IV
der höchste Scharfsinn, die feinste Beobachtungs-gabe, die kostbarsten vervollkommnetesten Instru-mente, große Summen und ein großer Zeitauf-wand aufgeboten wurden, sind wir immer nochnicht weiter, als zu dem Gestäudnisse gekommen:daß wir die eigentliche Gestalt nicht kennen, unddie Erde wahrscheinlich kein regelmäßiger Kör-per sei.
Es wäre ungerecht, daraus der Wissenschafteinen Vorwurf machen zu wollen. Die Mathe-matik hat geleistet, was sie leisten konnte.— Aberman versuchte es immer nur auf dem einen Wegezur Wahrheit zu gelangen, — man überließ einzigund allein der Astronomie die Auflösung des Pro-blems, — ja eö schien, als ob eö nur diesen ein-zigen Weg gäbe, das Räthsel zu lösen, und dieFrage zu beantworten. Ich habe es versucht, michdem Ziele auf einem anderen, bisher nicht betre-tenem Wege zu nähern, wohl wissend, daß maneben darum auf ihm leichter straucheln und irrenkönne, als auf dem schon oft begangenen. Ich habevom physikalisch-geographischem Stand-punkte aus die Aufgabe zu lösen versucht.
Das aber habe ich nicht gethan, weil ich von