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kehrt; daher das Bestreben, ein Ganzes zu bilden, undder Theilung und Zersplitterung fich entgegen zu setzen;jedoch ohne das Bestreben, einen größeren, als den ein-mal gegebenen Raum zu erfüllen, wie es sich bei denluftförinigcn Körpern findet.
Diese Anziehung, wenn gleich sie bei den flüssigenwie bei den festen Körpern vorhanden, ist dennoch beijenen starker, als bei diesen, woher es denn kommt,daß die durch mechanische Gewalt in kleine Theile ge-trennte Masse bei den flüssigen Körpern sich sogleichwieder vereinigt, bei den festen aber nicht, sondern ineinzelnen Stücken, oder als Pulver erscheint.
Wäre nichts Anderes da, was den Zusammenhaltder Körper bedingte, als diese Kraft; so müßte der flüs-sige Körper schwerer zu trennen sein, als der feste, demjedoch die Erfahrung widerspricht. Es muß in den fe-sten Körpern demnach noch irgend eine andere Kraftwirksam sein, oder diese Anziehungskraft wird darin aufeine eigenthümliche Weise abgeändert, was jedoch nichtohne Hülfe einer andern Kraft möglich ist. — Beiallen Körpern bemerken wir vom Anfange ihrer Entste-hung an ein Bestreben, eine bestimmte Form anzuneh-men, der sie mit einzelnen Abweichungen treu bleiben,welche Abweichungen jedoch nie so groß sind, daß dereigenthümliche Charakter ihrer Gestaltung dadurch ver-wischt würde, wie denn z. B. vielleicht nicht zwei voll-kommen gleiche Eichenblätter zu finden sind, ohne daß,trotz dieser Ungleichheit, deshalb ein Eichcnblatt jemalsdie Form eines Weinblattcs annähme. Bei allen Ab-weichungen sind dennoch diese Blätter ihrer Form nachEichenblätter; woraus sich von selbst ergiebt, daß alle