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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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38fuͤrtrefflichen Qualitaͤten war/ und daß erder Nation durch ſein tugendhafftes Ge-müͤhte kein geringes Lob zu we en bracht:Aber das Ungluͤcke verurſachte daß er ebenden Tag als wir mit einander des Hollän-diſchen Commendanten Frau zu Schiffebegleiten wolten/ die nach Barav ia reiſte ineine Kranckheit fiel; daß Fieber grieff ihnumb 10 Uhr vormittag in dem Schiffe an/und wie es mit ihme gegen Mitternachtbeſſer ward kamen wir wider zu Lande.Geſihe den Zween Tage hernach beſchioß er/ er wolte ſich

Grundriß nach Schiras tragen laſſen weil daſelbſt ſehrBan. geſunde Lufft iſt/ er war aber kaum 3 Meilbam: weges kommen ſo muſte er nahe bey demTheil. Doͤrffe Ben- da- li die Welt verlaſſen. Er

wurde von allen denen ſo wohl Mahometi-en als Chriſten mit denen er zu thun ge-abt hoch betrauret und daſelbſt zur Erdenbeſtattet oder beſſer zu ſagen in den Sandverſcharzet(den das Erdreich weil es andem Meer ligt beſtehet nur allein außSand) und ihme ein ſchoͤnes Grabmahlaufgerichtet aMariage rei- Den 30 November deſſelbigen Jahresſel gieichfals 8 Tage nach dem Lalin von Hiſpahan auff-nach Judten. gebrochen/ begab ſich Mariage auch auff dieReiſe nach Bander nebſt dem Pater Mercier,einem Jeſuiten den er zu ſeinem Beicht-Vatter erwehlet und dem Ludwig L. Eſtoi-le der ihme als ſein Kalamaſchi oder Dol-metſch dienete. Sie konten mit Luſt dasGeſtade des gluͤckſeligen Arabiens/ welchesdaſelbſt ſehr hoch zu ſeyn ſcheinet betrachten/den die Meer Enge daſelbſten iſt nicht mehrals 1 oder 12 Meilen breit. Sie warteten3 oder 4 Monat auff Schiffe als ſie aberſahen daß keine erſchienen/ und die Hi-Verbleibet tze herein zu dringen begunte/ relolvirte ſichaber zu Schi- Mariage die übrige Zeit deß Jahrs zu Schi-8 ras zu zubringen/ und weiln ſie daſelbſt mitniemanden als mit den Inwohnern umbge-hen konten/ begab ſich der Jeſuit nebſt desLkſtoiſe Sohn widerumb nach liſpahan.Boulaye und Was den Boulaye und Beber anbelan-Beber fom- get/ ſo erzeichten ſie den 1 April 1666 die1 zu u- Stadt Surate und ſchriben von der Barrean. dia ſie ankerten an Pater Ambrofium, ſo den7 dahin verſchickten Capucinern furgeſetzetwar/ derſelbe kam ihnen auff ihre Bitte ent-gegen. Er redete aber zuvor mit dem Gu-bernator umb denſelben dahin zu vermoͤgendaß er ſie weil ſie von einem ſo maͤchtigen

Koͤnig und einer ſo fuͤrtrefflichen Handels

Compagni abgeſandt weren/ empfahen mo.ge/ er erbotte ſich auch willig dazu/ undſchickte von Stund an ſeinen Boht nachdem bater die Geſandten einzuholen welcherſie auch auff halben Wege in dem Fluß an-traff/ und in ihr neues Hauſz fuͤhrete/ aldaſie 1 oder 20 Tage ehe ſie nach Agra ver-reiſten ſich auffhilten. Den weilen die Kir-chen noch nicht außgebauet hatten die Capu-einer eine andere Wohnung. Kurtze Zeitzuvor kam ein Kauffmann von Klepo an-

daß ſie dieſelbigen ſo ſie gemietet haben

Bericht was in Indien und Perſien: Die Handlung

deſſen Thun und Laſſen nicht am beſtenſtunde/ er bekehrte ſich von der Maroniti-ſchen zur Roͤmiſch Catholiſchen Religion/in Hoffnung daſz er dadurch wieder zu rechtekommen wurde. Aber innerlich war ſeineBekehrung nur zum Schein/ und eine purlautere Heucheley. Die Orientaliſchen Chri-ſten anderen ſelten ihre Religion/ es ſey denumb des Eigen Nutzes willen und ſo bald ſieein Stuck Geldes zuſammen gebracht/ keh-ren ſie wider zu ihrem Patriarchen/ und ge-ben ihm eine Verehrung daß er ſie wider ab-ſolviret. Auff dieſe Weiſe werden viel Eu-

ropeiſche geiſtliche die aus Zuropa in Aſien

kommen/ betrogen wie wohl ſie von derBekehrung diſer Voͤlcker offt viel Geſchreymachen/ da es doch meiſtentheils eine uͤber-tuͤnchte, Bekehrung und in der That eine

lautere Schalckheit iſt. Unter vielen Erem⸗ Heuchele

peln die ich anführen konte/ will ich nur al⸗ der Or

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lein diſes melden daß als ein Franciſcaner a 0

nahmens Paul Stella zu Diarbequir mit Aadenun

ohngefehr 400. Tahl. bekommen die er zu Religion

ſeiner Unterhaltung mit ſich gebracht/ geſellteſich zu ihm ein Maronit der von diſem GeldWind hatte/ unter dem Vorwand er woltedie Roͤmiſch⸗Catholiſche Religion anneſhen/und verließ ihn auch nicht/ bis daß er ihn gaͤntz-lich außgeſogen und umb all ſein Gelt ge-bracht hatte. Und was noch mehr iſt da

wann ſie wider zu ihren Patriarchen kommen/ſo wiſſen ſie nicht wie ſie ſchimpflich genugvon diſen Geiſtlichen den ſo gen andten Fran-cken reden ſollen/ nach dem ſie ſie ſo ſchaͤndlichbetrogen haben. Der obbemelte Maroniti-ſche Kaufman mit Nahmen Chelebi erzeig-te ſich ſehr eyferig fuͤr den Capucinern unddas nicht ſonder Urſach den die Capucinervon Alepo hatten ihn in ſeinen Sachen die

ſehr ſchlecht ſtunden/ gute und getreue Dienſte

geleiſtet/ ſie waren uber ſeine Ankunfft hocerfreuet/ und lieſſen alsbald ein Geſchrey außgehen als were er der jenige welcher das Gel

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zu der Kirchen und ihrem Hauſe darſchieſſen

wolte. Wie ich aber meine Rechnung dur

ſehen/ habe ich gar wohl war genommen bas

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der groſte Theil der Unkoſten damit denPlatz und ein guter Theil des Gebaudes be-zahlt worden/ auß meinem Beutel gangenPater Ambroſius verſprach zwar mir ſol i.zuerſtatten/ ſo bald ich in Franckreich zündenkommen wurde/ aber ich habe ſeither 916nichts vernommen/ wie wohl ich auch nichgefordert.

die Capuciner vorgaben diſer leica,

mann hatte die Unkoſten zu diſem 7 5 0

geſchoſſen wie wohler keinen Heller be alen ſer

daf es iſt zu mercken daß keinem Europeſubt

Ehriſt oder einem ſo genandt Francke el au

iſt/ eigene Haͤuſer in Indien zu beſitzen/ han5

verbeſſern dorſſen/ es ſey dann das fol 5 dievor dem Gubernator angezeigt naenanderHeren der Compagnie ſo wohl Enge gls

5 5 ichen dAlhier muß man wiſſen auß was Una 12in g.

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