihnen des Koͤnigs Declarationvon Wort zu Wort auß füͤhrlich erklaͤren/und nach dem ſie es wurden gut befinden/ ſokoͤnten ſie wider nach Hoffe ziehen. Seine

etliche Seru-pel uͤber desKoͤnigs De-claration,

Worte waren ſo kraͤfftig daß ſie nach Kliſpa⸗ Und wolhan wider zu ruͤcke kehreten/ alwo ſie auch wider nach

ſie biß nach Lulpha reiten und ſtieg in ſeinenHauſe ab. Den folgenden Tag liſſen ſie

ihn bitten daß er zu ihnen kommen ſolte und

in der Uberſetzung der Brieffe lachö eberund Mariage ſuchten in vielen ſachen Seru-pel her für in ſonderheit aber bey den Wortenbillich und gemäls beſchloſſen delohalbengaͤntzlich wieder nach Hoff zu gehen; begeh-rende daß Her? Lalin mit ihnen ziehen ſolte.Boulaye aber fiel ihnen in die Rede undſprach ihr Herzen ihr jrret euch daß ihr in

E ij bon

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den 20 October ankamen. Der Par er ließ Hoffe.