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. Solimanninicht ſeine Kleiderkammer/ noch das jenige/was ſeinen Weibern zugehoͤrte; ſo wurde imauch alles/ was er zu ſeinem taglichen Haußge-brauch/ and in ſeinem Marſtall vonnoͤhten hat-te/ gelaſſen. Über diß ſo ver willigte jhm auchder King fünffzig tauſend Pfund Renten/
von welchen er in einem Pallaft/ auſſerhalb
8 Chiras, eingeſperet leben/ und nicht herqußkommen ſolte/ wiewol ſeine gute Freunde jhnbeſüchen durfften. Es fielen auch ſeine Kinderzugleich in Ungnad/ und wurden jhrer Aemter
enlſetzet. 8 a 5
Nach ſeiner Entſetzung gab der Konig ſei-ne Stelle niemand/ weil es der beſten/ und ein-traͤglichſten eine in gantz Perſten war/ ſondernes wurde einem Perſtaniſchen Herꝛn auß einemalten Geſchlecht/ ein ſchrifftlicher Befehl/ dieſeProvintz bis auf weitere Verordnung zu ver-walten zugeſchickt. 3
Hingegen Vir haben bereits erwehnet/ welcher ge-
kalt n wie, ſtalt alle/ ſo under der Regierung Klabas des
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der zu Eua⸗ Zweyten in Ungnad gefallen/ zu Anfang die-den. ſes neuen Koͤnigreichs auß jhrer Acht wieder zuGnaden kommen. Under dieſer Zahl nun waͤr
auch der Mirza-Hadi, einer von den gelehrte-
ſten Mannern in gantz Perſien/ von welchem
man alle Geheimnuſſen dieſes Reichs/ es ſeye
gleich wegen Situation und Lagerſtelle der
Derter und Platze/ oder die Geſchichtbeſchrei-
bung/ oder das Policey⸗Weſen lernen und er-fahren koͤnnen; geſtalten ich mich dann eben-
maſſig bemüͤhet/ mir ſeine Freund ⸗ und Geſell-ſchafſt zu Nutz zu machen. Es hatte jhm der
oberſte Staars⸗Miniſter under dem Verſtor-benen ſeinen Proceß machen laſſen/ und jhn in
ſeinen Pallaſt/ den er zu Iſpahan gehabt/ ver-wieſen/ auß welchem er bis nach dieſes Monar-chen Tod nicht kommen iſt. Weil er nun ein
guter Hoffmann/ und bey Hofe wol angeſe-
hen war/ ſo wurde jhm der Zeit das Amt einesVazierszoder Königlichen Pachtmans zu Kir-
maan, welches Caramanien iſt/ gegeben.Eine duda Es befande ſich zu Iſpahan/ ſeith dreyen0 Jahren her/ eine alte Indianiſche Furſtin/Erlaubnuß bvelche daſelbſt gleich als gefangen aufgehaltenauß Perſten wurde. Dieſe war des letſten Königs zu De-zuziehen. can Schweſter/ Namens Saheb-Koudchek,das iſt/ kleine Frau; dardurch anzudeuten/daß ſie die zweyte Princeſſin/ und noch eine an-dere uber jhr war. Sie hatte jhre Wohnungzu Viüapour, und war Willens/ noch vor jh-rem Ende eine Wallfahrt nach Mecha zuthun/ dahin ſie einen unſaglichen Schatz mit-genommen. Zu Vollziehung nun dieſer Wan-derſchafft/ nahme ſie jhren Weg durch Per-
ſien; es wolte ſie aber Konig Hlabas der Zwey-
te/ auß unbekanten Urſachen/ dahinter man nierecht kommen konnen/ als er ſie in ſeiner Ge-walt hatte/ nicht weiter/ noch auß ſeinem Kö-men ziehen laſſen/ ob ſie jhm gleich/ wegenhaltung dieſer Gnabe/ zu underſchiedlichen
malen ſchr anſehnliche Preſenten angebotten.
Der neue Konig aber/ und dieſes Jahr der neueSoliman, exwiſe ſich gegen den Preſenten die-fer Fürſtin nicht ſo unempfindlich als ſein Vat-/ ſondern verkwilligte in jhr Begaren/ und
III. Koͤnigs 5bekame hingegen von jhr einen Schatz vonEdelgeſteinen eines unſchetbaren Werths.
Sie nahme Ihre Zeit in acht/ als einsmalsder Konig mit ſeinem Frauenzimmer vor demPallaſt/ darein man ſie loſtert/ vorbey gezo-gen; da ſie dann mit jhren Preſenten/ und jhrerBittſchrifft vor jhm erſchienen/ und in jhremHofe eine ſtattliche Collation zurichten/ auchauf der Gaſſen guͤldene Stucke aufbreiten laſ-ſen/ worüber der Konig reiten ſolte; und inſolchem Ritt warffen ihre Hofbediente underſeines Pferdes Fuͤſſen eine Anzahl guͤldenerund ſilberner Müntz/ in die zwey tauſend Kro-nen werth auß/ welches in Perſien zu geſchehenpflegt/ wann man den Konig auf eine prachti-ge und verbindliche Weiſe ehren wii.Zu Außgang dieſes 1668. Jahrs langte inPerſien eine neue Abfertigung Capuciner außItalien/ welche von der Congregarion dePropaganda fide, nach Georgia geſchickt wor-den: Es waren jhrer ſechs/ nebens nochzweyen Leyen⸗Bruͤdern/ und hieß jhr Guar-dian P. Steffan auß Amerig. Sie brachten
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5 echte! Der Pabſtein Schreiben von dem Pabſt an den Konig in fre en 1Perſien mit/ deſſen Original/ und Uberſetzing eren
Alſo lautet: iIITUSTRIT Ac PoTENTTSS IO
PERSARUM RECGTLCLEMENS PAPA IX.ITas ac potentiſſime Rex: ſalutem ac
lumen divinæ gratiæ. Romani PontificisàSummo totius humani generis conditoreDeo informata Charitas nullam hominumſocietatem à ſe curisque peramantibus ſuisalienam putat, ſed probitatem juſtitiam,aliasque præclaras virtutes ubicumque re-fulſerint complectitur, admirarurque. An-teceſſores igiturx noſtri, glorioſos PerſarumReges ac ſpeciatim celſitudinem tuam am-plis liarum jaudum decoribus excellentem,& orbo toto celebratam, exiſtimationis,&benevolentiæ præcipuo ſenſu proſecutius-que ſunt. Nos autem in hac parte ut nullieorum concedimus; ita in regia voluntatetua parem animi propenſionem nobis pro-fecto pollicemur; ideoque nunc ab ea fiden-ter petimus ut Presbyterum Stephanum deAmeria& ſocios Capucinos homines nonſuam; ſed unicam gloriam Dei,& anima-rum ſalutem in Georgiæ Provincia quæſi-turos, ab injuriis ſchiſmaticorum RitusGræci in ea regione reſidentium auctoritatetua defenſos, ac tutos eſſe velis, quo ſuĩ mu-neris functionibus exercendis libere ac ſe-cure poſſint. Idem quoque ab inſigni cle-mentia tua poſcimus& expectamus pro uni-vetſis Catholicis qui in late patentibus re-gnis ac ditionibus tuis commorant, quos-que regalis patrocinii præſidio quantummaximè poſſumus vehementer commenda-mus. Verùm nos invicem veritatis divinæperfectam agnitionem& bonorum omnium
qua ſpiritualium qua temporalium uberem
& aſſi.
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