IX
Auffallendem hervor zu treten, wenn man ihm nichtdie vollendeteste wissenschaftliche Form, welche solcheHerren allenfalls abschreckt, geben kann, oder demWerke einen imponirenden Namen vorzusehen imStande ist, obwohl auch das jetzt nicht mehr hilft.
Dennoch wage ich eö darauf, daö Werkchenin unvollendeter Gestalt in die Welt zu schicken,um nicht die Idee verloren gehen zu lassen, die ichfür gut halte; ein Geständniß, das man nicht un-bescheiden finden wird, weil, wenn ich nicht dieseUeberzeugung hätte, es unverschämt wäre, das Pu-blikum damit zu belästigen. Ich werde auf diesemWege wohl erfahren, ob ich mich täusche; dennleider zeigt die Gelehrtengeschichte nur zu vieleBeispiele, wie oft, selbst in redlicher Absicht, derIrrthum als Wahrheit verkauft wurde. Doch bitteich Jeden, nicht zu frühzeitig mit einem Urtheilehervorzutreten, da die Geschichte auch eben so oftzeigt, wie lange die Wahrheit Zeit braucht, Ein-gang zu gewinnen und sich geltend zu machen.Wer weiß es nicht, welche heftigen Gegner ein gro-ßer Theil der späterhin als Wahrheit anerkanntenLehren in der Astronomie, Geognosie, Physik undChemie fand, weil sie bei ihrem ersten Auftreten