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Mineralienbuch, oder allgemeine und besondere Beschreibung der Mineralien / von L. A. Schmidt
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». Metalloide.

Sie leiten die Jnponderabilien gar nicht, oder in weit geringerem Grade, wie die Metalle, undhaben ein sehr geringes Eigengewicht. Es sind 13.

Sauerstoff, Phosphor, Fluor.

Wasserstoff, Chlor, Kohle,

Stickstoff, Brom , Kiesel.

Schwefel, Jod,

Selen. Bor,

Die drei ersten sind nur in Gasform darstellbar, verbinden sich aber mit den übrigen zu flüssigenoder festen Formen. Mit dem Sauerstoff sind alle übrigen Metalloide und Metalle verbrennbar, theilsmit, theils ohne Entwickelung von Wärme und Licht.

Um viele unnütze Wiederholungen zu verhüten, setze ich durch eine kurze Charakteristik meine Leserin den Stand, jeder weiteren Auseinandersetzung leicht und ohne Mißverstehen folgen zu können.

Sauerstoff, Oxygen, vom griechischen ox^s, sauer, und ^ennao, erzeugen. Die alten Chemikernannten ihn Lebenslust, weil ohne ihn kein Thier, keine Pflanze leben, kein Feuer brennen kann. Erist Bestandtheil des Wassers, um auch hier Leben zu erzeugen und zu erhalten, und ist mit jedem Stoff,außer dem Fluor, mischbar. Seine Verbindungen mit vielen Körpern bilden Säuren, woher sein Name;z. B. mit Schwefel: die Schwefelsäure; mit Kohle: die Kohlensäure; mit den Metallen: die Oxyde. Nurim Sauerstoff verbrennen mehrere Metalle, z. B. Eisen, dessen flammendes, funkensprühendes Verzeh-ren in ihm, zu den glänzendsten Lichterscheinungen gehört, die wir kennen. DaS Blut wird durch ihnbrennend roth; unter jedem Druck, bei jeder Temperatur bleibt er in Gasform.

Der Wasserstoff, Hydrogen, von H^äor, das Wasser, und ^ennao. Es ist der leichteste, ir-dische Stoff, weßhalb man Luftballone mit ihm füllt. Mit Sauerstoff verbindet er sich zu Wasser imGewichtsverhältniß von 8 zu i; in dieser Verbindung werden wir ihn auch als Bestandtheil manchesMinerals kennen lernen.

Der Stickstoff, Azot , von roe, Leben, und dem verneinenden ->,. In ihm erlischt jedes Leben,obgleich er mit V- Sauerstoff, dem er hier mildernd beigemischt ist, die atmosphärische Luft bildet. Wirnehmen nur von einigen seiner Verbindungen, z. B. der Blausäure, dem Amoniak, dem Salpeter,Kenntniß.

Der Schwefel wird uns von der Natur häufig rein geboten. Zu Schwefelsäure verbindet er sichmit Oxygen, mit Hydrogen zu Hydrothionsäure oder Schwefelwasserstoffgas .

Sehr ähnlich ist ihm ein seltener, und nur dem Mineralreich angehörender Stoff, das Selen, von8elene, der Mond. ^

Der Phosphor klwsxlioros, Lichtträger, hieß bei den Alten der Morgenstern ist eine durch-scheinende, leicht gelbliche Masse von Wachskonsistenz, die bei niederen Wärmegraden schon im Dunkelleuchtet, und äußerst leicht sich entzündet, wobei er sich mit Sauerstoff zu Phosphorsäure verbindet,als welche er für uns Interesse hat. Die Knochenerde aller Wirbelthiere, die Gehäuse der Conchiliensind phosphorsaurer Kalk.

Das Chlor ist ein Gas von gelbgrüner Farbe, wie der Name Moros es bezeichnet. Durch Kälte

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