Erster Abschnitt.
Die Natur des Flüssigen.
vielfach auch die Naturforscher/ insbesondere dieder neuern Zeit und der deutschen Schule/ bemüht ge-wesen sind/ die Natur des Flüssigen tiefer zu erforschen,als es vor ihnen geschehen war/ und bestimmter darzu-thun: in welcher Art man sich das Wesen desselben undseine Erscheinungen zu denken und vorzustellen habe; soist doch nicht zu leugnen/ daß dessen ungeachtet dieserGegenstand noch große Dunkelheiten/ und viele nichtgehörig beleuchtete Seiten hat/ die ihr volles Licht erstvon künftigen Zeiten erwarten/ und gewiß noch eine reicheQuelle nicht bloß theoretischer Ansichten/ sondern auchsehr fruchtreicher praktischer Lehren/ Erfindungen undEntdeckungen darbieten werden.
Wie die Sachen jetzt stehen/ gewinnen wir wohldie klarste Ansicht nur durch den Gegensatz/ den dasFlüssige mit dem Starren bildet. — Gemeinschaftlich istbeiden das Festgehaltenwerden jedes einzelnes denkbarenTheilchens von allen übrigen/ am stärksten natürlich vonden zunächst gelegenen; dadurch also Anziehung der Masseauf jeden darin befindlichen Theil bezogen/ und umge-
1